Monthly Archives: Januar 2015

In die Pfanne gehauen – Fräulein Kleinigkeits Zimt- und Zitronenschnecken

Obwohl ich für mein Leben gern backe, habe ich erst vor kurzer Zeit den Hefeteig für mich entdeckt. Früher habe ich mich in der Regel nicht an Hefe getraut, und wenn ich es doch einmal versucht habe, war das Ergebnis selten berauschend. Irgendwie schmeckte es seltsam, der Teig ist nicht richtig aufgegangen, oder das Gebäck ist nicht gleichmäßig durchgebacken…dabei ist Gebäck aus Hefe nicht nur wahnsinnig lecker sondern auch noch im Vergleich zu anderen Leckereien wie Mürbeteigplätzchen oder Rührkuchen relativ Figurschonend. Also habe ich vor einigen Monaten beschlossen mit diesem Missstand in meinem kulinarischen Repertoire endlich reinen Tisch zu machen und der Hefe ein Plätzchen in meinem Kühlschrank und in meinem Herzen einzuräumen. Ein weiterer Vorteil von Hefegebäck hat sich dann ganz von alleine herausgestellt: Es lässt sich ganz hervorragend in der Pfanne zubereiten und ist daher praktisch prädestiniert für diesen Blog :D.

Und weil ich meine neugewonnene Liebe für Hefe mit euch teilen möchte kriegt ihr gleich zwei unterschiedliche Rezepte von mir an die Hand damit in Zukunft keiner mehr behaupten kann, das mit der Hefe klappt nicht so recht!

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Beginnen wir mit dem Klassiker: Der Zimtschnecke

Ich persönlich bin ein riesen Fan von Zimt und muss gestehen, dass ich ihn auch überall reinknalle – in den Quark, den Joghurt, mein Müsli, meinen Milchreis und, und, und…
Daher war es für mich irgendwie nur naheliegend, dass meine ersten Experimente mit Hefe in Form von Zimtschnecken durchgeführt wurden.
Und weil die Zimtschnecke nicht nur bei mir sehr beliebt auf dem Kaffeetisch ist, gibt es dafür natürlich 10 Millionen unterschiedliche Rezepte (die sich natürlich auch alle irgendwie ähneln, so viel ist in so ner Zimtschnecke ja nu auch nicht drin ;)). Also jetzt Butter bei die Fische und Zimt an die Schnecke, hier sind die benötigten Zutaten:

Für den Teig braucht ihr:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
1 Ei
70-100 ml Milch
1 Würfel frische Hefe

Für die Füllung braucht ihr:

ca. 2-3 EL Honig und/oder Butter
Zimt (ist ja klar ;))
Zucker

So zunächst mal zum Hefeteig. Den Teig für die Zimtschnecken habe ich mit frischer Hefe und einer warmen Führung zubereitet, die Anleitung dafür könnt ihr hier sehen. Der Teig ist eigentlich sehr leicht herzustellen. Zuerst mischt ihr den Vorteig zusammen und gebt anschließend, die restlichen Zutaten hinzu. Nach etwa einer Stunde Ruhezeit, in der ihr euch mit anderen schönen oder weniger schönen Dingen des Lebens beschäftigen könnt, ist der Teig soweit fertig zur weiteren Verarbeitung. Bemehlt eure Arbeitsfläche – bei mir ist es wie immer mein Tisch – und rollt darauf den Teig zu einem Rechteck. Der Teig sollte nicht zu dünn und nicht zu schmal ausgerollt werden, da das über die Breite eurer fertigen Schnecken entscheidet.  Erwärmt etwas Butter oder Honig, so dass es flüssig genug ist um den Teig nicht zu zerreißen und bestreicht ihn damit vorsichtig. Wichtig ist, dass vor allem die Ränder schön eingepinselt werden, damit sie später gut aneinander haften. Nun mischt ihr nach Gusto Zucker mit Zimt und bestreut damit eure Teigfläche, wobei ihr darauf achten solltet, die Ränder nicht zu voll zu kleistern. Nun wird alles möglichst gleichmäßig und enganliegend zu einer Rolle gedreht und in Scheiben geschnitten. Die Dicke ist jedem selbst überlassen, bedenkt aber, dass die Schnecken beim backen noch ein kleines bisschen aufgehen. Ihr könnt die Schnecken vor dem Backen noch ein klein wenig mehr gehen lassen, das ist aber kein notweniger Schritt.
In einer Pfanne erhitzt ihr ein wenig Öl und reduziert anschließend die Hitze auf eine niedrige Temperatur. Nun kommen die Schnecken hinein und werden unter möglichst häufigen Drehen (Anbrenngefahr ;)) etwa 10-15 Minuten gebacken. Anschließend könnt ihr sie mit Zuckerguss oder Puderzucker verfeinern und Voilà!

