Category Archives: Frühstück

Pan-Cookies (…oder Haferkekse aus der Pfanne)

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ – das wusste in der Antike bereits Seneca zu sagen. Damit nehme ich mir direkt zu Beginn dieses Artikels sämtlichen Wind aus den Segeln, meine umfangreichen Ausreden zu verkünden, weshalb ich das letzte halbe Jahr durch Abwesenheit geglänzt habe: Eine Masterarbeit, ein Uniabschluss, ein Umzug, eine fremde Stadt, ein neuer Job, neue Menschen… ich könnte ewig so weiter machen und euch erzählen, weshalb ich tausendmal versucht war mich hinzusetzen und einen neuen Blogpost zu verfassen und es dann doch nicht tat. Das alles wäre jedoch weder informativ noch besonders hilfreich. Also spare ich mir die Mühe und beginne einfach, um der lieben Zeit Willen, im Hier und Jetzt. Seit einigen Monaten lebe ich nicht mehr im schönen Bonn sondern in der niedersächsischen Studentenstadt Göttingen (zwar nicht zum Studieren, macht aber nix). Entsprechend verändert hat sich auch meine Küchensituation, da ich nun zu den glücklichen Besitzern eines Backofens zähle. Nicht geändert hat sich dagegen meine Leidenschaft für alles kulinarische und mein Wunsch diese Passion anderen zu Gute kommen zu lassen. Ich bin also fest entschlossen in Zukunft wieder vermehrt den Kochlöffel zu schwingen. Ich möchte euch außerdem versichern, dass ihr trotz meines plötzlichen Küchenluxus auch weiterhin mit backofenfreien Rezepten für süße und herzhafte Leckereien versorgt werdet. Ihr seht, ich habe an alles gedacht! Und um das zu beweisen stelle ich euch hier mein neuestes Experiment vor:

Pan-Cookies (…oder Haferkekse aus der Pfanne)

20160524_164909

Das Wortspiel mag vielleicht etwas dürftig sein, aber diese Kekse sind es bei weitem nicht. Die kleinen Dinger sind richtige Energien-Bomben, die sowohl sättigend als auch sehr lecker daherkommen. Wenn sie jetzt auch noch schlank machen würden (DAS tun sie wohl nicht so…), würde ich mein morgendliches Müsli sofort gegen sie eintauschen. Und das Beste ist, dass sie auch noch ganz schnell gemacht sind!

Ihr braucht:

90g Butter
140 g Zucker
70 g Vollkornmehl
1 Ei
1 Prise Muskat
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Zimt
250 g Haferflocken (kernig)
5 El Milch
Schokotropfen

20160524_165048

Zuerst verquirrlt ihr die Butter, den Zucker und das Ei, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Das Mehl vermischt ihr mit den Gewürzen und dem Backpulver und gebt es zu der Butter-Zucker-Ei-Masse. Nun kommen die Haferflocken dazu. Die Milch wird esslöffelweise und mehr oder weniger nach Bedarf dazu gegeben. In meinem Fall waren es 5 El, die Masse sollte feucht und formbar, aber nicht matschig und nicht zu trocken sein, daher kann die Menge der Milch je nach Zusammensetzung der Zutaten etwas variieren.

Nun erhitzt ihr etwas Öl (2-3 El) in einer Pfanne (wenn die Pfanne nicht beschichtet ist, solltet ihr unbedingt mehr Öl verwenden). Am besten verwendet ihr neutrales Öl, wie Sonnenblumen- oder Keimöl, da die Haferflocken sonst den Geschmack aufnehmen. Sobald das Öl warm ist, sollte die Temperatur der Kochplatte auf ein Minimum reduziert werden. Mit zwei Esslöffeln habe ich dann die Teigmasse portionsweise in die Pfanne gegeben und leicht flach gedrückt. Mit geschlossenem Deckel dürfen die Cookies nun 5-10 Minuten (variiert nach Herd, ich empfehle nicht allzu weit zu wandern, da die Haferflocken sehr schnell backen können) von jeder Seite durchbacken. Anschließend können Sie aus der Pfanne genommen werden und sind fertig um verspeist zu werden. Der Aufwand ist wirklich nicht riesig. Zugegeben, die Cookies sind nicht so symmetrisch und rund, wie Cookies, die im Backofen hergestellt werden, aber geschmacklich stehen sie diesen wohl kaum nach!

Ich kann sie zumindest nur jedem ans Herz legen! Und für mich heißt es nun auf alle Fälle wieder an die Pfannen, fertig, los! Also bis zum nächsten Mal und guten Appetit! 🙂

Share This:

Katmer Ekmek – herrlich leckeres Pfannenbrot

pfannenbrot

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und der Herbst ist auf dem Vormarsch. Trotzdem strengt sich die Sonne zuweilen noch einmal richtig an, um uns ein paar letzte warme Tage zu bescheren. Da lassen es sich dann natürlich die unverbesserlichen Optimisten in meinem Freundeskreis nicht nehmen, noch einmal zum Grillen zu laden – Zugegeben, abends war es dann meist doch bitterlich kalt, aber auch sehr schön. Zur Belohnung für solch großen Optmismus gibts dann als Mitbringsel zum Grillfest ein selbstgebackenes Pfannenbrot – super lecker, sehr vielfältig und optisch auch irgendwie ein Hingucker.
Das Rezept habe ich bei einer Vloggerin (Den Blogeintrag gibts hier auf Sallys Blog, Sallys Video findet ihr hier) gefunden und es ein kleines bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:
IMG_0796
125 ml warmes Wasser
1 Päcken Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe
1 TL Zucker
125 ml warme Milch
1 TL Salz
600 g Mehl
ca. 50 g Kräuterbutter/ 25 g Knoblauchbutter
ODER
Tahin (hier bin ich mir mit der Menge nicht sicher, aber da ihr nicht so viel braucht, reicht auch ein kleines Glas)

Okay, also zunächst setzt ihr den Hefeteig an. Wer nicht so ein Fan von Hefeteig ist, kann es auch mit einem Quark-Öl-Teig machen, meine Erfahrung damit war aber nicht soooo gut wie mit der Hefe. Außerdem findet ihr hier eine Beschreibung, wie euer Hefeteig praktisch von Zauberhand gelingt.
Sobald der Hefeteig gegangen ist, passiert Folgendes: Formt etwa Tennisballgroße Stücke aus dem Teig und rollt diese rund aus. Die flachen Teigplatten werden mit der weichen Butter oder dem Tahin bestrichen und aufgerollt. Ähnlich wie bei einer Zimtschnecke.
In ihrem Video benutzt Sallys zum Bestreichen traditionell Tahin, also Sesampaste, ich finde diese Version persönlich sehr, sehr lecker. Doch um ein bisschen Vielfalt in meine Brote zu bringen habe ich je eine Ladung mit Tahin und je eine Ladung mit dem Kräuter/Knoblauchbutter Gemisch gemacht. Beide Varianten wurden sehr gern gegessen und sind demnach weiter zu empfehlen.
Jetzt kommt der spannende Teil:
Die Heferöllchen, werden nun in sich schneckenförmig eingedreht. Bemehlt die Arbeitsfläche wieder etwas erneut und rollt nun die Schnecken mit eurer Teigrolle auf die Größe eurer Pfanne aus. Durch diese Technik werden die – später gebackenen- Teigfladen im Endprodukt ein wenig blättrig und die Butterfüllung zieht sich durch die einzelnen Schichten. Erhitzt eine Pfanne auf dem Herd – bei Bedarf mit ein wenig Öl – und backt die Brote darin von beiden Seiten je ca. 3-5 Minuten.
Die Technik hört sich aufwendiger an, als sie ist und die Grillmeister und -Gäste waren ehrlich angetan.
Noch ein kleiner Tipp, da die Grillsaison aber ja doch schon fast vorbei ist: Die Brote lassen sich auch super mit Honig oder Nutella bestreichen und einrollen (besonders Nutella sieht toll aus, sollte aber gut erwärmt werden vor dem Bestreichen) und sich dann als Croissant-Ersatz zum Frühstück servieren.
Das vermutlich in kürze also schlechter werdende Wetter kann also kaum eine Ausrede sein um die kleinen Delikatessen nicht einmal selbst anzutesten. Ich glaub ihr würdet es nicht bereuhen.

Share This:

Ich liebe den Sonntagmorgend. Denn in den seltensten Fällen habe ich an einem Sonntag einen wirklich dringenden Grund um mein Bett vorzeitig verlassen zu müssen. Klar kann man auch an Samstagen ausschlafen, aber meistens drängeln dann noch irgendwelche Einkäufe oder ähnliche Pflichten, die es zu erledigen gibt. An Sonntagen ist aber in den besten Fällen der einzige Grund mein Bett am Morgen zu verlassen der, dass der Hunger mich treibt. Wenn ich richtig motiviert bin, schlüpfe ich sogar zuweilen zum Bäcker und hole ein paar frische Brötchen. Doch meistens reicht meine Motivation nicht aus, um mir Schuhe anzuziehen -die meiner Meinung nach für einen Besuch beim Bäcker unabdinglich sind. Aber auch ohne Brötchen lässt sich ja zum Glück in kurzer Zeit – und im Pyjama 😉 – auch so ein richtig gutes Sonntagmorgen-Frühstück zaubern.
Hier also für alle, die wie ich, den Sonntag gerne mal komplett im Pyjama und im Bett verbringen (und für alle, die einfach gerne Pfannkuchen mögen ;)) mein aktuelles Lieblings-Sonntag-Morgen-Vollkorn-Pancake-Rezept.
20150801_143358
Für ca. 8 Pancakes benötigt ihr:
2 Eier
200g Quark
150g Vollkornmehl
50 ml Wasser
100 ml Milch (1,5%)
1 Prise Salz
1/2 Tl Backpulver
Tatsächlich gibt es bei dem Anrühren des Teiges recht wenig zu beachten. Zuerst werden die (halb)flüssigen Zutaten miteinander verquirrlt, also Eier, Quark, Wasser und Milch. Vermischt die trockenen Zutaten miteinander und siebt sie in die Quarkmasse. Ist der Teig zu flüssig, fügt ein wenig Mehl hinzu.
Nun werden die Pfannkuchen in einer heißen Pfanne mit ein wenig Fett ausgebacken. Durch das Backpulver gehen die kleinen Pfannkuchen in der Pfanne hoch, deswegen empfiehlt es sich kleinere Pancakes zu backen. Nach etwa 2-3 Minuten von jeder Seite ist das Frühstück fertig und der Sonntagmorgen gerettet. Die Pancakes schmecken super mit Puderzucker, Honig, Schokolade oder Ahornsirup. Und falls ihr es doch schafft eure Schuhe anzuziehen, machen sich die kleinen Pancakes auch super in Ergänzung zu Croissants, Brötchen und Co.

Share This: