Monthly Archives: April 2015

Teufelskuchen – eine teuflisch leckere Verführung

Kaum zu fassen, dass morgen bereits der erste Mai ist. Gefühlt schreitet das Jahr bisher mit Siebenmeilenstiefeln voran – doch traditionell tauscht man diese in der Nacht zum ersten Mai ja bekanntlich gegen ein Paar Gummistiefel oder Tanzschuhe –je nachdem, ob man einen Maibaum stellt oder in den Mai hineintanzt. Und wem das keinen Spaß macht, der kann sich auf einem der zahlreichen Maifeste auch so amüsieren. Daneben ist die Nacht auf den 1. Mai – wie ich als stolze Tochter eines Historikers und Geschichtsstudentin nur zu gut weiss – auch unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt, in der dem Mythos zur Folge die Hexen zum Tanz auf den Blocksberg flogen. Mancherorts –habe ich gehört, aber selbst nie erlebt – wird sie auch noch durch Hexenfeste- oder streiche gefeiert. Man sieht also, der Mai hat schon auf den allerersten Blick so richtig was zu bieten.
Für mich und meine Familie geht die Feierei jedoch immer schon einen Tag vorher los, da wir am 30. April den Geburstag meines Papas feiern. Und zu einer Geburtstagsfeier muss natürlich auch eine Torte her, das versteht sich doch von selbst oder?
In diesem Jahr habe ich mir daher überlegt, die verschiedenen Motive der Mainacht in einem Kuchen zu vereinen, besonders da mein Vater sich lange Zeit intensiv mit der Thematik der Hexenverfolgung beschäftigt hat. Ein richtiges Rezept für einen Hexenkuchen habe ich aber nicht finden können (klar, ich hätte eine Motivtorte machen können, habe mich aber dagegen entschieden), dafür aber ein super leckeres Rezept für einen Teufelskuchen – und der spielt ja beim Hexensabbath auch eine Rolle. Wieso man diesen Kuchen allerdings so bezeichnet, ist mir absolut schleierhaft. Höchstens fiele mir ein, um mich an einem flachen Wortspiel zu versuchen, weil er teuflisch gut schmeckt? Wie dem auch sei: Die Torte kann was!
Die viele Schokolade fand ich allerdings ein wenig zu schwer und „winterlich“ – deswegen habe ich mich kurzerhand für eine Garnierung aus Beeren entschlossen, um der Torte eine leichtere und „frühlingshafte“ Note zu geben.

IMG_0750
Ihr braucht für den Teig (18er Springform):
40 ml Milch
10 ml Wasser
1 EL Honig
50 g Zartbitterschokolade
100 g Margaine
120 g Zucker
2 Eigelb
2 Eiweiß
70 g Mehl
30 g Kakao
1 getrichener Tl. Backpulver

Ihr braucht für die Creme und die Garnierung:
100 Sahne oder Kondenzmilch
150 g Zartbitterschokolade
3 gehäufte Tl Joghurt (3,5% Fett)
1 Prise Salz
Beeren oder Früchte

Ihr braucht außerdem:
1 Springform (18 cm)
1 kleiner Topf
Backpapier
Salz

IMG_0745

 

Als erstes wird die Creme hergestellt, da sie am besten mehrere Stunden ruht, bevor sie auf dem Kuchen verteilt wird. Dafür erhitzt die die Kondenzmilch in einem kleinen Topf und hackt die Schokolade klein, die ihr in eine Schüssel geben könnt. Sobald die Kondenzmilch heiß genug ist (aber nicht kocht!) gießt ihr den Inhalt des Topfes über die Schokoladenstück – noch nicht umrühren!
Nach ein paar Minuten gebt ihr noch den Joghurt zu der Schokoladen-Sahnemischung und beginnt vorischtig alles miteinander zu einer homogenen Masse zu verrühren. Das kann ein bisschen dauern, gelingt aber sobald die Schokolade geschmolzen ist. Nun könnt ihr die Schüssel zur Seite stellen und mit einem Küchentuch abdecken. In den Kühlschrank sollte die Creme allerdings nicht, sondern am besten bei Zimmertemperatur auskühlen.
Jetzt geht’s an den Teig. In dem Topf in dem ihr vorher die Sahne erhitzt habt (dann ist es weniger zu Spülen und schlecht ist es nicht) könnt ihr nun das Wasser und die Milch zusammen mit dem Honig erhitzen. Auch hier gilt es, den Topf von der Flamme zu nehmen, bevor die Flüssigkeit kocht. Rührt nun die restliche Schokolade (100g) in die Honigmilch mit ein.

