Monthly Archives: August 2015

Ich liebe den Sonntagmorgend. Denn in den seltensten Fällen habe ich an einem Sonntag einen wirklich dringenden Grund um mein Bett vorzeitig verlassen zu müssen. Klar kann man auch an Samstagen ausschlafen, aber meistens drängeln dann noch irgendwelche Einkäufe oder ähnliche Pflichten, die es zu erledigen gibt. An Sonntagen ist aber in den besten Fällen der einzige Grund mein Bett am Morgen zu verlassen der, dass der Hunger mich treibt. Wenn ich richtig motiviert bin, schlüpfe ich sogar zuweilen zum Bäcker und hole ein paar frische Brötchen. Doch meistens reicht meine Motivation nicht aus, um mir Schuhe anzuziehen -die meiner Meinung nach für einen Besuch beim Bäcker unabdinglich sind. Aber auch ohne Brötchen lässt sich ja zum Glück in kurzer Zeit – und im Pyjama 😉 – auch so ein richtig gutes Sonntagmorgen-Frühstück zaubern.
Hier also für alle, die wie ich, den Sonntag gerne mal komplett im Pyjama und im Bett verbringen (und für alle, die einfach gerne Pfannkuchen mögen ;)) mein aktuelles Lieblings-Sonntag-Morgen-Vollkorn-Pancake-Rezept.
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Für ca. 8 Pancakes benötigt ihr:
2 Eier
200g Quark
150g Vollkornmehl
50 ml Wasser
100 ml Milch (1,5%)
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver
Tatsächlich gibt es bei dem Anrühren des Teiges recht wenig zu beachten. Zuerst werden die (halb)flüssigen Zutaten miteinander verquirrlt, also Eier, Quark, Wasser und Milch. Vermischt die trockenen Zutaten miteinander und siebt sie in die Quarkmasse. Ist der Teig zu flüssig, fügt ein wenig Mehl hinzu.
Nun werden die Pfannkuchen in einer heißen Pfanne mit ein wenig Fett ausgebacken. Durch das Backpulver gehen die kleinen Pfannkuchen in der Pfanne hoch, deswegen empfiehlt es sich kleinere Pancakes zu backen. Nach etwa 2-3 Minuten von jeder Seite ist das Frühstück fertig und der Sonntagmorgen gerettet. Die Pancakes schmecken super mit Puderzucker, Honig, Schokolade oder Ahornsirup. Und falls ihr es doch schafft eure Schuhe anzuziehen, machen sich die kleinen Pancakes auch super in Ergänzung zu Croissants, Brötchen und Co.

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Gemüse Bolognese – buntes Glück im Topf

Wenn meine kleine Schwester kocht, dann kocht sie in 90% der Fälle Spaghetti Bolognese. Dabei will ich mich bestimmt nicht beschweren, da die Bolognese meiner Schwester ganz fantastisch schmeckt. Ich dagegen habe eigentlich wenig Erfahrung mit diesem Gericht, erstens, weil ich durch meine Schwester ja recht häufig in den Genuss komme und zweitens, weil ich mich in meinem Alltag ansonsten sehr fleischarm ernähre. Aber ab und an wacht man ja morgens auf und hat Lust auf ein ganz bestimmtes Gericht. In meinem Fall war das vor ein paar Tagen eben Spaghetti Bolognese. Das Abendessen des Tages war damit also bereits vor dem Frühstück beschlossene Sache. Zumindest dachte ich das, bis mir im Laufe des Tages eingefallen ist, dass ich noch Zutaten für ein Ratatouille zu Hause hatte, die ich wegbrauchen musste.
Aber über solche unwichtigen Details verzagt man ja nicht! Und so wurde kurzer Hand aus meiner geplanten Bolognese eine Gemüse-Bolognese. Zugegeben, hat sie überhaupt nicht nach dem Rezept meiner kleinen Schwester – das einer ganz klassischen Bolognese – geschmeckt, aber trotzdem auf andere Weise großartig. Und in der Zubereitung war sie auch sehr unkompliziert.
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Ihr braucht:
400g Hackfleisch (halb und halb)
1 rote Paprika
100 g Pilze
1 große Aubergine
1 Dose passierte Tomaten
1 große Prise Salz
Pfeffer
1/4 El Basilikum (getrocknet)
1/4 EL Oregano
1 El Honig
1-2 El Tomatenmark
So zuerst schneidet ihr das Gemüse. Paprika, Zwiebel, Knoblauch Zucchini und Aubergine werden möglichst kleine Würfel geschnitten. Bei Bedarf könnt ihr die Zwiebeln und den Knoblauch auch noch zusätzlich klein hacken. Wer ein bisschen Zeit hat, kann die Aubergine und die Zucchini leicht mit Salz bestreuen. Dadurch entwässern sie bereits vor dem Garprozess und die Soße wird nicht so flüssig. Ich hatte an dem Tag keine Zeit und habe mir die Mühe gespart – geschmeckt hat es ja trotzdem.
Nun wird in einem großen Topf das Fleisch zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch in ein wenig Olivenöl abgebraten. Dabei müsst ihr immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn sich die Hälfte des Fleisches von rosa zu braun verfärbt, könnt ihr das Gemüse mit in den Topf geben auch das Gemüse kurz anbraten und die Hitze dann auf eine Mittelstufe reduzieren. Nun gebt ihr die passierten Tomaten, und das Tomatenmark mit hinzu. Je nachdem kann es sein, dass ihr auch einen kleinen Schluck Wasser oder Brühe hineingeben müsst, das ist wie gesagt abhängig von der gewünschten Soßenkonsitenz. Jetzt kommen noch Salz, Pfeffer, Basilikum, Chili und Honig dazu. Bei niedriger Temperatur darf die Bolognese jetzt schön vor sich hinköcheln, während auf der kleinen Herdplatte die Spaghetti gekocht werden können.
Sofern ihr nicht über einen sehr hohen Schmalen Topf verfügt (Z.B. einen Spargeltopf) empfiehlt sich folgender Trick. Den Topf für die Spaghetti zu 3/4 mit heißem Wasser befüllen und zum Kochen bringen. Wenn das Wasser sprudelt, nehmt ihr die Spaghetti gebt sie hochkant in den Topf. Dann werden sie entlang des Randes so weit wie möglich in eine Richtung aufgefächert. Wartet jetzt etwa 30 Sekunden und drückt dann vorsichtig den trockenen teil der Spaghetti entlang der Fächerrichtung mit zwei Gabeln (mit einer hat man weniger Kontrolle und verbrennt sich nicht so leicht) nach unten. Der untere Teil der Spaghetti ist jetzt bereits leicht angeweicht und gibt nach. So sinken die Spaghetti ohne zu brechen leichter ins Wasser und werden trotzdem gleich gegart. Jetzt kommt das Salz dazu. Und auch wenn jede italienische Mama mir dafür vermutlich mit der flachen Hand auf den Hinterkopf schlagen würde, gebe ich bei einem kleinen Topf trotz allem einen Spritzer Olivenöl mit ins Wasser, damit die Spaghetti (die ja in dem sehr begrenzten Raum nicht viel bewegungsfreiheit im Wasser haben) nicht zu sehr aneinander haften. Als Ausgleich für diese Missetat gebe ich dafür ein bis zwei Esslöffel des Spaghettiwassers an die Bolognese bevor ich die Spaghetti abschütte. Damit verbindet sich die Soße wieder ein bisschen besser mit der Pasta.
Noch ein kleiner Tipp: Da der Topf bei dieser Garmethode ja sehr hoch befüllt ist, besteht schnell die Gefahr, dass euer Nudelwasser überkocht. Wenn ihr aber einen Holzlöffel über den Topf legt, schäumt das Wasser zwar hoch, bleibt aber unterhalb des Kochlöffels.
Meiner Meinung nach steht diese Gemüse-Bolognese einer klassischen um nichts nach, und auch, wenn sie natürlich nicht mit der Bolognese meiner Schwester zu vergleichen ist, macht dieses Gericht definitiv satt, glücklich und Lust auf mehr.

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Fräulein Kleinigkeits Kühlschranktörtchen – ein kleiner Traum mit weißer Schokolade

Zugegeben, ich bin kein wahrer Freund von Kühlschranktorten. Oft liegen die Cremes mir schwer im Magen, oder der Boden ist zu hart oder zu weich, oder die ganze Torte ist insgesamt irgendwie zu süß. Nichts desto trotz faszinieren Sie mich. Also wage ich mich immer mal wieder an den ein oder anderen Versuch. Häufig mit mäßigem Erfolg. Aber nach gefühlten tausend-und-einem-mal hat es dann doch funktioniert. Ich präsentiere also hier wahrlich voller Stolz meine Kühlschranktörtchen mit weißer Schoko-Quark-Creme. Ich würde zwar lügen, behauptete ich, diese kleinen Kühlschrankwunder wären was für die schlanke Linie, aber sie liegen wirklich nicht schwer im Magen, sind nicht aufdringlich süß und der Boden ist zum niederknien (dabei will ich mich gaaaar nicht selbst loben ;))

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Ihr braucht für 12 Törtchen:
200 g Löffelbisquits
30 g Butter
4 Schokoriegel (z.b. Joghurtschokolade)
250 g Mascarpone
200 g Quark
100 g weiße Schokolade
2 gehäufte Esslöffel Puderzucker
1 gehäufter Esslöffel San-Apart

Wie bei den meisten Kühlschranktorten heißt er zunächst einmal Kekse zerstören. Die Löffelbisquits kommen also in einen Gefrierbeutel (ich hatte keinen und habe eine Plastiktüte verwendet – nehmt am besten gleich zwei, da sie zum reißen neigen, wie ich festgestellt habe) und werden mit einem Nudelholz, einer Weinflasche oder einem anderen nützlichen Gegenstand so klein wie möglich gemahlen. Wer eine Küchenmaschine besitzt, kann diese natürlich auch verwenden, das geht schneller und macht vermutlich auch weniger Schweinerei.
In der Mikrowelle oder einem Wasserbad werden nun die Schokoriegel gemeinsam mit der Butter geschmolzen und über die Keksbrösel gegeben. Dann wird gematscht, bis alles einen homogenen Teig ergibt. Je nachdem müsst ihr vielleicht auch einen kleinen Schluck Wasser oder Milch verwenden, damit der Teig nicht zu bröckelig ist.
Der Teig wird anschließend auf die Muffinförmchen (in einer Muffinform, oder die selbsthaltenden aus Silikon) verteilt und festgedrückt.
Darüber verteilt ihr jeweils eine dünne Schicht Erdbeerkonfitüre. Achtet darauf, einen Fruchtaufstrich zu verwenden, der keine Stückchen enthält, da diese sich nicht gut verteilen lässt.

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Jetzt kann es schon an die Creme gehen. Dazu verrührt ihr die Mascarpone und den Quark möglichst vorsichtig, um die Masse nicht zu flüssig werden zu lassen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Parallel dazu wird die weiße Schokolade geschmolzen und zusammen mit dem Puderzucker in die Quarkmasse gegegeben. Bei Bedarf (ich finde es recht empfehlenswert) rührt ihr noch das San-Apart unter. Wer kein San-Apart hat oder mag, kann auch mit Gelatinefix oder Agartine arbeiten, muss dann allerdings möglicherweise die Menge ein bisschen anpassen.
Verteilt die Creme auf die Muffinförmchen, die dann für mindestens vier Stunden (besser mehr) in den Kühlschrank wandern. Vor dem Servieren könnt ihr die Törtchen noch mit Raspeln aus weißer Schokolade garnieren, das ist hübsch und hebt die Schokolade geschmacklich noch etwas hervor.

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Ich habe die Törtchen letztes Wochenende auf zwei Geburtstage mitgenommen und sie sind überall sehr gut angekommen. Und das sogar unter erschwerten Umständen, da ich auf dem Weg zu Geburtstag Nummer Eins eine Vollbremsung mit dem Wagen meiner Schwester hingelegt habe (ihre Bremsen sind wesentlich feinfühliger als die meiner alten geliebten Klapperkiste) und die Box mit den Küchlein durch das komplette Auto geflogen ist. Die Kühlschranktörtchen glichen danach im wahrsten Sinne des Wortes einem Autounfall, haben aber nicht lang leiden müssen, da sie innerhalb kürzester Zeit von den Gästen verzehrt wurden.
Dafür habe ich es wohl und in einem Stück zu Geburtstag Nummer zwei geschafft, auch wenn die Törtchen hier ebenfalls einen recht kurzen Aufenthalt hatten.
Insgesamt war ich mit meinem „Back“versuch tatsächlich so glücklich, dass ich in Zukunft vielleicht noch die eine oder andere Kühlschranktorte fabriziere – gerade noch rechtzeitg, jetzt da in Bonn der Sommer doch noch einmal kurz zurückgekehrt ist. Seid also gespannt 🙂

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