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Damit wären die Zimtschnecken bereits abhandelt, aber weils so schön war hier noch ein weiteres Schnecken-Rezept: Zitronenschnecken

Ihr braucht für den Teig:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
70-100 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung und den Belag:
Zucker
Öl
Puderzucker
Zitronensaft
Zitronenaroma

Der Teig wird im Grunde ähnlich hergestellt, wie auch der für die Zimtschnecken. Ich habe – um der Vielfalt Willen – allerdings hier einen Teig mit Trockenhefe und kalter Führung angerührt und das Ei weggelassen. Das kann man bei einem Hefeteig nämlich – also das Ei weglassen.
Hierfür werden alle Zutaten für den Teig auf einmal vermischt und zu einem Teigklops geformt, der dann ein bis zwei Stunden unter einem Küchentuch vor sich hin wachsen kann. Sobald der Teig ausgewachsen ist, wird er ebenfalls zu einem Rechteck ausgerollt und mit Öl – am besten Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutral ist- bepinselt. Nun gebt ihr Zucker auf die Teigfläche, wobei auch hier die Ränber weitgehend nur voll mit Öl sein sollten. Nun wird gedreht, gerollt und geschnitten, ganz so wie oben bereits erklärt. Auch das Backen funktioniert identisch. Während eure Schneckchen auskühlen könnt ihr dann in einem Glas Puderzucker (ich hab so 5 EL genommen) mit soviel Zitronensaft vermischen, dass eine richtig zähflüssige Masse entsteht. Wer’s mag kann noch ein bisschen Zitronenaroma untermischen. Der Guss wird dann über eure Zitronenschnecken gegossen und fertig ist das süße Träumchen.

Es geht wirklich nicht fix Hefegebäck herzustellen, kostet aber eigentlich nicht viel Arbeitszeit oder Aufwand und schmeckt wirklich richtig lecker. Also an alle, die sich so wie ich mit Hefe immer ein bisschen schwer getan haben: Wer nicht wagt, der nicht genießt! 😉

 

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Ode an die Hefe – Oder wie man einen Hefeteig herstellt!

Ich liebe Hefegebäck. Es ist nicht so schwer, oft sehr saftig und dazu auch noch relativ Figurschonend, im Vergleich zu anderem Gebäck. Trotzdem habe ich mich jahrelang sehr schwer mit der Zubereitung eines Hefeteigs getan und das eigentlich völlig ohne Grund. Denn an sich ist es beinahe idiotensicher einen richtig lockeren, luftigen und saftigen Hefeteig herzustellen. Und das Beste: Hefeteig lässt sich super gut in der Pfanne verarbeiten und ist damit auch noch unaufwändiger als ein Kuchen oder eine Torte.  Daher bekommt ihr hier zum einen eine Anleitung, wie man einen Hefeteig herstellen kann und auch ein paar Tricks, damit es auch klappt!

So! Zuerst einmal gibt es nicht den einen Weg, wie man einen Hefeteig herstellt sondern unterschiedliche Methoden. Bei der Herstellung eines Hefeteigs spricht man daher von einer kalten oder einer warmen Führung.

Unter einer warmen Führung versteht man, dass die Hefe mittels eines Vorteigs zweimal aufgehen kann. Dafür erwärmt ihr die Milch in einem Behältnis, bis sie etwa handwarm ist (die Milch darf auf keinen Fall zu heiß sein!). Zusammen mit etwas von dem Zucker bröckelt ihr nun die Hefe hinein und stellt den Behälter zur Seite. Als nächstes vermischt ihr das Mehl mit dem Salz und dem restlichen Zucker. In das Mehl grabt ihr eine kleine Mulde, in die ihr die Milch-Hefe-Mischung gießt. Nun wird die Flüssigkeit mit dem Mehl vom Rand bestäubt und die Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt (Ideal wäre ein leicht feuchtes, das muss aber nicht sein). Das ganze sollte nun etwa 15 Minuten an einem halbwegs warmen Ort ruhen. Sobald die Hefe etwas aufgegangen ist (das erkennt man ziemlich leicht) könnt ihr die Margarine und das Ei dazugeben und alles zu einem Teig verkneten. Wenn der Teig zu trocken und hart ist, gebt noch etwas Milch dazu, wenn der Teig zu klebrig ist, könnt ihr etwas mehr Mehl beimischen. Der Teig sollte sich anfühlen wie ein Ohrläppchen, und gut knetbar sein. Auf den Boden der Schüssel gebt ihr etwas Mehl und formt den Teig zu einer Kugel, die ihr leicht einfettet oder auch mit Mehl bestäubt. Jetzt kommt das Tuch wieder drüber. Zum doppelten Schutz kann man auch eine Schicht Frischhaltefolie unter das Geschirrtuch geben.

