Pan-Cookies (…oder Haferkekse aus der Pfanne)

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ – das wusste in der Antike bereits Seneca zu sagen. Damit nehme ich mir direkt zu Beginn dieses Artikels sämtlichen Wind aus den Segeln, meine umfangreichen Ausreden zu verkünden, weshalb ich das letzte halbe Jahr durch Abwesenheit geglänzt habe: Eine Masterarbeit, ein Uniabschluss, ein Umzug, eine fremde Stadt, ein neuer Job, neue Menschen… ich könnte ewig so weiter machen und euch erzählen, weshalb ich tausendmal versucht war mich hinzusetzen und einen neuen Blogpost zu verfassen und es dann doch nicht tat. Das alles wäre jedoch weder informativ noch besonders hilfreich. Also spare ich mir die Mühe und beginne einfach, um der lieben Zeit Willen, im Hier und Jetzt. Seit einigen Monaten lebe ich nicht mehr im schönen Bonn sondern in der niedersächsischen Studentenstadt Göttingen (zwar nicht zum Studieren, macht aber nix). Entsprechend verändert hat sich auch meine Küchensituation, da ich nun zu den glücklichen Besitzern eines Backofens zähle. Nicht geändert hat sich dagegen meine Leidenschaft für alles kulinarische und mein Wunsch diese Passion anderen zu Gute kommen zu lassen. Ich bin also fest entschlossen in Zukunft wieder vermehrt den Kochlöffel zu schwingen. Ich möchte euch außerdem versichern, dass ihr trotz meines plötzlichen Küchenluxus auch weiterhin mit backofenfreien Rezepten für süße und herzhafte Leckereien versorgt werdet. Ihr seht, ich habe an alles gedacht! Und um das zu beweisen stelle ich euch hier mein neuestes Experiment vor:

Pan-Cookies (…oder Haferkekse aus der Pfanne)

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Das Wortspiel mag vielleicht etwas dürftig sein, aber diese Kekse sind es bei weitem nicht. Die kleinen Dinger sind richtige Energien-Bomben, die sowohl sättigend als auch sehr lecker daherkommen. Wenn sie jetzt auch noch schlank machen würden (DAS tun sie wohl nicht so…), würde ich mein morgendliches Müsli sofort gegen sie eintauschen. Und das Beste ist, dass sie auch noch ganz schnell gemacht sind!

Ihr braucht:

90g Butter
140 g Zucker
70 g Vollkornmehl
1 Ei
1 Prise Muskat
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Zimt
250 g Haferflocken (kernig)
5 El Milch
Schokotropfen

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Zuerst verquirrlt ihr die Butter, den Zucker und das Ei, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Das Mehl vermischt ihr mit den Gewürzen und dem Backpulver und gebt es zu der Butter-Zucker-Ei-Masse. Nun kommen die Haferflocken dazu. Die Milch wird esslöffelweise und mehr oder weniger nach Bedarf dazu gegeben. In meinem Fall waren es 5 El, die Masse sollte feucht und formbar, aber nicht matschig und nicht zu trocken sein, daher kann die Menge der Milch je nach Zusammensetzung der Zutaten etwas variieren.

Nun erhitzt ihr etwas Öl (2-3 El) in einer Pfanne (wenn die Pfanne nicht beschichtet ist, solltet ihr unbedingt mehr Öl verwenden). Am besten verwendet ihr neutrales Öl, wie Sonnenblumen- oder Keimöl, da die Haferflocken sonst den Geschmack aufnehmen. Sobald das Öl warm ist, sollte die Temperatur der Kochplatte auf ein Minimum reduziert werden. Mit zwei Esslöffeln habe ich dann die Teigmasse portionsweise in die Pfanne gegeben und leicht flach gedrückt. Mit geschlossenem Deckel dürfen die Cookies nun 5-10 Minuten (variiert nach Herd, ich empfehle nicht allzu weit zu wandern, da die Haferflocken sehr schnell backen können) von jeder Seite durchbacken. Anschließend können Sie aus der Pfanne genommen werden und sind fertig um verspeist zu werden. Der Aufwand ist wirklich nicht riesig. Zugegeben, die Cookies sind nicht so symmetrisch und rund, wie Cookies, die im Backofen hergestellt werden, aber geschmacklich stehen sie diesen wohl kaum nach!

Ich kann sie zumindest nur jedem ans Herz legen! Und für mich heißt es nun auf alle Fälle wieder an die Pfannen, fertig, los! Also bis zum nächsten Mal und guten Appetit! 🙂

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Katmer Ekmek – herrlich leckeres Pfannenbrot

pfannenbrot

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und der Herbst ist auf dem Vormarsch. Trotzdem strengt sich die Sonne zuweilen noch einmal richtig an, um uns ein paar letzte warme Tage zu bescheren. Da lassen es sich dann natürlich die unverbesserlichen Optimisten in meinem Freundeskreis nicht nehmen, noch einmal zum Grillen zu laden – Zugegeben, abends war es dann meist doch bitterlich kalt, aber auch sehr schön. Zur Belohnung für solch großen Optmismus gibts dann als Mitbringsel zum Grillfest ein selbstgebackenes Pfannenbrot – super lecker, sehr vielfältig und optisch auch irgendwie ein Hingucker.
Das Rezept habe ich bei einer Vloggerin (Den Blogeintrag gibts hier auf Sallys Blog, Sallys Video findet ihr hier) gefunden und es ein kleines bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:
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125 ml warmes Wasser
1 Päcken Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe
1 TL Zucker
125 ml warme Milch
1 TL Salz
600 g Mehl
ca. 50 g Kräuterbutter/ 25 g Knoblauchbutter
ODER
Tahin (hier bin ich mir mit der Menge nicht sicher, aber da ihr nicht so viel braucht, reicht auch ein kleines Glas)

