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Fräulein Kimchis Kimchi und ein toller Tag mit Chefkoch.de

Die Prüfungsphase ist vorbei und ich kann wieder durchatmen, oder zumindest den ganzen Kram, der sich die letzten Wochen angesammelt hat endlich in Angriff nehmen. Und das ist eine Menge. Von Wohnung sauber machen über Arzttermine bis hin zum Bloggen – alles ist irgendwann auf der Strecke geblieben. Und das obwohl mir schon so lange ein Blogpost heiß auf den Nägeln brannte.
Denn vor geraumer Zeit ist eine Mail in mein Postfach geflattert, die mein Herz direkt ein paar Takte höher schlagen liess. Ich wurde eingeladen an einem Bloggerevent von Chefkoch.de teilzunehmen. Mein erstes Event überhaupt- und als ich die Liste der Teilnehmer gesehen habe, stiegen Nervosität und Freude gleichermaßen weiter, da ich einige der aufgeführten Blogs schon seit langem kenne und liebe.
Im Endeffekt wurde aber auch bei einem Bloggerevent -selbst oder gerade von Food Bloggern- nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Und obwohl ich weit aus weniger Erfahrung aufweisen konnte als so ziemlich jeder andere im Raum, hatte ich einen Riesenspaß und durfte viele bemerkenswerte und tolle Menschen kennen lernen.
Meine Freude war natürlich besonders groß, dass Karin von Bonngehtessen.de auch an dem Event teilnahm. Nicht nur weil ich sie bereits kenne und liebe, sondern auch weil sie sich anbot mich mit dem Auto mitzunehmen. Das Chefkoch-Event fand nämlich in den wunderschönen Studios von Alno Küchen im Bergischen Land statt.
Nachdem wir und die restliche Runde angekommen waren und man sich ausreichend begrüßt und beschnuppert hatte, wurden wir erst
Einmal mit einem Sekt empfangen.

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Dann ging es los zur Vorstellungsrunde. Da ich nicht gefrühstückt hatte, den Sekt aber als kleinen Mutmacher dankend entgegen genommen habe, war ich froh nicht auf halber Strecke meine Beschreibungs-Hashtags vergessen zu haben. Doch alles lief glatt.

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Anschließend gab es dann als ersten Veranstaltungsteil eine kleine Führung durch das Studio, wo wir Blogger unter anderem über die -für viele sehr aufschlussreiche- richtige Handhabung von Spülmaschinen aufgeklärt wurden. Da ich ja bekanntlich meine eigene Spülmaschine bin, waren dafür Informationen betreffend selbstkochender Öfen, die den Koch mehr oder minder überflüssig machen, für mich dagegen bei weitem interessanter und erschreckender zugleich.
Doch die Bestürzung verflog recht schnell, als es zum zweiten Teil unseres Events ging. Einem Vortrag der Veranstalter selbst bezüglich der Pläne von Chefkoch über Änderungen des Designs und der Userbility der Seite, die sich sehr vielversprechend anhören. Da ich selbst gerne auf Chefkoch nach neuen Anregungen suche, war ich natürlich sehr gespannt.

Das Highlights war dann der dritte und finale Teil. Denn was wäre ein Foodbloggerevent ohne Essen? Und so bin ich in den -wortwörtlichen- Genuß gekommen zusammen mit den anderem Teilnehmern von Fräulein Kimchi persönlich in die Kunst des Kimchi-Herstellens zu kommen.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Es ist wirklich gesund und wahnsinnig lecker auch noch. Die Herstellung dauert zwar etwas, doch ist im Grunde recht simpel.

Für Kimchi braucht ihr (für 4 Personen):

1 mittelgroßer Chinakohl
6 Knoblauchzehen
1/4 Zwiebeln
1/2 Apfel
1 El Ingwer, feingehackt
2 Möhren
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 Fischsauce
55g Meersalz
100 g Chiliflocken (Kochukaru)
250 ml Wasser
50. Mehl

Zubereitung:

Kimchi zu machen dauert ein bisschen. Denn zunächst muss man den Kohl, den man gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten hat, gut salzen und für mindestens 2 Stunden (besser aber länger) darin ziehen lassen. Anschließend wird der Kohl sehr gründlich (am besten ca. 3 Mal) mit kaltem Wasser abgespült.

Die Kimchipaste wird hergestellt, indem man Wasser und Reismehl in einem Topf vermischt und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze gekocht wird. Wenn es sich zu einem Brei verdickt, kann man den Topf von der Flamme nehmen.
Die Möhren und die Frühlingszwiebeln werden in kleine Streifen geschnitten, der  Knochblauch, die Zwiebeln, der Ingwer, die Fischsauce und der Apfel kommen derweil in einen Mixer. Anschließend wird alles zusammen mit Chiliflocken, und dem gestifelten Gemüse zu der Wasser-Reise-Paste gegeben.

Jetzt kommt der spaßige Teil, am besten behandschuht, verteilt ihr die Paste auf dem gesamten Kohl. Das alles erinnerte uns ein wenig an Haare färben, aber das ist ja rein subjektiv. Es macht auf jeden Fall irgendwie gute Laune.

Zuletzt wird der Kimchi in Stücke geschnitten und in kleine Gläser gefüllt, die möglichst luftdicht verschlossen sein müssen, denn sonst besteht die Gefahr, dass der Kohl ohne euer Zutun den Kühlschrank erkundet. Wenn alles aber gut verschlossen ist, hält sich das Kimchi mehrere Wochen.

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Nachdem wir die Zubereitung des Kimchis erfolgreich abgeschlossen hatten-auch wenn ich ein bisschen so aussah, als hätte ich einen üblen Boxkampf verloren- ging es natürlich mit dem Kochen weiter. Da wir viele unterschiedliche Rezepte gemacht haben, werde ich die Zubereitung nicht einzeln auflisten, doch wen es interessiert, der kann alles gern auf Chefkoch.de nachlesen. Einfach hier klicken und los kann es gehen.

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Da die ganze Kocherei doch ziemlich hungrig machte, war die Freude do pelt so groß, als es dann endlich Essen für alle gab. Doch so groß der Hunger auch war, machte jeder natürlich erst artig ein oder zwei gute Bildern u von dem wunderbaren Essen.
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Dann aber konnte gegessen werden und zum Schluss blieben nichts als leere Teller und glückliche Gesichter.
Der Tag im Bergischen war wirklich etwas ganz besonderes für mich, an dem ich viele neue Eindrücke gewinnen und vieles lernen konnte. Und lecker war es auch noch.

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