Category Archives: Süßes oder Saures

Oster-Cake pops – Eine nette Abwechslung im Osternest

Trotz beinahe weihnachtlicher Temperaturen ist es ja schon wieder so weit, und Ostern steht unmittelbar vor der Tür. Und auch wenn das Ostereiersuchen dieses Jahr vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen wird, soll es uns ja nicht die Freude daran vermiesen, nicht wahr?

Daher habe ich heute für euch ein super leckeres Rezept, mit der man jedes Osternest zum richtigen Hingucker machen kann:

Cake-pops in Hasen- und Möhrenform

Eigentlich wollte ich das Rezept bereits am Donnerstag veröffentlichen, doch leider hatte ich Probleme mit dem Internet und musste daher bis heute warten. Doch noch sind die Geschäfte ja geöffnet und die ein oder andere Zutat hat man bereits zu Hause herumliegen.
Die Herstellung der Cake pops braucht relativ lang, was allerdings schlicht an der langen Kühlzeit liegt. Und das Ergebnis lohnt sich wirklich.

IMG_0685
Ihr braucht:
300 g weiße Schokolade
150 g Zartbitterschokolade
ca. 3 EL Marmelade, Frosting, Frischkäse oder was ihr sonst so mögt
3 Fertigkuchen (a 400 g)
Schokokekse (z.B. Leipniz Minis)
Holzstäbchen oder Lollipop-Sticks
grünes Bandrote Lebensmittelfarbe
gelbe Lebensmittelfarbe

Der Anfang läuft wie bei der Herstellung ganz normaler Cake pops: Der Kuchen wird in einer großen Schüssel zerbröselt und mit einer halbfesten Masse eurer Wahl befeuchtet. Am liebsten benutze ich dafür Marmelade, aber da ich vergessen hatte welche zu kaufen, habe ich eine kleine Menge Vanilla-Frosting angerührt und das benutzt – klappt genauso gut. Die Menge variiert je nachdem was ihr für einen Kuchen benutzt, aber in der Regel sollten drei gute Esslöffel völlig ausreichend sein. Wichtig ist, dass der „Teig“ richtig schön durchgefeuchtet und formbar wird.

IMG_0693       IMG_0694

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Für die Hasen nehmt ihr etwa 1 1/2 Esslöffel Kuchen und rollt ihn zu einer festen Kugel. Für die Möhren benötigt man ca. 2 Esslöffel formt daraus eine weitere Kugel und dreht diese anschließend in den Händen zu einer Art Kegel. Die Teigmenge hat bei mir für 9 Hasen und 5 Möhren gereicht – ich habe also recht viel Teig gemacht.

Jetzt kommen eure Teigklopse erst einmal in den Kühlschrank wo sie um die 5 Stunden richtig gut durchkühlen sollen. Für die Hasenohren habe ich Kekse verwendet. Uhrsprünglich wollte ich Katzenzungen verwenden, habe aber keine bekommen und mit den Keksen hat es auch sehr gut funktioniert. Die Kekse habe ich an einem Ende abgeschrägt, damit die Öhrchen spitz zulaufen. Das ist aber nicht zwingend notwenig. Nach der Hälfte der Kühlzeit muss ein bisschen von der Zartbitterschokolade (ich habe etwa 1 Rispe genommen) geschmolzen werden. Die Keks-Ohren werden in die Schokolade getunkt und anschließend nebeneinander in die Hasen-Kugeln gesteckt. Passt dabei auf, dass der Teig nicht zu sehr einreißt.

Wenn genug Zeit vergangen ist, könnt ihr die restliche dunkle Schokolade schmelzen und die Hasen kurz hineingeben. Ich habe hier ganz ehrlich gesagt alle Vorsicht fallen lassen und einfach mit den Händen gearbeitet. Die Teigkugeln sind nämlich relativ schwer. Kurz abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett legen und fertig sind eure Häschen.