Ich habe von Haus aus ziemlich wenig Geduld, doch kann aus eigener Erfahrung sagen: Beim Hefetig zahlt sich Gedult wirklich aus. Lasst den Teig ruhig 1-2 Stunden total in Ruhe. Räumt auf, guckt einen Film, geht einkaufen oder tut sonst irgendetwas, was euch von der Hefe ablenkt, denn die braucht euch de facto überhaupt nicht sondern nur Wärme und Zeit, um zu einem schönen großen Klops zu wachsen.

Wärme ist bei der Herstellung von Hefeteig tatsächlich nicht zu unterschätzen. Da Hefe ja eigentlich ein Pilz ist braucht dieser einerseits Nahrung (Zucker, Mehl etc.) und zweitens Wärme um zu wachsen. Ein Hefeteig kann auch bei kühlen Temperaturen aufgehen, braucht dann aber ziemlich lange, und man will ja nicht ewig auf seinen Kuchen warten. Außerdem gärt die Hefe nach einiger Zeit leicht, was einen dezenten Eigengeschmack mit sich bringt. Manche Leute nutzen diesen Eigengeschmack gerne für ihren Pizzateig, weshalb sie diesen in der Regel 12-24 Stunden vorher ansetzen und dann im Kühlschrank gehen lassen – für süßen Hefeteig eignet sich diese Methode aber nicht so sehr. Am besten kann Hefe bei einer Temperatur von ca. 35° auf. Also im Grunde Körpertemperatur. Als mein Hefeteig einmal nicht aufgehen wollte, weil es in der Wohnung eines Freundes von mir zu kalt war, habe ich den Teig daher kurzerhand „ausgebrütet“, sprich mir die Schüssel auf den Bauch gestellt, eine Decke drüber und zusammen mit der Hefe ne Runde fern gesehen – Das Ergebnis war sogar eigentlich ganz gut. 😉

Daneben gibt es noch die Möglichkeit einer kalten Führung. Dabei werden alle Zutaten auf einmal miteinander vermischt und zu einem lockeren, nicht klebrigen Teig geknetet. Anschließend wird auch dieser Teigkloß mit etwas Öl oder Mehl eingerieben und zum wachsen und gedeihen an ein ruhiges warmes Örtchen gebracht. Nach ca ein bis zwei Stunden darf auch er dann weiterverarbeitet werden, so wie es im Rezept angegeben ist.

Nun noch ein paar kleine Randnotizen. Ich konnte bei der Verwendung von Trocken- und frischer Hefe keinen Unterschied feststellen, was die Ergebnisse betraf. Verwendet Trockenhefe immer wie auf der Verpackung angegeben, was meistens bedeutet, dass ihr hier die Variante der kalten Führung verwendet.
Da frische Hefe sich nicht sehr lang hält und ich keine Gefriertruhe habe, muss ich zugeben daher fast immer mit Trockenhefe zu arbeiten. Das soll aber jeder für sich selbst entscheiden.
Eier sind bei der Herstellung von Hefeteig nicht zwingend notwendig, und müssen auch nicht ersetzt werden. Ich habe den Eindruck durch die Zugabe von einem Ei irgendwie bessere Resultate zu erzielen, das kann aber auch totale Einbildung sein. Also merke, Ei ist nicht unbedingt von Nöten.
Mit der Verwendung von Fett und Zucker kann ebenfalls ein bisschen gespielt werden. Ich gebe meistens etwas weniger Zucker in den Teig als im Rezept gefordert. Ein bisschen Zucker muss verwendet werden, damit die Hefe aufgehen kann. Aber mehr ist nicht nötig, da der Belag ja eh meistens gesüßt wird.
Das gleiche gilt für das Fett. Ich habe mal einen Hefeteig gemacht und einfach vergessen die Margarine in den Teig zu geben. Das Ergebnis war eigentlich nicht anders als sonst.