Okay, also zunächst setzt ihr den Hefeteig an. Wer nicht so ein Fan von Hefeteig ist, kann es auch mit einem Quark-Öl-Teig machen, meine Erfahrung damit war aber nicht soooo gut wie mit der Hefe. Außerdem findet ihr hier eine Beschreibung, wie euer Hefeteig praktisch von Zauberhand gelingt.
Sobald der Hefeteig gegangen ist, passiert Folgendes: Formt etwa Tennisballgroße Stücke aus dem Teig und rollt diese rund aus. Die flachen Teigplatten werden mit der weichen Butter oder dem Tahin bestrichen und aufgerollt. Ähnlich wie bei einer Zimtschnecke.
In ihrem Video benutzt Sallys zum Bestreichen traditionell Tahin, also Sesampaste, ich finde diese Version persönlich sehr, sehr lecker. Doch um ein bisschen Vielfalt in meine Brote zu bringen habe ich je eine Ladung mit Tahin und je eine Ladung mit dem Kräuter/Knoblauchbutter Gemisch gemacht. Beide Varianten wurden sehr gern gegessen und sind demnach weiter zu empfehlen.
Jetzt kommt der spannende Teil:
Die Heferöllchen, werden nun in sich schneckenförmig eingedreht. Bemehlt die Arbeitsfläche wieder etwas erneut und rollt nun die Schnecken mit eurer Teigrolle auf die Größe eurer Pfanne aus. Durch diese Technik werden die – später gebackenen- Teigfladen im Endprodukt ein wenig blättrig und die Butterfüllung zieht sich durch die einzelnen Schichten. Erhitzt eine Pfanne auf dem Herd – bei Bedarf mit ein wenig Öl – und backt die Brote darin von beiden Seiten je ca. 3-5 Minuten.
Die Technik hört sich aufwendiger an, als sie ist und die Grillmeister und -Gäste waren ehrlich angetan.
Noch ein kleiner Tipp, da die Grillsaison aber ja doch schon fast vorbei ist: Die Brote lassen sich auch super mit Honig oder Nutella bestreichen und einrollen (besonders Nutella sieht toll aus, sollte aber gut erwärmt werden vor dem Bestreichen) und sich dann als Croissant-Ersatz zum Frühstück servieren.
Das vermutlich in kürze also schlechter werdende Wetter kann also kaum eine Ausrede sein um die kleinen Delikatessen nicht einmal selbst anzutesten. Ich glaub ihr würdet es nicht bereuhen.

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Ich liebe den Sonntagmorgend. Denn in den seltensten Fällen habe ich an einem Sonntag einen wirklich dringenden Grund um mein Bett vorzeitig verlassen zu müssen. Klar kann man auch an Samstagen ausschlafen, aber meistens drängeln dann noch irgendwelche Einkäufe oder ähnliche Pflichten, die es zu erledigen gibt. An Sonntagen ist aber in den besten Fällen der einzige Grund mein Bett am Morgen zu verlassen der, dass der Hunger mich treibt. Wenn ich richtig motiviert bin, schlüpfe ich sogar zuweilen zum Bäcker und hole ein paar frische Brötchen. Doch meistens reicht meine Motivation nicht aus, um mir Schuhe anzuziehen -die meiner Meinung nach für einen Besuch beim Bäcker unabdinglich sind. Aber auch ohne Brötchen lässt sich ja zum Glück in kurzer Zeit – und im Pyjama 😉 – auch so ein richtig gutes Sonntagmorgen-Frühstück zaubern.
Hier also für alle, die wie ich, den Sonntag gerne mal komplett im Pyjama und im Bett verbringen (und für alle, die einfach gerne Pfannkuchen mögen ;)) mein aktuelles Lieblings-Sonntag-Morgen-Vollkorn-Pancake-Rezept.
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Für ca. 8 Pancakes benötigt ihr:
2 Eier
200g Quark
150g Vollkornmehl
50 ml Wasser
100 ml Milch (1,5%)
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver
Tatsächlich gibt es bei dem Anrühren des Teiges recht wenig zu beachten. Zuerst werden die (halb)flüssigen Zutaten miteinander verquirrlt, also Eier, Quark, Wasser und Milch. Vermischt die trockenen Zutaten miteinander und siebt sie in die Quarkmasse. Ist der Teig zu flüssig, fügt ein wenig Mehl hinzu.
Nun werden die Pfannkuchen in einer heißen Pfanne mit ein wenig Fett ausgebacken. Durch das Backpulver gehen die kleinen Pfannkuchen in der Pfanne hoch, deswegen empfiehlt es sich kleinere Pancakes zu backen. Nach etwa 2-3 Minuten von jeder Seite ist das Frühstück fertig und der Sonntagmorgen gerettet. Die Pancakes schmecken super mit Puderzucker, Honig, Schokolade oder Ahornsirup. Und falls ihr es doch schafft eure Schuhe anzuziehen, machen sich die kleinen Pancakes auch super in Ergänzung zu Croissants, Brötchen und Co.

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Gemüse Bolognese – buntes Glück im Topf

Wenn meine kleine Schwester kocht, dann kocht sie in 90% der Fälle Spaghetti Bolognese. Dabei will ich mich bestimmt nicht beschweren, da die Bolognese meiner Schwester ganz fantastisch schmeckt. Ich dagegen habe eigentlich wenig Erfahrung mit diesem Gericht, erstens, weil ich durch meine Schwester ja recht häufig in den Genuss komme und zweitens, weil ich mich in meinem Alltag ansonsten sehr fleischarm ernähre. Aber ab und an wacht man ja morgens auf und hat Lust auf ein ganz bestimmtes Gericht. In meinem Fall war das vor ein paar Tagen eben Spaghetti Bolognese. Das Abendessen des Tages war damit also bereits vor dem Frühstück beschlossene Sache. Zumindest dachte ich das, bis mir im Laufe des Tages eingefallen ist, dass ich noch Zutaten für ein Ratatouille zu Hause hatte, die ich wegbrauchen musste.
Aber über solche unwichtigen Details verzagt man ja nicht! Und so wurde kurzer Hand aus meiner geplanten Bolognese eine Gemüse-Bolognese. Zugegeben, hat sie überhaupt nicht nach dem Rezept meiner kleinen Schwester – das einer ganz klassischen Bolognese – geschmeckt, aber trotzdem auf andere Weise großartig. Und in der Zubereitung war sie auch sehr unkompliziert.
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Ihr braucht:
400g Hackfleisch (halb und halb)
1 rote Paprika
100 g Pilze
1 große Aubergine
1 Dose passierte Tomaten
1 große Prise Salz
Pfeffer
1/4 El Basilikum (getrocknet)
1/4 EL Oregano
1 El Honig
1-2 El Tomatenmark
So zuerst schneidet ihr das Gemüse. Paprika, Zwiebel, Knoblauch Zucchini und Aubergine werden möglichst kleine Würfel geschnitten. Bei Bedarf könnt ihr die Zwiebeln und den Knoblauch auch noch zusätzlich klein hacken. Wer ein bisschen Zeit hat, kann die Aubergine und die Zucchini leicht mit Salz bestreuen. Dadurch entwässern sie bereits vor dem Garprozess und die Soße wird nicht so flüssig. Ich hatte an dem Tag keine Zeit und habe mir die Mühe gespart – geschmeckt hat es ja trotzdem.
Nun wird in einem großen Topf das Fleisch zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch in ein wenig Olivenöl abgebraten. Dabei müsst ihr immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn sich die Hälfte des Fleisches von rosa zu braun verfärbt, könnt ihr das Gemüse mit in den Topf geben auch das Gemüse kurz anbraten und die Hitze dann auf eine Mittelstufe reduzieren. Nun gebt ihr die passierten Tomaten, und das Tomatenmark mit hinzu. Je nachdem kann es sein, dass ihr auch einen kleinen Schluck Wasser oder Brühe hineingeben müsst, das ist wie gesagt abhängig von der gewünschten Soßenkonsitenz. Jetzt kommen noch Salz, Pfeffer, Basilikum, Chili und Honig dazu. Bei niedriger Temperatur darf die Bolognese jetzt schön vor sich hinköcheln, während auf der kleinen Herdplatte die Spaghetti gekocht werden können.
Sofern ihr nicht über einen sehr hohen Schmalen Topf verfügt (Z.B. einen Spargeltopf) empfiehlt sich folgender Trick. Den Topf für die Spaghetti zu 3/4 mit heißem Wasser befüllen und zum Kochen bringen. Wenn das Wasser sprudelt, nehmt ihr die Spaghetti gebt sie hochkant in den Topf. Dann werden sie entlang des Randes so weit wie möglich in eine Richtung aufgefächert. Wartet jetzt etwa 30 Sekunden und drückt dann vorsichtig den trockenen teil der Spaghetti entlang der Fächerrichtung mit zwei Gabeln (mit einer hat man weniger Kontrolle und verbrennt sich nicht so leicht) nach unten. Der untere Teil der Spaghetti ist jetzt bereits leicht angeweicht und gibt nach. So sinken die Spaghetti ohne zu brechen leichter ins Wasser und werden trotzdem gleich gegart. Jetzt kommt das Salz dazu. Und auch wenn jede italienische Mama mir dafür vermutlich mit der flachen Hand auf den Hinterkopf schlagen würde, gebe ich bei einem kleinen Topf trotz allem einen Spritzer Olivenöl mit ins Wasser, damit die Spaghetti (die ja in dem sehr begrenzten Raum nicht viel bewegungsfreiheit im Wasser haben) nicht zu sehr aneinander haften. Als Ausgleich für diese Missetat gebe ich dafür ein bis zwei Esslöffel des Spaghettiwassers an die Bolognese bevor ich die Spaghetti abschütte. Damit verbindet sich die Soße wieder ein bisschen besser mit der Pasta.
Noch ein kleiner Tipp: Da der Topf bei dieser Garmethode ja sehr hoch befüllt ist, besteht schnell die Gefahr, dass euer Nudelwasser überkocht. Wenn ihr aber einen Holzlöffel über den Topf legt, schäumt das Wasser zwar hoch, bleibt aber unterhalb des Kochlöffels.
Meiner Meinung nach steht diese Gemüse-Bolognese einer klassischen um nichts nach, und auch, wenn sie natürlich nicht mit der Bolognese meiner Schwester zu vergleichen ist, macht dieses Gericht definitiv satt, glücklich und Lust auf mehr.

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Fräulein Kleinigkeits Kühlschranktörtchen – ein kleiner Traum mit weißer Schokolade

Zugegeben, ich bin kein wahrer Freund von Kühlschranktorten. Oft liegen die Cremes mir schwer im Magen, oder der Boden ist zu hart oder zu weich, oder die ganze Torte ist insgesamt irgendwie zu süß. Nichts desto trotz faszinieren Sie mich. Also wage ich mich immer mal wieder an den ein oder anderen Versuch. Häufig mit mäßigem Erfolg. Aber nach gefühlten tausend-und-einem-mal hat es dann doch funktioniert. Ich präsentiere also hier wahrlich voller Stolz meine Kühlschranktörtchen mit weißer Schoko-Quark-Creme. Ich würde zwar lügen, behauptete ich, diese kleinen Kühlschrankwunder wären was für die schlanke Linie, aber sie liegen wirklich nicht schwer im Magen, sind nicht aufdringlich süß und der Boden ist zum niederknien (dabei will ich mich gaaaar nicht selbst loben ;))

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Ihr braucht für 12 Törtchen:
200 g Löffelbisquits
30 g Butter
4 Schokoriegel (z.b. Joghurtschokolade)
250 g Mascarpone
200 g Quark
100 g weiße Schokolade
2 gehäufte Esslöffel Puderzucker
1 gehäufter Esslöffel San-Apart

Wie bei den meisten Kühlschranktorten heißt er zunächst einmal Kekse zerstören. Die Löffelbisquits kommen also in einen Gefrierbeutel (ich hatte keinen und habe eine Plastiktüte verwendet – nehmt am besten gleich zwei, da sie zum reißen neigen, wie ich festgestellt habe) und werden mit einem Nudelholz, einer Weinflasche oder einem anderen nützlichen Gegenstand so klein wie möglich gemahlen. Wer eine Küchenmaschine besitzt, kann diese natürlich auch verwenden, das geht schneller und macht vermutlich auch weniger Schweinerei.
In der Mikrowelle oder einem Wasserbad werden nun die Schokoriegel gemeinsam mit der Butter geschmolzen und über die Keksbrösel gegeben. Dann wird gematscht, bis alles einen homogenen Teig ergibt. Je nachdem müsst ihr vielleicht auch einen kleinen Schluck Wasser oder Milch verwenden, damit der Teig nicht zu bröckelig ist.
Der Teig wird anschließend auf die Muffinförmchen (in einer Muffinform, oder die selbsthaltenden aus Silikon) verteilt und festgedrückt.
Darüber verteilt ihr jeweils eine dünne Schicht Erdbeerkonfitüre. Achtet darauf, einen Fruchtaufstrich zu verwenden, der keine Stückchen enthält, da diese sich nicht gut verteilen lässt.

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Jetzt kann es schon an die Creme gehen. Dazu verrührt ihr die Mascarpone und den Quark möglichst vorsichtig, um die Masse nicht zu flüssig werden zu lassen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Parallel dazu wird die weiße Schokolade geschmolzen und zusammen mit dem Puderzucker in die Quarkmasse gegegeben. Bei Bedarf (ich finde es recht empfehlenswert) rührt ihr noch das San-Apart unter. Wer kein San-Apart hat oder mag, kann auch mit Gelatinefix oder Agartine arbeiten, muss dann allerdings möglicherweise die Menge ein bisschen anpassen.
Verteilt die Creme auf die Muffinförmchen, die dann für mindestens vier Stunden (besser mehr) in den Kühlschrank wandern. Vor dem Servieren könnt ihr die Törtchen noch mit Raspeln aus weißer Schokolade garnieren, das ist hübsch und hebt die Schokolade geschmacklich noch etwas hervor.