IMG_0739
Die Margarine wird mit dem Zucker schaumig geschlagen. Nun gebt ihr die Eier hinzu und dann im Wechsel die Schokoladenmasse und die trockenen Zutaten.
Nun wird das Salz in dem großen Topf erhitzt. In dieser Zeit könnt ihr den Teig in eine leicht gefettete Springform, die am Boden mit Backpapier ausgelegt ist, umfüllen. Wenn ihr nicht mit der Methode vertraut seid, einen Kuchen in einem Topf zu backen, findet ihr hier die genaue Anleitung.
Wer von euch einen Backofen hat, kann diesen auf 180° Umluft vorheizen und den Kuchen etwa 20-30 Minuten backen. Bei der Methode den Kuchen im Topf zu backen ist es wirklich wichtig, die Hitze auf der kleinsten Stufe zu belassen. Der Kuchen ist nach etwa einer halben Stunde gar, auch wenn es an der Oberfläche noch ein wenig zu weich wirkt. Beim Auskühlen härtet diese aber noch weiter aus, also keine Sorge.
Den gebackenen Kuchen aus seiner Form lösen und komplett auskühlen lassen. Anschließend könnt ihr die Torte mit der Creme einstreichen und mit den Früchten garnieren.

Share This:

Onepot-Pasta mit Brokkoli

Der Frühling ist hier zu Lande und endlich und endgültig eingekehrt. Und manchmal ist es sogar schon richtig sommerlich warm. Folglich verbringe ich zur Zeit so viel Zeit wie irgendwie möglich draußen, was jedoch den Nachteil mit sich bringt, dass sowohl meine Küche als auch mein Blog zuweilen etwas verwaisen. Vor ein paar Tagen habe ich mir aber noch einmal richtig Zeit genommen und nicht nur ein neues Gericht und schicke Fotos fabriziert, sondern auch noch ein ganz tolles Gesprch mit Stefan von homestorys.podcaster.de geführt – Das Interview werde ich natürlich hier verlinken, sobald es online ist. Wer Stefans Projekt nicht kennt, sollte unbedingt mal reinschauen – bzw. reinhören – ich verspreche euch, dass da für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Ein weiterer Nachteil daran, dass ich zur Zeit eher selten zu Hause bin, liegt übrigens auch darin, dass ich häufig das Problem habe, dass mein Gemüse zu Hause nicht so schnell verbraucht wird, wie sonst und langsam vor sich hin welkt. Das Rezept was ich heute für euch habe ist daher eher aus der Not entstanden, meine Lebensmittel vor dem Verfall zu retten, es hat sich aber doch als sehr lecker erwiesen. Heute gibt es also:

Onepot-Pasta mit (nicht mehr soooo frischen) Brokkoli und Möhren

20150117_091438

Ihr benötigt:

etwa 250 g Brokkoli (1 Kopf)
etwa 200 g Möhren
1 halbe Zwiebel
500 ml gestückte Tomaten (1 Dose)
500 ml Wasser
100 g Penne (ungekocht)
ein halber Tl Salz
eine Prise Chili
eine Prise Pfeffer
1 EL Honig
1 großen Topf

Jetzt gehts los. Zuerst schneidet ihr das Gemüse in Mundgerechte Stückchen. Dann gebt ihr ALLE Zutaten auf einmal in euren Topf. Schaltet eure Herdplatte auf die höchste Temperaturstufe und erhitzt die Flüssigkeit. Sobald der Siedepunk erreicht ist, reduziert ihr die Hitze auf die untere bis mittlere Herdstufe (das ist leider abhängig von der Leistungskraft des Herdes), so dass die Flüssigkeit immer noch leicht köchelt. Ein häufiges Umrühren ist bei diesem Gericht Pflicht – sonst brennt es sehr leicht an. Nach etwa 10 Minuten dickt die Flüssigkeit durch die Stärke in dem Honig und der Pasta deutlich ein. Nach etwa 12-15 Minuten könnt ihr mit einer Gabel oder einem Messer prüfen, ob der Brokkoli gar ist – wenn er noch zu hart wirkt, gebt dem Gericht noch ein oder zwei Minütchen Garzeit (das wird aber kaum der Fall sein).
Sobald alles gar ist, ist das Essen auch schon fertig.
Es schmeckt sehr frisch, ist günstig, da Brokkoli gerade in der Saison liegt, und macht richtig satt – und unkompliziert ist es auch noch.

hsl-compose

Mir war es vor allem wichtig, dass ich mein Gemüse nicht wegwerfen muss. Zugegeben, die Möhren sahen in geschältem Zustand wirklich nicht mehr schön aus. Aber Gemüse wirkt häufiger welk oder sogar schimmelig, ohne dass es wirklich nicht mehr genießbar ist. Ich schreibe das, da ich finde, dass in unserer Gesellschaft ohnehin sehr oft Essen verschwendet wird, und man gerade als Einzelperson häufig vor dem Problem steht, dass man frisches Gemüse alleine nicht so schnell aufbraucht. Die Möhren waren aber immer noch absolut genießbar, und insbesondere im gekochten Zustand. Auf diese Weise haben sie sogar gleich zwei Tage überstanden, da die Mengenangaben oben (aus der Not heraus) ebenfalls locker zwei Mägen hätten füllen können.
Nun habe ich genug gepredigt und werde gleich wohl auch noch mal in die Abendsonne entschwinden. Euch allen wünsche ich auch weiterhin ein paar sonnige Tage und gutes Gelingen beim Nachkochen.

Share This:

Frühlingssoße – eine leckere Art Ostereier zu verarbeiten

Der Frühling ist seit je her meine liebste Jahreszeit. Ich liebe es zu sehen, wie nach und nach alles herum ganz langsam aus seinem Winterschlaf erwacht, und die Welt (gefühlt) beginnt, sich wieder ein bisschen schneller zu drehen. Die Sonne scheint jeden Tag ein bisschen länger und wärmer und alles grünt und blüht. Ein spontaner Spaziergang heute Nachmittag, hat mich dann auch noch ganz unverhofft zu einem Weg geführt, den ich bislang noch nicht kannte und der rechts und links dicht mit Blumen und Sträuchern bewachsen war. Beflügelt von diesem schönen Erlebnis, habe ich dann prompt zum Abendessen für mich und einen Lieblingsmenschen ein Gericht zubereitet, was ich von meiner Familie unter dem Namen „Frühlingssoße“ kenne (andere kennen es vermutlich unter dem Namen „grüne Soße“).
Das beste an diesem Rezept ist, dass es sich zudem nach den vergangenen (nahrungsreichen) Ostertagen einerseits um ein sehr leichtes Gericht handelt und andererseits den schönen Nebeneffekt bietet die übrig gebliebenen Ostereier zu verwerten. Insgesamt also ein absoluter Treffer.

fruehling1

Ihr braucht dazu (für 2 Personen):
Bärlauch (ca. 10 g)
Schnittlauch (ca. 5 g)
350 g Joghurt (3,5%)
200 g Kräuterquark (ich habe Magerstufe gewählt)
1/2 Tl Salz
1/2 Tl Pfeffer
2 El Zitronensaft
4 hartgekochte (Oster)eier

Die Soße ist in kürzester Zeit zubereitet. Die Kräuter werden kleingehackt und mit dem Joghurt dem Zirtonensaft und dem Quark in einer Schüssel verrührt. Anschließend pellt ihr die hartgekochten Eier und hackt auch diese klein. Gebt die Eier in die Joghurtmischung und verührt alles miteinander. Nun würzt ihr die Soße noch nach eurem Geschmack. Wer mag, kann natürlich andere Kräuter verwenden, oder einen Schuss Chiliflocken untermischen – was immer euch schmeckt und gut tut ist hier die Devise!

Das Gericht passt super zu Kartoffeln. Ich habe mich heute abend für Pellkartoffeln entschlossen, aber auch eine Scheibe Grau- oder Schwarzbrot schmeckt dazu sehr lecker.
Mit der Garzeit der Kartoffeln eingerechnet lässt sich das Gericht in gut 20 Minuten zubereiten, beschwert nicht und macht rund herum satt und glücklich.

fruehling2

Die Blumen, welche die Bilder zieren habe ich bei meinem heutigen Kurzausflug übrigens gepflückt – allein deshalb hat sich mein Spaziergang schon gelohnt, wie ich finde.
Ich hoffe euch allen sind die Ostertage gut bekommen und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!

Share This:

Oster-Cake pops – Eine nette Abwechslung im Osternest

Trotz beinahe weihnachtlicher Temperaturen ist es ja schon wieder so weit, und Ostern steht unmittelbar vor der Tür. Und auch wenn das Ostereiersuchen dieses Jahr vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen wird, soll es uns ja nicht die Freude daran vermiesen, nicht wahr?

