Monthly Archives: Dezember 2014

Salted-Caramel-Pralinen

Ich esse eigentlich gar nicht so gerne süßes. Aber diese Salted-Caramel-Pralinen sind – das muss sogar ich zugeben – einfach ein Traum.
Insgesamt relativ unaufwendig, und ein schönes Mitbringsel für verschiedene Gelegenheiten.
Das Rezept für das gesalzene Karamell habe ich bereits kurz vor Weihnachten als last-Minute Idee auf meiner Facebook-Page gepostet und kann hier eingesehen werden.

Ihr braucht:

150 g Rohrzucker
70 ml Sahne oder Kondenzmilch
evtl. 1 El Wasser
50 g Butter oder Margerine
1-2 Tafeln Zartbitterschokolade

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Die Schokolade wird in zwei Schritten geschmolzen. Zuerst die eine Tafel, mit der ihr die obere Hülle der Praline fertigt und dann im letzten Schritt die zweite Tafel, aus der der Boden entsteht. Als temperiert ihr die erste Tafel Schokolade. Zugegeben bin ich darin noch immer ein wenig ungeübt, werde aber nach und nach besser. Temperierte Schokolade bedeutet, dass die Schokolade nicht zu stark erhitzt wird, damit sie nach dem erkalten ihre Form behält, schön glänzt und knackig bleibt. Daher sollte man die Schokolade vor dem Schmelzen in möglichst kleine Stücke hacken, und mit indirekter Hitze, also Wasserdampf erwärmen. Gebt etwa 3/4 der gehackten Schokolade in eine Glas- oder Porzellanschüssel und setzt diese auf einen Topf mit kochendem Wasser – wichtig ist, dass die Schüssel das Wasser nicht berührt. Wenn sich die Schokolade soweit ausgelöst hat, dass kaum noch Klümpchen vorhanden sind, könnt ihr das letzte Viertel Schokolade einrühren.

Die Schokolade füllt ihr nun in eine Pralinen oder Minicupcake-Form. Ihr könnt auch größere Formen verwenden, wenn ihr das mögt. Am geeignetsten sind Silikonformen, da sich die Pralinen hier später leicht herauslösen lassen.

Nach etwa 1 Minute kippt ihr eure Schokoladenfüllung aus der Form auf ein Backpapier. Auf diese Weise erhaltet ihr schöne Hüllen, da nur das innere aus den Formen herausfließt. Je länger ihr die Formen verkehrt herum haltet, desto dünner ist eure spätere Schokohülle. Die Pralinenform kann nun zum aushärten in den Kühlschrank.

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Jetzt ist das Karamell dran. Das Fett in einem Topf zerlassen und mit dem Zucker verühren. Aufkochen lassen, bis der Zucker leicht bräunlich wird. Dann sofort die Hitze stark reduzieren und die Kondenzmilch einrühren. Vorsicht dabei, dass ihr euch nicht verbrennt. Wenn euch das Karamell noch zu dickflüssig ist, könnt ihr noch ein oder zwei Schlucke von der Sahne oder der Milch hinterhergeben und denkt daran, dass das Karamell beim abkühlen fester wird. Nun gebt ihr ein paar Körner Meersalz oder einen 1/4 Teelöffel Tafelsalz hinzu.

Lasst das Karamell noch ein bisschen abkühlen bevor ihr es in die Form füllt, damit die Schokohülle nicht zerfließt. Die Pralinenform kommt anschließend, karamellbefüllt, für etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

Zu guter letzt temperiert ihr eure zweite Tafel Schokolade, und gebt diese anschließend über die Karamellmasse. Damit die Pralinen einen schönen Abschluss bilden, sollte das Karamell nicht bis ganz oben eingefüllt werden. Die überschüssige, flüssige Schokolade könnt ihr mit einer Palette, oder einem Messer „abwischen“, so liegen die Pralinen am Schluss alle auch flach auf.

Ich habe die Form über einen halben Tag im Kühlschrank gehabt. Das ist vermutlich länger als eigentlich notwenig wäre, damit sich das Karamell und die Schokolade richtig setzen kann. Vermutlich reichen weitere 1-2 Stunden.

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Die Karamellmasse reicht für mehrere Pralinenformen. Da ich allerdings nur eine besitze, hatte ich am Ende noch einiges an Sauce übrig. Entweder ihr macht eine weitere Ladung Pralinen oder ihr verwendet das Rest-Karamell für Eis, Kaffee, Kakao, Pfannkuchen oder Pudding. Die Möglichkeiten sind eigentlich grenzenlos.

 

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Garnelen-Kokos-Curry

Wie fast jede Frau kann ich sehr ausdauernd shoppen gehen. Und da ich eine Frau bin, die für ihr Leben gerne kocht und backt bezieht sich diese Aussage nicht nur auf Mode- oder Schmuckgeschäfte. Da ich am letzten Freitag ein wenig Zeit vor einem Termin hatte und mir an dem Tag nach etwas „besonderem“ zum Abendessen war bin ich also Lebensmittel-shoppen gegangen auf der Suche nach einem Gaumenerlebnis.
Das Ergebnis meines kleinen Ausfluges präsentiere ich euch hiermit voller Stolz:
Garnelen-Kokos-Curry mit Fettucine.
Ich kann nur sagen: Macht es! Es geht (relativ) schnell, es schmeckt fantastisch und es sieht auch noch sehr ansprechend aus…zumindest fand das meine Schwester, die mich an diesem Tag besucht hat und promt meine  Testesserin wurde.
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Ihr braucht dafür:
250 g Garnelen
5 g Ingwer
63 g Möhren
180-200 g Nudeln
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
4 Lauchzwiebeln (etwas für die Deko übrig lassen)
Tomaten
1 El Honig
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Ihr seht, es ist eine überschaubare Menge an Zutaten. Die Vorbereitungszeit beträgt etwa 10 Minuten, die Garzeit etwa 15-20. Insgesamt lässt sich das Gericht also in knapp einer halben Stunde vorbereiten. Nun aber genug der Worte, hier gibts das Rezept:Wenn ihr frische Garnelen nehmt, müsst ihr diese natürlich erst einmal entdarmen und ordentlich waschen. Ich habe mich allerdings für die Tiefkühlvariante entschlossen.

Ein vernünftiges Tiefkühlgerät habe ich zwar nicht – doch da die Garnelen ohnehin am selben Abend zubereitet wurden, konnte, habe ich die bis dahin verstreichende Zeit genutzt, sie im Kühlschrank an- bzw. auftauen zu lassen.

Jetzt geht es ans schnippeln! Ihr hackt zunächst einmal den Knoblauch und den Ingwer klein – Ingwer und Knoblauch können zusammen in ein Schälchen – und stiftelt eure Möhren. 
Die Lauchzwiebeln müsst ihr ebenfalls klein schneiden, und einen Teil davon für die Dekoration beiseite legen (etwa 3 EL). Die Cherrytomaten halbiert ihr einfach.
Damit wären die nötigsten Vorbereitungen getan. 
Ihr benötigt zunächst die kleinere Kochplatte – hier wird das Curry gezaubert. Stellt aber gern bereits einen Topf mit Wasser auf die hintere Kochstelle und lasst das Nudelwasser erhitzen. (Das ist leider keine besonders energiesparende Variante – doch mein Wasserkocher ist momentan ein bisschen zickig.)
In einem Topf erhitzt ihr Olivenöl (1 TL) und gebt den Ingwer und den Knoblauch hinein. Es empfiehlt sich hier nun direkt eine Prise Salz beizugeben, da dadurch verhindert wird, dass euer Knoblauch schwarz und demnach bitter wird. Auch die Möhren können schon in den Topf gegeben werden. Nach etwa 2-3 Minuten könnt ihr den Honig ebenfalls hinzugeben – Knoblauch, Ingwer und die Möhren können dadurch ein bisschen karamellisieren.
Holt nun die Garnelen aus dem Kühlschrank (in Singleküchen ist wenig Platz, wenn ihr aber über genug Raum verfügt, könnt ihr die Garnelen natürlich auch schon vor dem Kochen herausnehmen) und lasst sie mit dem Knoblauch und dem Ingwer anbraten. 
Nach etwa 5 Minuten könnt ihr den Lauch dazu geben.*
Mittlerweile müsste auch das Wasser kochen. Gebt nun eure Fettucine und etwas Salz hinein und lasst sie unter gelegentlichem Umrühren al dente werden – die Aufmerksamkeit sollte allerdings in erster Linie dem Curry dienen. 
Nun wird die Currypaste untergerührt und alles mit der -noch halbfesten- Kokosmilch „abgelöscht“.  Macht euch keine Sorgen, wenn die Soße sehr dünnflüssig ist, dass ist kein Problem. 
Mittlerweile dürften eure Nudeln al dente sein. Gebt das Nudelwasser durch ein Sieb und verfrachtet die Fettucine dann wieder in den Topf.
Normalerweise tut man die Pasta ja in die Soße – in Singleküchen mit ungleichgroßen Kochplatten empfiehlt sich das aber nicht, da ihr natürlich den größeren (Nudel)Topf braucht. Also Hitze reduzieren, Nudeln abgießen (einen kleinen Rest Flüssigkeit könnt ihr dabei im Topf belassen, das verhindert, dass schnelles anbacken), zurück in den Topf damit und Curry dazugeben. Als letztes kommen nun die Tomaten in den Topf und werden ebenfalls mit der Pasta vermischt.
Wenn ihr zur Dekoration auch ein oder zwei Garnelen verwenden wollt, solltet ihr diese herausnehmen, bevor die Currypaste und die Kokosmilch dazugegeben werden. Einfach weil es dann schöner aussieht – die Garnelen sollten natürlich dann schon fertig gegart sein.
Ich selbst liebe Garnelen heiß und innig, als vegetarische Variante könnte ich mir allerdings auch sehr gut Pilze – am besten Austernpilze – als Meeresfrüchteersatz vorstellen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Start in eure Woche!

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Zitronen-Buttermilch-Torte

Seit Wochen riecht die Luft nach Winter, gestern hatten wir zum ersten Mal Schnee und in einigen Wochen ist schon wieder Weihnachten. Kein Wunder, dass ich da Lust bekomme zu backen. Denn schon seit ich ein kleines Fräulein war, gehörten Backen und die Adventszeit immer zusammen. Schon allein weil meine Mama nicht gerade das ist, was man eine begeisterte Bäckerin nennen würde, weshalb meine Schwestern und ich daher in den vergangenen Jahren vermehrt dazu übergegangen sind, den heimischen Plätzchenbestand für die Weihnachtstage herzustellen.

 

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Wenn es draußen also so richtig fies kalt wird, suche ich mir geradezu Gelegenheiten um leckere, süße Kleinigkeiten herzustellen. Da kam mir der Geburtstag einer ganz lieben Kollegin sehr gelegen. Da sie besonders gern Zitronenkuchen mag, bin ich natürlich auch dieser Leidenschaft gern nachgekommen und habe mich nach kurzem Überlegen für eine Zitronen-Buttermilch-Torte entschieden. Zugegeben weihnachtlich ist sie nicht gerade, dafür bringt sie einen Hauch von Sommer in die heimische Küche – und das ist bei den momentanen Temperaturen ja auch ganz fein :).

Die liebe Kollegin ist gemeinhin übrigens auch unter dem Namen Ellebil bekannt und zaubert mir mit ihren herrlichen Blogeinträgen über den Wahnsinn, den wir allgemein Leben nennen regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht. Wenn ihr den Blog noch nicht kennt, kann ich ihn also nur wärmstens empfehlen. Genau wie das folgende Rezept:

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Ihr braucht für die Böden:

125 g Butter oder Margerine
3 Eier
175 g Zucker
125 ml. Buttermilch
eine Prise Muskat (optional)
eine Prise Ingwer (optional)
180 g Mehl
1/2 El Backpulver

…und für die Creme:
200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Zitronensaft
Puderzucker
ca. 1 El San Appart oder Gelantine Fix

 

Der Kuchen ist wirklich super einfach. Ihr braucht nicht einmal ein Rührgerät, wenn ihr nicht mögt. 
Zuerst gebt ihr die Butter und den Zucker in eine Rührschüssel und rührt alles so cremig wie möglich. Gebt nach und nach die Eier, die Buttermilch, die Gewürze – sofern gewünscht – mit hinein und verührt alles zu einer dickflüssigen Masse. Nun vermischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt dieses Löffelweise hinzu, bis ein glatter Teig entsteht.

Ich habe den Kuchen in zwei Durchgängen in einer 18 cm Springform gebacken, da ich nicht wusste, wie stark der Teig beim Backen aufgehen wird. Tatsächlich ist er zwar recht luftig und locker geworden, aber nicht sehr hoch gebacken. Ich würde also tatsächlich zu zwei Durchgängen raten, anstatt auf einen hohen Boden zu spekulieren, den man teilen kann.

Wenn ihr einen Backofen zu euer Verfügung habt, fühlt euch frei diesen zu benutzen. Den Ofen auf etwa 180° vorheizen und jeden Boden etwa 15 Minuten backen. Da ich den Kuchen allerdings, wie gewohnt nicht mit der Hilfe eines Backofens hergestellt habe, könnt ihr natürlich auch gerne die Topf-Methode benutzen. Die Anleitung dafür findet ihr hier.

Während eure Böden backen, könnt ihr euch an die Creme machen. Ich habe allerdings – Hand aufs Herz – das Festigungsmittel, sprich San Appart, vergessen zu der Creme zu geben. Es hat allerdings trotzdem ganz gut hingehauen.

Den Frischkäse mit einem Teigschaber, oder Kinderschreck, wie man ihn im Volksmund so schön nennt, vorsichtig mit dem – vorher gesiebten – Puderzucker verrühren. Ich habe bewusst keine genauen Angaben über den Zucker- und Zitronensaftanteil gegeben, da ich denke, dass man das besser nach dem eigenen Gusto tun sollte.
Je mehr Puderzucker man dem Käse beigibt, desto fester wird die Creme später. Da ich, wie schon gesagt, vergessen habe San Appart oder Gelatine Fix beizumischen, dürfte ich etwa 5-10 Esslöffel verwendet haben, aber das ist echte Geschmackssache! 

Da ich für die Deko einige Zitronenscheiben verwendet habe, habe ich schlicht den Rest der  Frucht über dem Frischkäse ausgepresst und noch ein bisschen Zitronenschale abgerieben. Zuletzt rührt ihr noch das Festigungsmittel unter und fertig ist die Creme. Wenn ihr nicht so gern tierische Produkte verwendet, kann ich nur das San Appart empfehlen. Es wirkt ähnlich wie Gelantine Fix, ist allerdings rein pflanzlich und kostet auch nicht so viel mehr als das tierische Pendant.

Die Böden können nun großzügig mit der Frischkäsecreme bestrichen und, wenn es beliebt, mit den Zitronenscheiben verziehrt werden. Anschließend solltet ihr den Kuchen in jedem Fall etwa 1 Stunde und noch besser über Nacht kalt stellen, damit sich die Creme richtig setzen kann.

Der zeitliche Aufwand für diese Toerte hält sich defintiv in Grenzen und birgt so die Möglichkeit für ein paar Winterbegeisterte noch genug Zeit für Zimtsterne, Christstollen und Co. zu erübrigen – und auch ich werde mich wohl demnächst verstärkt diesen Rezepten zuwenden.

In diesem Sinne eine schöne erste Adventswoche euch!

 

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