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Ich habe die Törtchen letztes Wochenende auf zwei Geburtstage mitgenommen und sie sind überall sehr gut angekommen. Und das sogar unter erschwerten Umständen, da ich auf dem Weg zu Geburtstag Nummer Eins eine Vollbremsung mit dem Wagen meiner Schwester hingelegt habe (ihre Bremsen sind wesentlich feinfühliger als die meiner alten geliebten Klapperkiste) und die Box mit den Küchlein durch das komplette Auto geflogen ist. Die Kühlschranktörtchen glichen danach im wahrsten Sinne des Wortes einem Autounfall, haben aber nicht lang leiden müssen, da sie innerhalb kürzester Zeit von den Gästen verzehrt wurden.
Dafür habe ich es wohl und in einem Stück zu Geburtstag Nummer zwei geschafft, auch wenn die Törtchen hier ebenfalls einen recht kurzen Aufenthalt hatten.
Insgesamt war ich mit meinem „Back“versuch tatsächlich so glücklich, dass ich in Zukunft vielleicht noch die eine oder andere Kühlschranktorte fabriziere – gerade noch rechtzeitg, jetzt da in Bonn der Sommer doch noch einmal kurz zurückgekehrt ist. Seid also gespannt 🙂

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Fräulein Kimchis Kimchi und ein toller Tag mit Chefkoch.de

Die Prüfungsphase ist vorbei und ich kann wieder durchatmen, oder zumindest den ganzen Kram, der sich die letzten Wochen angesammelt hat endlich in Angriff nehmen. Und das ist eine Menge. Von Wohnung sauber machen über Arzttermine bis hin zum Bloggen – alles ist irgendwann auf der Strecke geblieben. Und das obwohl mir schon so lange ein Blogpost heiß auf den Nägeln brannte.
Denn vor geraumer Zeit ist eine Mail in mein Postfach geflattert, die mein Herz direkt ein paar Takte höher schlagen liess. Ich wurde eingeladen an einem Bloggerevent von Chefkoch.de teilzunehmen. Mein erstes Event überhaupt- und als ich die Liste der Teilnehmer gesehen habe, stiegen Nervosität und Freude gleichermaßen weiter, da ich einige der aufgeführten Blogs schon seit langem kenne und liebe.
Im Endeffekt wurde aber auch bei einem Bloggerevent -selbst oder gerade von Food Bloggern- nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Und obwohl ich weit aus weniger Erfahrung aufweisen konnte als so ziemlich jeder andere im Raum, hatte ich einen Riesenspaß und durfte viele bemerkenswerte und tolle Menschen kennen lernen.
Meine Freude war natürlich besonders groß, dass Karin von Bonngehtessen.de auch an dem Event teilnahm. Nicht nur weil ich sie bereits kenne und liebe, sondern auch weil sie sich anbot mich mit dem Auto mitzunehmen. Das Chefkoch-Event fand nämlich in den wunderschönen Studios von Alno Küchen im Bergischen Land statt.
Nachdem wir und die restliche Runde angekommen waren und man sich ausreichend begrüßt und beschnuppert hatte, wurden wir erst
Einmal mit einem Sekt empfangen.

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Dann ging es los zur Vorstellungsrunde. Da ich nicht gefrühstückt hatte, den Sekt aber als kleinen Mutmacher dankend entgegen genommen habe, war ich froh nicht auf halber Strecke meine Beschreibungs-Hashtags vergessen zu haben. Doch alles lief glatt.

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Anschließend gab es dann als ersten Veranstaltungsteil eine kleine Führung durch das Studio, wo wir Blogger unter anderem über die -für viele sehr aufschlussreiche- richtige Handhabung von Spülmaschinen aufgeklärt wurden. Da ich ja bekanntlich meine eigene Spülmaschine bin, waren dafür Informationen betreffend selbstkochender Öfen, die den Koch mehr oder minder überflüssig machen, für mich dagegen bei weitem interessanter und erschreckender zugleich.
Doch die Bestürzung verflog recht schnell, als es zum zweiten Teil unseres Events ging. Einem Vortrag der Veranstalter selbst bezüglich der Pläne von Chefkoch über Änderungen des Designs und der Userbility der Seite, die sich sehr vielversprechend anhören. Da ich selbst gerne auf Chefkoch nach neuen Anregungen suche, war ich natürlich sehr gespannt.

Das Highlights war dann der dritte und finale Teil. Denn was wäre ein Foodbloggerevent ohne Essen? Und so bin ich in den -wortwörtlichen- Genuß gekommen zusammen mit den anderem Teilnehmern von Fräulein Kimchi persönlich in die Kunst des Kimchi-Herstellens zu kommen.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Es ist wirklich gesund und wahnsinnig lecker auch noch. Die Herstellung dauert zwar etwas, doch ist im Grunde recht simpel.

Für Kimchi braucht ihr (für 4 Personen):

1 mittelgroßer Chinakohl
6 Knoblauchzehen
1/4 Zwiebeln
1/2 Apfel
1 El Ingwer, feingehackt
2 Möhren
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Fischsauce
55g Meersalz
100 g Chiliflocken (Kochukaru)
250 ml Wasser
50. Mehl

Zubereitung:

Kimchi zu machen dauert ein bisschen. Denn zunächst muss man den Kohl, den man gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten hat, gut salzen und für mindestens 2 Stunden (besser aber länger) darin ziehen lassen. Anschließend wird der Kohl sehr gründlich (am besten ca. 3 Mal) mit kaltem Wasser abgespült.

Die Kimchipaste wird hergestellt, indem man Wasser und Reismehl in einem Topf vermischt und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze gekocht wird. Wenn es sich zu einem Brei verdickt, kann man den Topf von der Flamme nehmen.
Die Möhren und die Frühlingszwiebeln werden in kleine Streifen geschnitten, der  Knochblauch, die Zwiebeln, der Ingwer, die Fischsauce und der Apfel kommen derweil in einen Mixer. Anschließend wird alles zusammen mit Chiliflocken, und dem gestifelten Gemüse zu der Wasser-Reise-Paste gegeben.

Jetzt kommt der spaßige Teil, am besten behandschuht, verteilt ihr die Paste auf dem gesamten Kohl. Das alles erinnerte uns ein wenig an Haare färben, aber das ist ja rein subjektiv. Es macht auf jeden Fall irgendwie gute Laune.

Zuletzt wird der Kimchi in Stücke geschnitten und in kleine Gläser gefüllt, die möglichst luftdicht verschlossen sein müssen, denn sonst besteht die Gefahr, dass der Kohl ohne euer Zutun den Kühlschrank erkundet. Wenn alles aber gut verschlossen ist, hält sich das Kimchi mehrere Wochen.

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Nachdem wir die Zubereitung des Kimchis erfolgreich abgeschlossen hatten-auch wenn ich ein bisschen so aussah, als hätte ich einen üblen Boxkampf verloren- ging es natürlich mit dem Kochen weiter. Da wir viele unterschiedliche Rezepte gemacht haben, werde ich die Zubereitung nicht einzeln auflisten, doch wen es interessiert, der kann alles gern auf Chefkoch.de nachlesen. Einfach hier klicken und los kann es gehen.

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Da die ganze Kocherei doch ziemlich hungrig machte, war die Freude do pelt so groß, als es dann endlich Essen für alle gab. Doch so groß der Hunger auch war, machte jeder natürlich erst artig ein oder zwei gute Bildern u von dem wunderbaren Essen.
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Dann aber konnte gegessen werden und zum Schluss blieben nichts als leere Teller und glückliche Gesichter.
Der Tag im Bergischen war wirklich etwas ganz besonderes für mich, an dem ich viele neue Eindrücke gewinnen und vieles lernen konnte. Und lecker war es auch noch.

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Schwarzwälderkirschtorte und Naked Strawberry Cake

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Als ich vor ein paar Tagen meine Dropbox ein wenig aufgeräumt habe -oder so getan, denn irgendwie hat sich nicht wirklich etwas verändert- bin ich auf ein paar Bilder von einer Schwarzwälderkirschtorte gestoßen, die ich bereits vor Monaten gemacht habe. Zugegeben sind die Fotos nicht gerade das, was ich als schön bezeichnen würde, auch wenn ich mich erinnere, damals total stolz auf sie gewesen zu sein. Nun ja, mit der Erfahrung -die bei mir natürlich auch noch sehr ausbaufähig ist- kommt wohl auch die Weisheit. Ein vermeintlich nicht ganz so gelungenes Bild sollte mich nun aber auf keinen Fall davon abhalten ein dafür umso gelungeneres Rezept
weiter zu geben, denn auch wenn ich überhaupt nicht auf Schwarzwälderkirschtorte stehe, muss selbst ich zugeben, dass sie wirklich meine eigenen Erwartungen übertroffen hat und auch schlicht zu den Klassikern unter den Torten gehört. Es half also nichts, nach meinem Empfinden musste die Torte auf den Blog, doch neben den Fotos hielt mich noch ein weiterer Punkt davon ab, das Rezept ratzfatz online zu stellen: Für mich ist Schwarzwälderkirschtorte irgendwie ein winterlicher Kuchen. Vielleicht, weil man eingelegte Schattenmorellen verwendet, oder weil der Kuchen insgesamt recht mächtig ist und nicht zu der Leichtigkeit des Sommers gehört…ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung, aber ich konnte mich absolut nicht mit dem Gedanken anfreunden, im Juni eine vermeintlich weniger hübsch hergerichtete Wintertorte auf den Blog zu packen. Da bot es sich aber an, dass ich am Samstag auf den Geburtstag einer Lieblingsperson eingeladen war und die Geelegenheit nutzen konnte um einen Kuchen zu backen mit dem ich mich besser arrangieren konnte: Ein Naked Strawberry Cake. Zur Zeit sind diese Torten, ohne äußere Cremeschicht überall zu finden und ich wollte immer schon einmal einen machen. Nun ließ mich aber trotzdem die Schwarzwälderkirschtorte nicht los, aber man lässt sich ja nicht lumpen. Für alle Menschen, die sich auch im Sommer an diesem angeblichen Winterrezept erfreuen können bekommt ihr heute einfach beide Rezepte, die tatsächlich in sofern hervorragend zusammenpassen, da ein großteil der Zutaten bzw. der Teig vollkommen identisch sind. Im Grunde ist es sogar nicht einmal ein besonderer Mehraufwand beide Torten gleichzeitig herzustellen. Der Nackedei ist vermutlich etwas schneller in der Herstellung als die angekleidete Variante, aber wenn mans weiss, kann man sich ja entsprechend darauf einrichten.
Ich beginne also mal mit dem Klassiker, der Schwarzwälderkirschtorte

IMG_0440Teig (18 cm Durchmesser):
3 Eier
1,5 El warmes Wasser
75 g Zucker
Vanillemark (optional)
1/2 EL Kirschwasser (optional)
60 g Mehl
15 g Kakao
20 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver

Füllung:
1 Glas Sauerkirschen
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (wer Kirsch hat, und wem es nicht zu künstlich ist, kann optional auch Kirschgeschmack nehmen)
ein kleines Fläschchen Kirschwasser
2 Becher frische Schlagsahne
2 Päckchen Sahnesteif oder San Apart
1-3 Tropfen Vanillearoma
Schokospähne

Dem einen oder anderen Fuchs ist es vielleicht schon aufgefallen, doch der Boden der Schwarzwälderkirschtorte gleicht einem dunklen Bisquitteig, weshalb auch kein Fett für den Teig verwendet wird.
Zuerst gebt ihr die Eier zusammen mit dem Zucker, dem Wasser (Bitte kein heißes Wasser verwenden, sonst kann es passieren, dass Teile der Eier stocken!), dem bisschen Kirschwasser (ich hab es selbst ausgelassen, doch es stand in meinem Rezeptbüchlein) und dem Vanillemark in eine Schüssel und schlagt die Zutaten zu einer schaumigen und halbfesten Masse steif. Das kann gut und gern ein paar Minütchen dauern. Anschließend vermischt ihr das Mehl gut mit der Stärke, dem Backpulver und dem Kakao und hebt dies unter die Schaummasse. Jetzt kommt ein kleiner Schritt, den ihr auslassen könnt, wenn ihr einen Backofen habt. Stellt den Teig für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank und rührt anschließend die Masse noch einmal vorsichtig durch. Der Teig wird dadurch aus irgendeinem Grund ein bisschen robuster in der Handhabe, bleibt in seinem Endergebnis aber trotzdem locker – so wie man eben einen Bisquitboden haben möchte. Nun geht es ans Backen. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden, die ihr hier finden könnt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die SWKT damals im Topf gebacken habe, das ist aber kein Muss. Wenn der Kuchen nach etwa einer halben Stunde durchgebacken ist, könnt ihr ihn irgendwo auskühlen lassen und euch in der Zwischenzeit mit der Füllung beschäftigen. Der Saft, in dem die Kirschen eingelegt sind, wird in einen kleinen Topf gegeben und erhitzt. Gebt nun langsam und unter Rühren das Puddingpulver hinzu -es kann sein, dass ihr je nach Saft nicht die ganze Packung braucht. Wer mag, kann hier auch ein paar EL Zucker hinzugeben, ich persönlich fand das nicht nötig. Wenn eure Kirschmasse eine Puddingartige Konsistenz angenommen hat, könnt ihr die Kirschen – ein paar sollten aber für die Dek übrig gelassen werden – hineingeben und alles von der Kochstelle nehmen.
Die Sahne wird zusammen mit dem Sahnesteif und der Vanille fest aufgeschlagen und bis auf weiteres im Kühlschrank untergebracht. Ein kleiner Tipp: Eure Sahne ist dann gut geschlagen, wenn ihr den Behälter gefahrlos kurz umdrehen könnt, ohne dass die Sahne herausläuft.
Die Tortenböden werden nun mit dem Kirschwasser „getränkt“ (also bestrichen) und anschließend mit der Kirschpuddingmasse bestrichen. Die Anzahl der Schichten könnt ihr natürih selbst bestimmen. Klassisch sind zwei oder drei und hier auch mengentechnisch ratsam. Wenn ihr alle Schichten mit Kirschwasser und -pudding versehen habt, kann es ans Dekorieren gehen. Denn im Gegensatz zu unserem Nackedei, bekommt die SWKT ein prächtiges Kleid aus Sahne. Sehr schön sieht es aus, wenn ihr oben auf der Torte ein paar Sahnetupfer setzt und hierauf die Kirschen plaziert. Anschließend bestreut ihr alles noch mit Schokostreuseln und voilà!

Die zweite Torte ist bei weitem kein Klassiker, schmeckt dafür aber wie ein kleiner Traum, habe ich mir sagen lassen (leider kam ich nicht selbst in den Genuss). Für den Naked Strawberry braucht ihr also:

IMG-20150613-WA0011Teig:
3 Eier
1,5 El warmes Wasser
75 g Zucker
Vanillemark (optional)
60 g Mehl
15 g Kakao
20 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver

Füllung:
1 Schälchen (500 g) Erdbeeren
1 Becher Schlagsahne
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Sahnesteif
1/2 EL Rum (optional)
1 Tasse (mehr oder weniger) Rum
2 EL Erdbeerkonfitüre

Der Teig wird eins zu eins so hergestellt, wie oben erklärt. Der einzige Unterschied ist, dass ich die Tortenböden für den nackten Kuchen in der Pfanne gemacht habe. Die Methode ist hier erklärt.
Die Schichten lasst ihr am besten auf einem Rost auskühlen. In meinem Fall waren es vier Schichten, von denen ich aber nur drei verwendet habe, da eine nicht schön wurde. Diese konnte ich dann super für eine Art Triffle verwenden, den meine Schwester und Mama kredenzt bekamen. Die Erdbeeren habe ich in kleine Streifen geschnitten, wobei ich nicht sonderlich darauf geachtet habe, dass sie alle exakt der gleichen Größe entsprechen müssen. Es geht also recht schnell.
Nun tränkt ihr die Böden großzügig mit Rum -das ist natürlich optional und kann auch mit Saft gemacht werden – und gebt eine dünne Schicht Erdbeerkonfitüre auf den Boden. Darüber kommt eine Lage Sahne und geschnittene Erdbeeren. Fahrt in dieser Art auch mit den anderen Schichten fort. Achtet dabei darauf, dass die Erdbeeren an den Rändern ein wenig hervortreten, damit sie gut sichtbar sind. Die oberste Schicht kann man gestalten, wie man lustig ist, da ich aber noch so einiges an Edbeeren übrig hatte, habe ich mich dafür entschieden eine Spirale zu basteln, die mich fast alle Erdbeeren gebraucht hat. Doch wie gesagt, gibt es hier keine festen Regeln oder Formen. Das wichtigste ist ohnehin der Geschmack, nicht wahr?

Im übrigen hatte ich ansonsten ein wirklich tolles, wenn auch recht turbulentes Wochenende. Freitag hatte ich Besuch von einer Lieblingsperson, die mir ursprünglich beim Backen helfen wollte. Diverse Umstände und das Unwetter, dass hier nur ein paar Minuten aber dafür reichlich herrschte, haben diese Pläne ein wenig vereitelt. Der Kuchen entstand dahr erst am Samstag. Probiert habe ich ihn aber wie gesagt leider nicht, da ich ganz spontan noch einen anderen Favoritmensch vom Düsseldorfer Flughafen abholen musste, der da elend gestrandet war. Als ich Nachts erschöpft ins Bett gefallen bin, hat gefühlt eine Minute später der Wecker dann laut und erbarmungslos geschrillt, da ich den Sonntag im Bergischen in den Alnoküchenstudios verbringen und bei einem Workshop von Chefkooch.de unter der Anleiung von Fräulein Kimchi kochen durfte. Es war ein wirklich toller Tag, über den ich Kürze genauer berichten werde. Fürs erste muss ich aber wieder zurück in die leidige Realität und mich auf meine mündlich Abschlussprüfung vorbereiten. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Nachbacken, egal ob nackt oder bekleidet ;).

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Warmer Couscoussalat mit Rucola

Heute ist der zweite Juni, und damit ist der Frühling im Grunde schon wieder vorbei, und macht dem Sommer Platz – zumindest Theoretisch. Denn wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit oder zur Uni die Menschen rundherum ein wenig begutachtet oder einen Blick auf seine eigenen 7000 Schichten Kleidung wirft, kommt überhaupt kein sommerliches Gefühl auf. Im Gegenteil sogar. Man hört zwar ständig, dass es bald auf jeden Fall wärmer wird, doch so richtig viel habe ich davon hier im schönen Bonn jetzt noch nicht mitbekommen.

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Couscoussalat-zutaten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Markt bekommt allerdings gleich ein ganz anderes Gefühl, da überall zunehmend sommerliche Gemüse- und Obstsorten angeboten werden.
Und als vor ein paar Tagen die Sonne mal ein paar zaghafte Versuche gemacht hat, sich länger und kräftiger zu zeigen, habe auch ich direkt die Gelegenheit beim Schopf gepackt und für mich und zwei Lieblingspersönchen ein bisschen Sommer in den Topf gepackt. Dabei heraus kam eine warmer Couscoussalat mit Hühnchen und Rucola.
Das Gericht ist recht unkompliziert und in der Zutatenwahl sehr variabel.
Da ich noch einige Karotten und Pilze hatte, die sich dem Ende ihrer Haltbarkeit neigten, viel meine Entscheidung darauf, doch im Prinzip kann man wirklich alles nehmen, was man gerade im Haus und Lust darauf hat.

Für 3 Personen braucht ihr: Couscoussalat-messer
250g frische Champignons
400 g Hühnchenfilets
250-300 g Möhren
1 mittelgroße Zucchini
1/2 Tl Salz
1 Tasse Couscous
250 ml passierte Tomaten
Cocktailtomaten
Rucola
Cashewkerne
Zubereitung:
Zunächst wird, wie bei jedem Salat erst einmal geschnippelt. Das Fleisch, die Pilze, die Zucchini und die Möhren werden in mundgerechte Stücke geschnitten. In einem großen Topf – in meinem Fall war es ein gusseiserner Wok – erhitzt ihr das Öl, indem zuerst die Möhren, die Zucchini und das Hühnchen angebraten werden. Anschließend salzen. Nach etwa 10 Minuten kommen die passierten Tomaten, der Couscous und die Pilze dazu. Anschließend kann die Hitze auf eine niedrige Temperatur reduziert werden und das Gericht weitere 5-10 Minuten langsam köcheln, bis der Couscous gar und auf seine doppelte Größe gequollen ist. Die Chashews können bereits beim Kochvorgang oder erst später hinzugefügt werden, abhängig davon, welche Konsistenz bevorzugt wird. Sobald der Couscous fertig gegart ist, nehmt ihr den Topf von der Kochplatte und lasst die Masse unter gelegentlichem Umrühren etwa 5 Minuten abkühlen.
Anschließend gebt ihr die Cocktailtomaten und den Rucola über das Gericht und vermischt alles miteinander. Der Rucola hat den Vorteil, dass er auch unter Wärmeeinwirkung noch eine Zeit lang recht knackig bleibt, es empfiehlt sich aber trotzdem den Couscoussalat zeitnah zu servieren.

Couscoussalat-Topf

Für einen lauen Sommerabend ist das Rezept wirklich super und eignet sich bestimmt auch gut als Mitbringsel für Grillabende, ausprobiert habe ich das zwar selbst noch nicht, bin aber optimistisch, dass der Sommer auch mich dieses Jahr noch erreichen wird und werde es bei Gelegenheit bestimmt in Angriff nehmen können.

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Spargelgerichte – Eine Zutat 1000 Möglichkeiten

Manchmal ist es wirklich zum verrückt werden. Obwohl ich es mir die ganze Zeit vornehme, schaffe ich es einfach nicht, meine ganzen Rezepte, die ich in der Pipeline habe hochzuladen. Zuerst war ich krank und dann kam irgendwie ständig das Leben dazwischen. Manchmal scheitert es auch einfach daran, dass ich etwas tolles gekocht habe, aber vergessen es zu fotografieren. In solchen Fällen ärgert man sich natürlich am allermeisten. Nun habe ich es aber doch endlich geschafft mich hinzusetzen und kann heute daher sogar gleich mit mehreren Rezepten aufwarten. Und das beste daran ist, dass sie sich alle um die selbe Zutat drehen!
Der Mai ist ja bekanntlich Spargelzeit und auf dem Markt und in den Läden werden die weißen und grünen Stangen rege angepriesen. Auch in Kochzeitschriften und auf Foodblogs dreht sich momentan fast alles um Rezepte für und mit Spargel. Ich für meinen Teil liebe Spargel sehr und habe daher beschlossen euch heute unterschiedliche Spargel-Variationen vorzustellen.

Zunächst wäre da einmal die ganz klassische Spargelzubereitung. Dafür braucht ihr:

Pro Person 300-400 g Spargel
Pro Person 3-4 Scheiben Schinken (gekocht oder geräuchert)
Pro Person 3-5 Kartoffeln
1 Tl Salz
1 Tl Butter
1/2 Tl Zucker
1 EL Butter oder Margerine
3 El Mehl
optional: 2-3 EL Sahne oder Milch

Spargelplatte

Zuerst müsst ihr den Spargel gut schälen. Alle Stellen, die euch ein wenig holzig erscheinen, solltet ihr wegschneiden, da das Essen sonst kein besonderes Vergnügen wird. Die Schalen müsst ihr übrigens nicht direkt wegschmeißen, da man sie hervorragend verwenden kann, um damit eine Spargelbrühe zu kochen. Die Kartoffeln werden ebenfalls geschält, halbiert und in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze gekocht.

Den geschälten Spargel bündelt ihr mit einem Bindfaden, oder ihr verwendet einen länglichen Topf, in dem ihr den Spargel waagerecht platzieren könnt. Wenn ihr den Spargel aufrecht in den Topf stellen müsst, ist es wichtig, dass die „Köpfe“ nach oben gerichtet sind. In den Topf füllt ihr nun so viel Wasser ein, dass der Spargel zu 2/3 mit Wasser bedeckt ist. Nun gebt ihr 1 Tl Salz, 1 Tl Butter und 1 halben Tl Zucker ins Wasser. Der Spargel braucht etwa 15-20 Minuten zum garen, und ist damit relativ zeitgleich mit den Kartoffeln fertig.

Sobald alles fertig gegart ist, könnt ihr die Kartoffeln abschütten und den Spargel aus dem Wasser nehmen. Das Wasser aber nicht abgießen!
Normalerweise isst man zu Spargel ja gerne eine Hollandaise. Die ist sehr lecker, aber auch sehr mächtig. Deshalb gibt es bei uns für gewöhnlich stattdessen eine Spargel-Bechamelsauce.
Dafür braucht ihr einen kleinen Topf, oder eine kleine Pfanne (Ihr könnt auch einfach den Kartoffeltopf verwenden, wenn ihr ihn zur Hand habt). In dem Topf verrührt ihr 1 El Butter oder Margerine mit dem Mehl zu einer sogenannten Mehlschwitze – passt dabei auf, dass ihr sorgfältig rührt, damit keine Klumpen entstehen. Nun gebt ihr vorsichtig einen Schluck von dem Spargelwasser zu der Mehlschwitze und verrührt dies gut. Gießt langsam so viel Spargelbrühe nach, bis die Konsistenz euch zusagt. Wer es gerne cremig mag, kann gerne noch einen weiteren Stich Butter, oder 1-2 El Sahne oder Milch hinein geben. Die Herstellung der Sauce braucht im Grunde nur 1-2 Minuten, der Spargel muss also nicht kalt verzehrt werden.
Zu den Kartoffeln und dem Spargel serviert ihr einen Teller mit Schinken. Meine Mutter rollt diesen meist zu einer Blütenartigen Konstruktion, was ich sehr hübsch finde, aber jedem selbst überlassen sein soll. Die Hauptsache ist ja ohnehin, dass es schmeckt. Der Vorteil ist, dass ihr für die Schinken-Variante keine zusätzliche Herdplatte benötigt.

spargelsuppe

Ein weiteres ganz weit verbreitetes Rezept ist natürlich die Spargelsuppe. Ich kann euch hier, nicht direkt ein Rezept im eigentlichen Sinne verraten, denn ich muss jetzte gestehen, dass ich ein Tütensuppenmensch bin. (Ja ich weiss, Asche auf meinem Haupte) Aber, dafür kann ich euch einen tollen Tipp geben, der die Suppe aus der Tüte praaaaktisch wieder zur Eigenkomposition werden lässt: Wenn ihr die Suppe nach Anleitung der Packung kocht, dann verwendet anstatt Wasser, die Brühe, welche ihr beim Kochen vom Spargel, oder beim Auskochen der Schalen erhaltet. In Einmachgläsern ist diese Flüssigkeit auch eine Weile haltbar und kann so auch über die Dauer des Essens selbst verwendet werden. Die Suppe kriegt damit einen ganz intensiven Spargelgeruch und -geschmack, der sich wirklich lohnt!

spargel-carpaccio

Und das letzte, und wie ich finde, besonderste Rezept ist: Spargel-Carpaccio

Das Rezept ist allein deswegen super, weil ihr damit super potentiellen Bruchspargel verbrauchen könnt. Es geht dazu auch noch schnell, sieht toll aus und ist eine fantastische Vorspeise.
Was benötigt:
4 Stangen (Bruch)spargel
1 Ei
2-3 EL Weissweinessig
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer

Zunächst kocht ihr das Ei etwa 10 Minuten und lasst es auskühlen. Der Spargel wird mit Hilfe eines scharfen Küchenmessers in möglichst feine längliche Streifen geschnitten. Anschließend pellt ihr das Ei und hackt es in kleine Stücke. Vermengt das Ei mit dem Essig und dem Salz, so dass eine Art Vinaigrette entsteht. Die Spargelstreifen werden auf einem Teller sternförmig arrangiert und mit der Vinaigrette übergossen. Und tadaaa – Schon habt ihr eine ausgefallene Vorspeise. Ich gebe zu, dass ich zunächst ein wenig spektisch dem Rezept gegenüberstand, doch nachdem ich es probiert habe, hab ich mich absolut darin verliebt. Der rohe Spargel schmeckt frisch, knackig und macht definitiv Lust auf mehr.
Optional könnt ihr die Vorspeise auch noch mit essbaren Blumen oder Kräutern dekorieren. Ich verspreche euch einen geschmacksintensiven Blickfang!
Und nun wünsche ich euch ein wunderschönes Pfingstwochenende und viel Spaß beim selbst zubereiten.

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Teufelskuchen – eine teuflisch leckere Verführung

Kaum zu fassen, dass morgen bereits der erste Mai ist. Gefühlt schreitet das Jahr bisher mit Siebenmeilenstiefeln voran – doch traditionell tauscht man diese in der Nacht zum ersten Mai ja bekanntlich gegen ein Paar Gummistiefel oder Tanzschuhe –je nachdem, ob man einen Maibaum stellt oder in den Mai hineintanzt. Und wem das keinen Spaß macht, der kann sich auf einem der zahlreichen Maifeste auch so amüsieren. Daneben ist die Nacht auf den 1. Mai – wie ich als stolze Tochter eines Historikers und Geschichtsstudentin nur zu gut weiss – auch unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt, in der dem Mythos zur Folge die Hexen zum Tanz auf den Blocksberg flogen. Mancherorts –habe ich gehört, aber selbst nie erlebt – wird sie auch noch durch Hexenfeste- oder streiche gefeiert. Man sieht also, der Mai hat schon auf den allerersten Blick so richtig was zu bieten.
Für mich und meine Familie geht die Feierei jedoch immer schon einen Tag vorher los, da wir am 30. April den Geburstag meines Papas feiern. Und zu einer Geburtstagsfeier muss natürlich auch eine Torte her, das versteht sich doch von selbst oder?
In diesem Jahr habe ich mir daher überlegt, die verschiedenen Motive der Mainacht in einem Kuchen zu vereinen, besonders da mein Vater sich lange Zeit intensiv mit der Thematik der Hexenverfolgung beschäftigt hat. Ein richtiges Rezept für einen Hexenkuchen habe ich aber nicht finden können (klar, ich hätte eine Motivtorte machen können, habe mich aber dagegen entschieden), dafür aber ein super leckeres Rezept für einen Teufelskuchen – und der spielt ja beim Hexensabbath auch eine Rolle. Wieso man diesen Kuchen allerdings so bezeichnet, ist mir absolut schleierhaft. Höchstens fiele mir ein, um mich an einem flachen Wortspiel zu versuchen, weil er teuflisch gut schmeckt? Wie dem auch sei: Die Torte kann was!
Die viele Schokolade fand ich allerdings ein wenig zu schwer und „winterlich“ – deswegen habe ich mich kurzerhand für eine Garnierung aus Beeren entschlossen, um der Torte eine leichtere und „frühlingshafte“ Note zu geben.

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Ihr braucht für den Teig (18er Springform):
40 ml Milch
10 ml Wasser
1 EL Honig
50 g Zartbitterschokolade
100 g Margaine
120 g Zucker
2 Eigelb
2 Eiweiß
70 g Mehl
30 g Kakao
1 getrichener Tl. Backpulver

Ihr braucht für die Creme und die Garnierung:
100 Sahne oder Kondenzmilch
150 g Zartbitterschokolade
3 gehäufte Tl Joghurt (3,5% Fett)
1 Prise Salz
Beeren oder Früchte

Ihr braucht außerdem:
1 Springform (18 cm)
1 kleiner Topf
Backpapier
Salz

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Als erstes wird die Creme hergestellt, da sie am besten mehrere Stunden ruht, bevor sie auf dem Kuchen verteilt wird. Dafür erhitzt die die Kondenzmilch in einem kleinen Topf und hackt die Schokolade klein, die ihr in eine Schüssel geben könnt. Sobald die Kondenzmilch heiß genug ist (aber nicht kocht!) gießt ihr den Inhalt des Topfes über die Schokoladenstück – noch nicht umrühren!
Nach ein paar Minuten gebt ihr noch den Joghurt zu der Schokoladen-Sahnemischung und beginnt vorischtig alles miteinander zu einer homogenen Masse zu verrühren. Das kann ein bisschen dauern, gelingt aber sobald die Schokolade geschmolzen ist. Nun könnt ihr die Schüssel zur Seite stellen und mit einem Küchentuch abdecken. In den Kühlschrank sollte die Creme allerdings nicht, sondern am besten bei Zimmertemperatur auskühlen.
Jetzt geht’s an den Teig. In dem Topf in dem ihr vorher die Sahne erhitzt habt (dann ist es weniger zu Spülen und schlecht ist es nicht) könnt ihr nun das Wasser und die Milch zusammen mit dem Honig erhitzen. Auch hier gilt es, den Topf von der Flamme zu nehmen, bevor die Flüssigkeit kocht. Rührt nun die restliche Schokolade (100g) in die Honigmilch mit ein.

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Die Margarine wird mit dem Zucker schaumig geschlagen. Nun gebt ihr die Eier hinzu und dann im Wechsel die Schokoladenmasse und die trockenen Zutaten.
Nun wird das Salz in dem großen Topf erhitzt. In dieser Zeit könnt ihr den Teig in eine leicht gefettete Springform, die am Boden mit Backpapier ausgelegt ist, umfüllen. Wenn ihr nicht mit der Methode vertraut seid, einen Kuchen in einem Topf zu backen, findet ihr hier die genaue Anleitung.
Wer von euch einen Backofen hat, kann diesen auf 180° Umluft vorheizen und den Kuchen etwa 20-30 Minuten backen. Bei der Methode den Kuchen im Topf zu backen ist es wirklich wichtig, die Hitze auf der kleinsten Stufe zu belassen. Der Kuchen ist nach etwa einer halben Stunde gar, auch wenn es an der Oberfläche noch ein wenig zu weich wirkt. Beim Auskühlen härtet diese aber noch weiter aus, also keine Sorge.
Den gebackenen Kuchen aus seiner Form lösen und komplett auskühlen lassen. Anschließend könnt ihr die Torte mit der Creme einstreichen und mit den Früchten garnieren.

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