Daher habe ich heute für euch ein super leckeres Rezept, mit der man jedes Osternest zum richtigen Hingucker machen kann:

Cake-pops in Hasen- und Möhrenform

Eigentlich wollte ich das Rezept bereits am Donnerstag veröffentlichen, doch leider hatte ich Probleme mit dem Internet und musste daher bis heute warten. Doch noch sind die Geschäfte ja geöffnet und die ein oder andere Zutat hat man bereits zu Hause herumliegen.
Die Herstellung der Cake pops braucht relativ lang, was allerdings schlicht an der langen Kühlzeit liegt. Und das Ergebnis lohnt sich wirklich.

IMG_0685
Ihr braucht:
300 g weiße Schokolade
150 g Zartbitterschokolade
ca. 3 EL Marmelade, Frosting, Frischkäse oder was ihr sonst so mögt
3 Fertigkuchen (a 400 g)
Schokokekse (z.B. Leipniz Minis)
Holzstäbchen oder Lollipop-Sticks
grünes Bandrote Lebensmittelfarbe
gelbe Lebensmittelfarbe

Der Anfang läuft wie bei der Herstellung ganz normaler Cake pops: Der Kuchen wird in einer großen Schüssel zerbröselt und mit einer halbfesten Masse eurer Wahl befeuchtet. Am liebsten benutze ich dafür Marmelade, aber da ich vergessen hatte welche zu kaufen, habe ich eine kleine Menge Vanilla-Frosting angerührt und das benutzt – klappt genauso gut. Die Menge variiert je nachdem was ihr für einen Kuchen benutzt, aber in der Regel sollten drei gute Esslöffel völlig ausreichend sein. Wichtig ist, dass der „Teig“ richtig schön durchgefeuchtet und formbar wird.

IMG_0693       IMG_0694

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Für die Hasen nehmt ihr etwa 1 1/2 Esslöffel Kuchen und rollt ihn zu einer festen Kugel. Für die Möhren benötigt man ca. 2 Esslöffel formt daraus eine weitere Kugel und dreht diese anschließend in den Händen zu einer Art Kegel. Die Teigmenge hat bei mir für 9 Hasen und 5 Möhren gereicht – ich habe also recht viel Teig gemacht.

Jetzt kommen eure Teigklopse erst einmal in den Kühlschrank wo sie um die 5 Stunden richtig gut durchkühlen sollen. Für die Hasenohren habe ich Kekse verwendet. Uhrsprünglich wollte ich Katzenzungen verwenden, habe aber keine bekommen und mit den Keksen hat es auch sehr gut funktioniert. Die Kekse habe ich an einem Ende abgeschrägt, damit die Öhrchen spitz zulaufen. Das ist aber nicht zwingend notwenig. Nach der Hälfte der Kühlzeit muss ein bisschen von der Zartbitterschokolade (ich habe etwa 1 Rispe genommen) geschmolzen werden. Die Keks-Ohren werden in die Schokolade getunkt und anschließend nebeneinander in die Hasen-Kugeln gesteckt. Passt dabei auf, dass der Teig nicht zu sehr einreißt.

Wenn genug Zeit vergangen ist, könnt ihr die restliche dunkle Schokolade schmelzen und die Hasen kurz hineingeben. Ich habe hier ganz ehrlich gesagt alle Vorsicht fallen lassen und einfach mit den Händen gearbeitet. Die Teigkugeln sind nämlich relativ schwer. Kurz abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett legen und fertig sind eure Häschen.

Die Möhren sind ein bisschen aufwändiger. Zuerst wird weiße Schokolade geschmolzen und anschließend mit roter und gelber Lebensmittelfarbe Orange eingefärbt. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten einen schönen Orangeton hinzukriegen, probiert also am besten ein bisschen rum, bis euch die Farbe zusagt. Nun werden die „Möhren“ ebenfalls durch die Schokolade gezogen und auf dem Backpapier platziert. Die Schokolade härtet auf den durchgekühlten Teigstücken recht schnell aus. Sobald sie ein wenig fester wird, könnt ihr das Holzstäbchen etwa bis zur Hälfte in das breite Ende der Cake pop- Möhre stecken. Anschließend kommen die kleinen Leckereien noch einmal in den Kühlschrank. Zum Schluss könnt ihr noch grünes Geschenkband nehmen und es um die Holzstäbchen binden, um das Grün der Karotten anzudeuten. Ganz motivierte unter euch können noch kleine Rillen in die Möhren kratzen, das ist aber ein ganz optionaler Schritt.

IMG_0690

Die Cake pops sind wahnsinnig lecker (wenn auch wirklich mächtig!) und machen sich super als kleines Mitbringsel zum Osterbrunch oder einfach um einem lieben Menschen eine Freude zu machen! Aber mit oder ohne Cake pops wünsche ich euch allen frohe Ostern und erholsame Feiertage.

Share This: