Monthly Archives: November 2014

Fräulein Kleinigkeit’s Spaghetti Alfredo

Wer mich kennt, der weiss, dass es für mich kaum etwas schöneres gibt als für liebe Menschen Essen zuzubereiten. Tatsächlich macht mich das nicht nur glücklich sondern ist eine Entspannungsmethode von mir. Doch manchmal sind die äußeren Umstände leider weniger entspannend, man muss lange arbeiten, noch einkaufen und die Wohnung ist auch nicht das, was man als „empfangstauglich“ bezeichnen würde. In solchen Momenten bin ich immer froh, wenn ich etwas zubereiten kann, was schnell und wenig aufwendig ist. Sprich, niedrige Garzeit, relativ wenig Zutaten und große Wirkung.
Wie meine Variante von Spaghetti Alfredo, die ich euch heute gerne vorstellen möchte.
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Spaghetti Alfredo habe ich zum ersten Mal tatsächlich in den USA und nicht in Italien gegessen. In Deutschland scheint es nicht so weit verbreitet zu sein, doch unter amerikanischen Vloggern und Bloggern gehört es zu den Italienischen Standartgerichten. Wie es sich tatsächlich mit der Herkunft dieser Saghettivariation verhält weiss ich nicht genau, aber wer auch immer dafür verantwortlich ist, wusste ganz offensichtlich was er tut.
Normalerweise wird dieses Gericht mit Sahne und Parmesan zubereitet, da ich allerdings kein großer Freund von allzu schwerem Essen bin präsentiere ich euch heute eine etwas leichtere Variante, die mit Kondenzmilch und Milch zubereitet wird. Das Fett im Parmesan tut schon seinen Teil dazu ;). Ein weiterer Vorteil ist, dass fast alle verwendeten Zutaten sehr gut haltbar sind, und damit als Grundstock zu meinem regulären Vorrat gehören.
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Ihr braucht dafür:
  • 1 (rote) Zwiebel
  • 2 kleine Knoblauchzehen oder Knoblauchgranulat
  • 1 El Olivenöl
  • 1/2 Tl. Salz
  • 1 Schluck Wein (optional)
  • 340 ml (1 Packung) Kondensmilch
  • ca. 100 g. gekochter Schinken
  • ca. 150 g. Tomaten
  • 250 g Spaghetti
  • 1 Prise Muskat
  • italienische Kräuter
  • frischer Basilikum (optional)
  • 100 ml. Milch
  • 50g Parmesan
Zuerst schwitzt ihr gewürfelte Zwiebeln und Knoblauch in einem kleinen Topf mit einer Prise Salz an. Gleichzeitig erhitzt ihr Wasser in einem großen Topf, in dem später die Spaghetti gegart werden. Würfelt den gekochten Schinken und gebt ihn zu den Zwiebeln. Wenn das Wasser kocht, könnt ihr die Spaghetti hinein tun. Wenn es noch ein kleines bisschen schneller gehen soll, empfehle ich euch, das Wasser erst zu salzen, wenn es bereits kocht, da gesalzenes Wasser langsamer seinen Siedepunkt erreicht als ungesalzenes. Aber das nur als kleiner Tipp am Rande.
Nun geht es weiter mit der Soße. Löscht die Zwiebeln und den Schinken mit euer Kondenzmilch, dem Wein und der Milch ab, gebt anschließend den Parmesan dazu und würzt alles nach Belieben. Ich habe auch noch frische Petersilie und Basilikum dazu getan, weil ich es gerade da hatte. Das ist aber optional. Die Spaghetti sollten in der Zwischenzeit „Al dente“ sein und können abgegossen werden. Wichtig: Nicht abschrecken, da sonst die Stärke verloren geht!
Nun füllt ihr die Soße in den größeren Topf und gebt die Spaghetti hinzu – alles auf niedriger Temperatur eine Minute miteinander verrühren und dann servieren.
Als Garnierung habe ich einige Blätter frischen Basikilum verwendet. Wenn ihr keinen vorgeriebenen Parmesan verwendet, würde ich euch aber auch ein paar Parmesansplitter empfehlen.
Das Gericht lässt sich im Großen und Ganzen in unter 20 Minuten zubereiten, schmeckt fantastisch und liegt nicht so schwer im Magen, da die Kondenzmilch wesentlich weniger Fettgehalt hat, als Sahne. Für einen gemütlichen und dann doch sehr entspannten Abend ist es also genau das richtige.

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Kürbis-Gewürz-Küchlein

Zurück aus einem Kurzurlaub in Budapest, wo ich sehr liebe Menschen besucht habe, muss ich mich langsam aber sicher wieder mit den wichtigen Dingen des Lebens befassen. Es gibt Sachen für die Uni und den Job zu tun, Meine Wohnung verlangt dringend nach einer Grundreinigung und zu allem Überfluss geht es nun auch bald mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf Weihnachten zu. Doch bevor ich euch mit einem Plätzchenrezept nach dem anderen bombadiere, dachte ich, dass ich mich zuvor lieber noch ein wenig mit den wundervollen Gerichten beschäftige, die der Herbst so bringt.

Vor ein paar Wochen habe ich diese fantastischen Kürbis-Gewürz-Küchlein gemacht, es aber bisher nicht geschafft, das Rezept mit euch zu teilen. Macht aber nichts, denn erstens gibt es ja noch jede Menge Kürbis zu kaufen und zweitens passen diese kleinen Kuchen meiner Vorstellung nach auch ganz toll zu Glühwein und Konsorten, und passen daher ganz hervorragend in den kalten November.

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Ich sollte aber noch voraus schicken, dass sie nicht so süß sind, wie normale Muffins oder Kuchen, was ich ganz persönlich sehr mag, aber nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Die Süße lässt sich aber ganz einfach varierien, indem ihr dem Teig mehr Zucker zuführt.

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Ihr braucht:

300 g Hokkaido, gedämpft und zerstampft
100 g Zucker
2 Eier
225 g Mehl
1/4 Päckchen Backpulver
1/4 TL Salz
75 ml Öl
1/4 TL Ingwerpulver
1/4 TL Muskatnuss
1/2 TL Zimt

Zunächst bereitet ihr den Kürbis vor. Hokkaido hat den Vorteil, dass die Schale essbar ist, was bedeutet, dass ihr den Kürbis nur waschen, in grobe Stücke zerteilen und die Kerne entfernen müsst. Von dem Fruchtfleisch solltet ihr dann etwa 300 g abwiegen. Vermutlich wird etwas über bleiben, was man aber super zu Gemüse oder anderen Gerichten verarbeiten könnt.
Die Kürbisstücke sollten am allerbesten gedämpft oder in ganz wenig Wasser gekocht werden. Ich habe einen Doppeltopf, der einen Dämpfeinsatz hat, ihr könnt aber auch ein Sieb nehmen. Wenn ihr den Kürbis lieber kocht, dann solltet ihr nur ein paar Esslöffel Wasser verwenden, da der Kürbis sonst wässrig wird.
Nach ein paar Minuten ist das Fruchtfleisch weich und fertig zur Weiterverarbeitung. Mit einer Gabel könnt ihr alles grob zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Als nächstes vermischt ihr alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zusammen und gebt dann das Öl und das Ei dazu. Dann kann der Kürbis untergehoben werden, bis sich alles miteinander zu einem zähen Teig vermischt hat.

Nun wird der Teig wie hier beschrieben gebacken. Wenn ihr einen Backofen habt, könnt ihr die kleinen Kuchen bei 190° etwa 20 Minuten backen. Ich habe natürlich wie immer die erste Variante ohne Backofen genommen, und empfehle daher, bei einer Verwendung des Backofens die regelmäßige Stäbchenprobe.

Wenn die Küchlein ausgekühlt sind, können sie noch verziert oder mit Zuckerguss bestrichen werden. Ich habe dafür etwa 5 gehäufte EL Puderzucker mit einer Prise Zimt, Ingwer und Muskatnuss vermischt und mit ein wenig Flüssigkeit und einem Tropfen Vanillearoma zu einer dickflüssigen Masse verrührt. Ich kann mir aber auch sehr gut einfach einen Zartbitter-Schokoguss oder ein Creamcheese-Frosting vorstellen. Letzteres erhöht natürlich die Süße der Kuchen erheblich.

Die kleinen Kuchen haben zudem den Vorteil, dass sie sich relativ lange halten. Ich persönlich fand sogar, dass sie am zweiten Tag wesentlich saftiger und intensiver geschmeckt haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Start in eure Woche!

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Patatas bravas mit Guacamole und Chili-Zitronen-Huhn

Vorletzte Woche hatte ich ein herrlich kulinarisches Wochenende. Vielleicht habt ihr meinen Post von dem Tassenkuchen bereits gesehen, doch genau genommen fing das Wochenende schon am Freitagabend so richtig gut an. Den habe ich im Stil eines mexikanischen Abends mit einer Lieblingsfreundin verbracht, mit Patatas bravas, Chili-Zitronen-Hühnchen, Guacamole und reichlich Mexikaner (Auch sehr leicht herzustellen, das Rezept dafür gibt es auch bald einmal) :D. Es war nicht nur ein lustiger, schöner Abend, sondern auch ein ganz besonders leckerer. Und da sich das Rezept nicht nur sehr gut mit zwei Kochplatten zubereiten ließ sondern auch noch fantastisch aussah, wollte ich euch dies natürlich keineswegs vorenthalten.

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Ihr braucht:

– Patatas Bravas –
– ca. 250 g Kartoffeln

– 1-2 EL Olivenöl
-2-3 gehäufte EL Mehl
-5 EL Öl zum Braten

 -Chili-Zitronen-Huhn-
-350 g Hähnchen-Innenfilet

-1 TL Sonnenblumenöl
-1/2 TL Knoblauchsalz
-Pfeffer
-Chilipulver, ca. 1/4 TL
– Saft einer halben Zitrone

-Guacamole-
-Saft 1/2 Zitrone

-1 Avocado
-1/4 TL Knoblauchsalz
-Pfeffer
-1-2 Cocktailtomaten, fein gehackt (optional)

Zuerst wendet ihr euch den Kartoffeln zu. Sie müssen gewaschen, getrocknet und in Würfel geschnitten werden. In einer großen Schüssel vermengt ihr 1-2 Esslöffel Olivenöl mit den Kartoffeln.
Dann gebt ihr 5 gehäufte Esslöffel Mehl dazu. Ihr könnt das Mehl entweder unterheben oder, so mache ich es gerne, die Schüssel abdecken und schütteln. Wenn das Mehl an den Kartoffeln haftet, erhitzt ihr 5-10 Esslöffel Öl in einer großen Pfanne und schüttet die Kartoffeln dazu. Es empfiehlt sich die Kartoffeln schnell in der Pfanne zu „verrühren“, damit sich nicht bloß die unteren Kartoffeln mit Fett vollsaugen. Deckt nun die Pfanne ab, entweder mit Backpapier oder einem passenden Deckel, und reduziert die Hitze auf eine mittlere Stufe.

Während die Kartoffeln in der Pfanne garen, kann man sich an das Hühnchen machen. Vermischt das Filet mit den Gewürzen, dem Öl und dem Zitronensaft und lasst es etwa 20 Minuten in Ruhe marinieren. Natürlich kann man das Hühnchen auch schon viel früher vorbreiten, doch finde ich das gar nicht unbedingt notwendig, da die Säure in dem Zitronensaft schnell auf das Fleisch einwirkt.

Nehmt nun die frische Chilischote zur Hand, schneidet diese in Ringe und legt sie erstmal zur Seite.

 

Für die Guacamole halbiert ihr eine Avocado und entkernt sie. Mit einem Löffel könnt ihr das Fruchtfleisch auslöffeln und in einer kleinen Schale mit einer Gabel grob zerkleinern. Verührt die Masse mit dem Zitronensaft, dem Knoblauch, und den Gewürzen. Da ich ohnehin einen kleinen gemischten Salat zum Essen gemacht habe, habe ich noch 1-2 Cocktailtomaten sehr fein geschnitten und in die Guacamole gegeben. Das ist aber optional.

 

Nach etwa 20 Minuten könnt ihr ein wenig Öl (ca. 1 Teelöffel) in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Chiliringe in die Pfanne legen. Gebt nun einfach die Hühnchenfilets auf die Chilistücke. Wer mag kann auch die restliche Marinade über das Hühnchen schütten. Ich kann es nur empfehlen. Nach etwa 10 Minuten ist das Filet durchgebraten, und auch die Kartoffeln haben das Ende ihrer Garzeit erreicht.

Soweit ich weiss, werden die „originalen“ Patatas bravas eigentlich nicht in einer Pfanne gebraten, sondern frittiert. Lecker ist das allemal, ich kann aber jeden nur empfehlen auch einmal die „Diät-Version“ zu versuchen. Die Zubereitung ist relativ schnell, sehr entspannt und das Ergebnis ist nicht nur lecker, sondern kann sich sehen lassen!

 

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