Reis im Bett kochen

Zugegeben. Es wird draußen ja endlich Frühling. Manchmal kann man es schon in der Luft riechen, oder man erahnt ihn, weil einen morgens nicht allein das Geräusch vom Wecker oder dem Bagger vorm Wohnheim weckt (hier wird gerade gebaut) sondern weil man – wenn man die Ohren spitzt – auch hier und da ein paar Vögelchen zwitschern hört. Und manchmal, ganz manchmal, ist es tagsüber sogar schon richtig schön warm. Da es nachts allerdings nach wie vor bitter kalt ist, ist man – oder ich zumindest – froh, dass das Bett schön kuschelig und vor allem schön warm ist, oder?

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Tatsächlich ist so ein Bett aber noch für viel mehr zu gebrauchen als nur zum liegen – und zwar zum Kochen. Nein, ich habe mich nicht im Datum vertan und das hier ist auch kein Aprilscherz.

Denn habt ihr gewusst, dass man in seinem Bett Reis garen kann?
Ich habe diese Methode von meiner Mama gelernt, die Reis seit ich denken kann so zubereitet, und ich habe niemals erlebt – weder bei mir noch bei meiner Mutter – dass es nicht funktioniert hätte.

Im Grunde genommen ist es lachhaft einfach. Ihr messt den Reis in der benötigten Menge ab.
Für gewöhnlich nehme ich eine Tasse voll (was allerdings für eine Person in der Regel zuviel ist – aber ich spekuliere hier ganz bewusst auf Reste). Der Reis wird in einen Topf gegeben und mit der doppelten Menge Wasser übergossen – hier also zwei Tassen Wasser. Und natürlich gehört auch eine gute Prise Salz dazu.
Bis hier hin läuft alles erst einmal, wie man es sonst so kennt. Der Topf wird auf eine Herdplatte gestellt und abgedeckt. Stellt den Herd ruhig auf volle Hitze, damit ihr das Wasser zu kochen beginnt. Sobald es kocht, stellt ihr die Hitze nun aber nicht kleiner, sondern den Herd ganz aus.

Jetzt kommt der spannende Teil:

Schlagt eure Bettdecke ein Stück zurück und legt zum Schutz ein gefaltetes Handtuch oder einen Topflappen auf das Betttuch. Nun wird der Topf mit samt Deckel auf dem Handtuch platziert und die Bettdecke darüber gelegt. Ich habe mir angewöhnt die Decke möglichst nah an den Topf zu “kuscheln” um möglichst viel Hitze zu erzeugen.
Dann heißt es warten. Mehr nicht. Der Reis quillt im Topf munter vor sich hin und saugt die gesamte Flüssigkeit auf.

Es gibt allerdings ein kleines aber ziemlich wichtiges Detail, was ihr unbedingt beachten müsst. Diese Art Reis zu Garen dauert etwa 45-60 Minuten. Aber ganz ehrlich, es lohnt sich wirklich!

 

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Hier einmal die Vorteile:
1. Ihr habt eine Herdplatte mehr zur Verfügung
2. Diese Methode ist Stromsparend
3. Ihr müsst euch nicht darum kümmern, dass der Reis überkochen oder anbacken könnte.
4. Wenn das Essen nach 60 Minuten noch nicht fertig ist (ihr könnt den eigentlichen Kochvorgang ja beginnen, wann ihr mögt) kann der Topf im Grunde genommen den halben Tag unter der Decke bleiben, ohne, dass der Reis irgendeinen Schaden nehmen würde
5. Die Methode funtkioniert wirklich immer!

Zum Schluss ist er fluffig und ist sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her in keiner Weise von Kochbeutelreis oder auf dem Herd zubereitetem zu unterscheiden.
Und wer mir immer noch nicht glaubt, der muss es am besten selbst herausfinden!
Also auf die Betten, fertig…los!

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