Ihr seht, es gibt kaum einen Teig den man auf so vielfältige Art und Weise zubereiten kann wie einen Hefeteig – nur eine Zutat dürft ihr natürlich nicht vergessen und das ist die Hefe.
In diesem Sinne Bon Appétit und gutes Gelingen! 😀

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Low Carb – Lauchgemüse mit karamellisiertem Hühnchen

Heute mal wieder ein Vorschlag für die schlanke Linie! Das Rezept ist super schnell, super einfach und super lecker! Die Vegetarier unter euch, können sich natürlich mit Tofu oder nur dem Gemüse behelfen, denn bei uns stand Fleisch auf dem Speiseplan :D.
Lauchgemüse mit Hühnchen finde ich immer eine sehr leckere Kombination, und die Pilze und die Paprika geben dem Ganzen noch einen gewissen „Biss“.

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Ihr braucht:

Für das Hühnchen:

200 g Hühnchen-Innenfilet
1/2 Tl Salz
El Honig
1 Tl Zitronensaft
2 El trockenen Rotwein (optional)

Für das Gemüse:
300 g Lauch
300 g Pilze
150 g Paprika (rot)
1 El Honig (optional)
100 ml Kondenzmilch oder fettarme Milch (50 ml)

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Zuerst wird das Huhn mariniert. Dafür mischt ihr das Salz mit dem Honig und rührt alles cremig. Dann nach und nach den Zitronensaft und den Wein dazugeben. Macht das nicht zu schnell, da sonst Klümpchen entstehen, die zwar nicht schlimm, aber auch nicht direkt notwendig sind.
Der Wein ist bei Lowcarb natürlich so ne Sache, wer es ganz genau nimmt sollte darauf verzichten und das Fleisch besser mit Salz, Knoblauch und Pfeffer würzen – das schmeckt natürlich auch gut ;). Das Huhn wird in dicke Streifen geschnitten und wandert anschließend in der Marinade und in den Kühlschrank.

Nun könnt ihr euch auch schon an das Gemüse begeben. Lauch putzen, abtupfen und in Ringe schneiden. Die Champignions werden nicht gewaschen, da sie dazu neigen, sich mit Wasser vollzusaugen. Man darf sie aber, wenn sie sehr erdig sind, mit einem feuchten Küchentuch säubern. Die Pilze werden dann ebenfalls halbiert, oder geviertelt – je nach Bedarf und Belieben.
Zuletzt werden die Paprika in Stückchen gewürfelt. Wenn ihr eure Paprika eher bissfest mögt, könnt ihr sie mit dem Lauch und Pilzen in eine Schüssel geben, ansonsten solltet ihr sie als allererstes in den Topf geben.

In einer kleinen Pfanne (kleine Herdplatte), könnt ihr nun ein wenig Öl erhitzen und anschließend die auf mittlere Hitze reduzieren. Das Huhn wird mitsamt der Marinade angebraten. Das gibt erstes ein bisschen Flüssigkeit, die aber schnell verkocht, und zweitens kann so der Honig in der Marinade auf dem Huhn schöner karamellisieren.

In einem Topf wird nun das Gemüse mit einem Schuss Wasser „angebraten“. Wie viel Wasser ihr genau benötigt kommt auf die Hitzebildung eures Herds an. Bei mir sind es in der Regel 2-3 Schnapsgläser voll, die ich nach und nach immer wieder dazu gebe. Durch diese Methode braucht ihr weniger Fett für euer Gericht.
Nach etwa 5 Minuten könnt ihr die Milch und den Honig ebenfalls in den Topf geben und alles zusammen ein bisschen einkochen lassen, bis euer Hühnchen nebenan die gewünschte Bräune erreicht hat.

Die gesamte Garzeit beträgt im Schnitt um die 10 Minuten. Wenn man das Schnippeln noch mitrechnet, lässt sich dieses Gericht in knapp einer halben Stunde zubereiten. Da lassen sich die guten Vorsätze doch glatt noch einen weiteren Abend durchhalten, was? Uns fiel es jedenfalls in Anbetracht der leckeren Antipasti (Rezept ebenfalls auf dem Blog und hier verlinkt) als Vorspeise und dem Hauptgericht absolut nicht schwer und satt waren wir allemal.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich heute abend ganz und gar nichts kalorienarmes für einen Lieblingsmenschen meinerseits zubereiten werde. Die Ergebnisse werde ich euch dann bei Zeiten natürlich präsentieren 😉

 

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Fräulein Kleinigkeits Antipasti – Low-Carb geeignet und kalorienreduziert

Ich glaube ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der keine Antipasti mag. Bestimmt gibt es welche, aber ich kenne eben keinen. Ich für meinen Teil liebe sie heiß und innig! Nur ist es immer so schade, dass man höchstens ein oder zwei davon essen kann, wenn man sich nicht den Appettit auf die Hauptspeise völlig verderben möchte, da die kleinen Dickmacher meistens nicht nur mit einer reichhaltigen Frischkäsecreme gefüllt sondern zusätzlich auch in Öl getränkt sind.

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Nun begab es sich aber, dass ich die komplette letzte Woche wahnsinnige Lust auf Antipasti hatte, und gleichzeitig ein lieber Mensch bei mir zum Essen eingeladen war, der momentan low carb macht. Da boten sich meine Antipasti-Gelüste natürlich sofort an, weil keine Kohlenhydrate vorhanden. Aber mal ehrlich, auch wenn keine Kohlenhydrate drin sind, ist etwas, das von Fett wirklich trieft bei keiner Diät geeignet – also präsentiere ich euch hiermit voller Stolz meine Variante von Low-Carb Antipasti OHNE Öl.

Ihr braucht:

10 Spitzen einer roten Paprika
10 braune Champignons
200 g Frischkäse (am besten mit Kräutern, und nicht Doppelrahmstufe)
1 EL Essig (am leckersten ist Balsamico, der enthält aber Zucker)
Salz
Pfeffer

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Okay, also zunächst zu den Zutaten. Ich habe Balsamico verwendet. Wir sprechen hier von einer ganz geringen Menge, weshalb ich den Zuckergehalt einfach „ignoriert“ habe. Wenn ihr sehr streng an eurer Diät festhaltet, solltet ihr allerdings einen anderen Essig verwenden. Für die Füllung habe ich einen Kräuterfrischkäse von Buco gewählt, der 18% Fett hatte. Damit liegt er im mittleren Fettbereich, schmeckt allerdings erstens sehr lecker und war zweitens auch recht fest, was die Handhabung erleichtert. Normalerweise gebe ich keine bestimmten Produktempfehlungen, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Frischkäse, die keine Doppelrahmstufe haben, sehr schnell sehr pappig schmecken. Und mal ehrlich, wenn man seine Antipasti mit fiesem Frischkäse füllt, dann kann man es auch gleich lassen – daher bin ich ausnahmsweise mal von meiner Gewohnheit abgerückt. 😉

Nun zum Rezept selber: schneidet von den roten spitzen Paprikas, die „Köpfe“ ab, kratzt nötigen Falls die Kerne heraus und befreit Champignons von ihrem Stiehl.

In einer Pfanne erhitzt ihr ein 3 El Wasser und 1 EL Essig und gebt die Paprika dazu. Etwa 2-3 Minuten von beiden Seiten köcheln lassen. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verkocht, reduziert die Hitze oder gebt noch einen EL Wasser dazu. Wenn ein Teil der Flüssigkeit verdampft ist, gebt die Pilze ebenfalls in die Pfanne. Allerdings mit der Kopfseite nach unten, da sie sich sonst zu stark mit Flüssigkeit vollsaugen. Nach etwa 1 weiteren Minute könnt ihr das Gemüse in ein Sieb legen und abtropfen lassen. Legt etwas Küchenkrepp auf eine Platte und platziert die Paprika und die Champigons darauf, damit noch mehr überschüssige Flüssigkeit aufgesogen werden kann. Dann geht es ans Füllen. Ihr könnt den Frischkäse natürlich noch verfeinern wenn ihr mögt, ich habe ihn allerdings einfach in der Rohfassung verwendet.
Das ganze kommt dann am besten noch einmal in den Kühlschrank. Kurz vor dem Servieren, Salz und Pfeffer drüber und voilà!

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Die kleinen Dinger sind nicht nur verdammt lecker, man kann davon auch gerne mehr als eins verputzen. Am Ende des Abends waren auf jeden Fall keine mehr übrig ;).

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Karamellisierte-Kürbisstreifen und Porridge mit Mandarinen – 2 Kleinigkeiten für den Hunger zwischendurch

Vielleicht habt ihr in den letzten Tagen auf Instagram und Facebook bereits gesehen, dass ich mich fleißig an meinen Neujahrsvorsatz halte und relativ kalorienarme Rezepte an euch weiterreiche.
Nun denn also, bevor ich gleich zu meinem heutigen Abendprogramm (Essen mit einer liebsten Freundin von mir) entschwinde, hier noch schnell zwei kleine „Rezepte“ für euch:

1. Karamellisierte-Honigstreifen,

Der Snack schmeckt fantastisch, beschwert nicht (ok, es sei denn ihr macht einen GANZEN Kürbis ;)) ist recht kalorienarm und erfüllt damit perfekt alle Kriterien für den süßen Zahn, der uns alle ab und an einmal überkommt.

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Ihr braucht:

1 Pfanne
1 El Honig
2 Schnapsgläser Wasser
ca. 100 g. Kürbis (am besten Hokkaido. Der ist mit Schale verzehrbar)

Einfach etwas Hokkaido-Kürbis (ich hatte noch etwa 100 g übrig) in Streifen schneiden und in einer Pfanne oder einem Topf zusammen mit etwas Wasser andünsten. Nach etwa 5-10 Minuten ist der Kürbis ziemlich weich gekocht, wenn ihr ihn also lieber bissfest mögt, müsst ihr die Garzeit etwas reduzieren. Passt auf, dass nicht zuviel und nicht zu wenig Flüssigkeit in eurer Pfanne ist, damit sich der Kürbis weder vollsaugt noch anbrennt – das ist allerdings keine allzu große Kunst ;).

Dann gebt ihr die Hitze auf ein Minimum und einen Esslöffel Honig (einen guuuuten Esslöffel ;)) dazu und verührt alles miteinander. Der Honig wird zunächst flüssig, und dann etwas zäh. Das ist der Moment wenn euer Snack fertig ist. Wer mag kann noch eine Prise Salz, Zimt und Muskatnuss daran geben. Das ist aber rein optional.

Soooo und nun im Eiltempo zum zweiten Rezept – auch wenn man das eigentlich kaum ein Rezept nennen kann:

2. Porridge mit Mandarinen und Kürbiskernen

Dieses Frühstück ist nicht nur lecker sondern auch reich an Vitaminen unf Ballaststoffen. Und das beste ist, dass es auch langanhaltend sättigt. So lässt sich ein langer, stressiger Arbeits-, Schul-, oder Unitag gleich viel leichter überstehen.

Ihr braucht:
ca. 30-40 g Haferflocken
1 El. Honig
ca. 100 g Mandarinen (2-3 Stück)
Kürbiskerne

In einer mikrowellen-geeigneten Form werden die Haferflocken mit ein paar Schlucken Milch und dem Hinig erwärmt. Druch die Wärme wird die Stärke im Hafer freigesetzt, wenn die Masse also zu stark eindickt, einfach noch mehr Milch dazu geben.
Die Mandarinen schälen und entweder vor oder nach dem Erwärmen zu den Flocken geben. Ganz nach Gusto. Zuletzt werden die Kürbiskerne über den Porridge gestreut. Natürlich könnt ihr auch Sonnen- oder Pinienkerne verwenden.
Es muss eben nicht immer Nutella für einen guten Start in den Tag sein ;).

Nun euch noch einen schönen und entspannten Abend. Ich werde ihn auf jeden Fall haben :).

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Rotweintörtchen – oder ein Teig, drei Kuchen

So ist das manchmal im Leben. Vor ein paar Tagen habe ich noch stolz bei Facebook verkündet, dass ich in der nächsten Zeit vermehrt ein paar kalorienärmere Rezepte an euch weitergeben möchte, da sich über den Jahreswechsel bestimmt nicht nur bei mir ein oder zwei zusätzliche Kalorien eingeschlichen haben – und diesem Vorsatz möchte ich auch treu bleiben. Trotzdem ist mir heute ein Eintrag über Rotweintörtchen in die Hände gefallen, den ich bereits vor längerer Zeit angefangen und dann auf die lange Bank geschoben habe. Und da es so betrachtet ein Rezept aus dem alten Jahr ist, denke ich, dass man hier dann auch noch ein Auge zudrücken darf 😉

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Das Rezept besteht im Grunde aus einem Rührteig, den ich aus einem ganz alten Kochbuch meiner Mama entnommen habe und ist alles in allem sehr simpel. Das schönste daran ist, dass man diesen Teig ganz unterschiedlich variieren, und so mit wenig Aufwand den Kaffeetisch geschmacklich und sogar farblich aufpeppen kann.

Ihr braucht:

  • 125 g Margarine oder Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • Ein paar Tropfen Vanillearoma
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • ½ Backpulver
  • Ein paar Esslöffel Milch oder
  • Ein paar Esslöffel Rotwein
  • Rote Speisefarbe (Optional)
  • 1-2 Esslöffel Backkakao (Optional)

Die Küchlein habe ich für den Geburtstag meiner Mama gemacht, die – genau wie ich – kein großer Freund von Süßem ist. Daher habe ich mich beim backen dazu entschieden, einfach unterschiedliche Kuchen aus ein und dem selben Grundteig zu machen: Eine Variante mit Rotwein, eine Variante mit Kakao und eine Variante mit Milch.

Das Ergebnis sah nicht nur hübsch aus sondern war auch sehr lecker und saftig. Zuerst verrührt ihr die Butter und den Zucker in einer Schüssel cremig. Ob mit einer Küchenmaschine, einem Handmixer oder eurer Muskelkraft spielt hier keine Rolle. Nun gebt ihr nach einander die Eier und das Vanillearoma hinzu und verührt alles zu einer homogenen Masse. Das Salz wird mit dem Backpulver, der Stärke und dem Mehl vermischt und löffelweise dem Teig beigegeben. Natürlich fehlt jetzt noch die Flüssigkeit, weshalb der Teig zunächst sehr zäh ist. Nun wird der Teig in drei Teile aufgeteilt. Ich habe mich wie gesagt, für Kakao und Rotwein als Variante entschlossen, habe aber darauf geachtet, dass ich von dem eigentlichen Grundteig eine etwas größere Portion hatte.

Der Grundteig wird nun mit ein paar Esslöffeln Milch angereichert, bis er er eine sehr cremige Konsistenz hat. Es sollte nicht zu fest sein, aber auch nicht glatt vom Löffeln fließen.

Für die Variante mit Rotwein wird ebenso verfahren, nur eben mit Wein anstatt Milch – ich habe einen trockenen Chianti verwendet, weil meine Mutter den ersten gerne trinkt und zweitens eine geöffnete Flasche in Reichweite stand. Es ist aber nicht wirklich wichtig, welchen Wein ihr verwendet. Da mir die Farbe zu gräulich war, habe ich mich für ein wenig Lebensmittelfarbe entschieden, das ist aber völlig optional und jedem selbst überlassen. Man muss nur aufpassen, dass die Farbe nicht zu grell wird.

Der dritten Portion wird zunächst noch vor der Flüssigkeit ein wenig Backkakao zugegeben. Da der Teig dadurch noch fester wird, muss hier natürlich auch ein bisschen mehr Milch dazu gegossen werden. Wichtig ist, dass der Teig im Endeffekt eine gleichmäßige und cremige Konsistenz hat.

Nun kann man sich frei austoben. Ich habe Rotwein-Marmorvarianten gemacht, aber auch reine Rotweintörtchen und normale Marmormuffins. Was mir gerade so passte eben.

Solltet ihr die Kuchen in einem Backofen zubereiten, heizt diesen auf etwa 180° Umluft vor und backt sie anschließend für etwa 20 Minuten, solange bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr hängen bleibt. Ich habe natürlich wieder keinen Ofen verwendet, sondern meine Topfmethode verwendet. Wie das funktioniert ist hier erklärt.

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Für den Überzug habe ich mich ebenfalls für unterschiedliche Varianten entschieden. Einige Kuchen haben einen Schokoladenüberzug aus Zartbitterschokolade bekommen, andere einen Guss aus Rotwein und Puderzucker (das Verhältnis muss kann hier ganz unterschiedlich ausfallen, mischt einfach etwas Rotwein in ein paar Esslöffel Puderzucker bis die Konsistenz euch zusagt) und einige wurden schlicht mit Puderzucker bestäubt. Alles in allem geht es recht fix, und trotzdem wirkt es später so, als hätte man ganz unterschiedliche Kuchen gebacken. Ganz nach dem Motto, kleiner Aufwand, große Wirkung. 🙂

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