Die Möhren sind ein bisschen aufwändiger. Zuerst wird weiße Schokolade geschmolzen und anschließend mit roter und gelber Lebensmittelfarbe Orange eingefärbt. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten einen schönen Orangeton hinzukriegen, probiert also am besten ein bisschen rum, bis euch die Farbe zusagt. Nun werden die „Möhren“ ebenfalls durch die Schokolade gezogen und auf dem Backpapier platziert. Die Schokolade härtet auf den durchgekühlten Teigstücken recht schnell aus. Sobald sie ein wenig fester wird, könnt ihr das Holzstäbchen etwa bis zur Hälfte in das breite Ende der Cake pop- Möhre stecken. Anschließend kommen die kleinen Leckereien noch einmal in den Kühlschrank. Zum Schluss könnt ihr noch grünes Geschenkband nehmen und es um die Holzstäbchen binden, um das Grün der Karotten anzudeuten. Ganz motivierte unter euch können noch kleine Rillen in die Möhren kratzen, das ist aber ein ganz optionaler Schritt.

IMG_0690

Die Cake pops sind wahnsinnig lecker (wenn auch wirklich mächtig!) und machen sich super als kleines Mitbringsel zum Osterbrunch oder einfach um einem lieben Menschen eine Freude zu machen! Aber mit oder ohne Cake pops wünsche ich euch allen frohe Ostern und erholsame Feiertage.

Share This:

Bananen-Pancakes und Rote-Beete-Creme – Low Carb für Naschkatzen

Das Ende der Semesterferien rückt langsam näher und damit auch die Abgabe meiner Hausarbeiten. Nun da es also fast geschafft ist, kann ich mich endlich wieder verstärkt auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren. Für Ostern habe ich bereits eine schöne Idee, hoffe allerdings, dass ich die noch rechtzeitig umgesetzt bekomme. Aber wie es so schön heißt, wo ein Wille ist…:D
Heute gibt’s aber erstmal zwei etwas ungewöhnliche, aber wirklich, wirklich leckere Rezepte für die Leckermäulchen unter euch, die gerne mal was Süßes mögen, aber –so wie ich – den ganzen Tag am Schreibtisch hocken müssen und daher gerne mal nach süßen Alternativen zu Schokolade suchen.
Das erste Rezept habe ich vor einiger Zeit bereits bei Instagram begeistert gepostet und es ist sagenhaft, wie schnell und einfach es ist: (Low Carb)

Bananen Pancakes

IMG_0649

Sehen die nicht lecker aus? Und das beste ist, dass man nur zwei Zutaten benötigt.
Für eine Portion (eine Person) benötigt ihr:
1 (reife) Banane
2 Eier
IMG_0648
Das war’s! Mehr nicht. Und so geht’s:
Einfach die Banane zusammen mit den Eiern in einen Blender geben oder pürieren bis ein weicher „Teig“ entsteht. Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und ein gaaanz kleines bisschen Öl in die Pfanne geben. Dann den Teig in die Pfanne füllen – Ich empfehle euch, kleine Pfannkuchen zu machen (etwa ..) da die Bananen-Pancakes etwas schwieriger zu wenden sind als normale Pfannkuchen. Etwa 1 Minute von beiden Seiten braten und dann zuschlagen :D.
Ich habe die Pfannkuchen mit einer ganz lieben Kollegin nach dem Sport zubereitet und wir haben uns dazu einen riesigen Obstsalat gemacht. Es war wirklich ein kleiner Traum kann ich euch sagen!

Aber weils so schön (und so einfach) ist, kriegt ihr heute sogar noch ein zweites Rezept. Das hier ist ein bisschen spezieller, schmeckt aber wirklich sehr lecker und überraschend süß!

Rote-Beete-Creme

IMG_0664

Ihr braucht:
1 Knolle gekochte Rote Beete
2 Bananen
1 EL Magerquark
1 El Honig oder 1 TL Stevia (oder Zucker)

IMG_0666
Genau wie in dem oberen Rezept werden die Zutaten hübsch mit einander püriert. Allerdings war das hier schon der ganze Zauber. Wem es schmeckt kann gerne etwas Zimt (1/4 TL) oder Kakaopulver mit in die Creme geben. Ich mag diese Variante sehr gern. Tatsächlich schmeckt die Rote Beete von Natur aus relativ süß, weshalb sie sich überraschend gut als Nachspeise zubereiten lässt. Und geschmacklich ist es mal was anderes. Wer kein besonderer Fan von Roter Beete ist (die übrigens sehr gesund ist, nebenbei bemerkt) muss sich davon aber auch nicht abschrecken lassen. Man schmeckt sie zwar raus, aber auch der Bananengeschmack ist sehr präsent. Es ist meiner Meinung nach jedenfalls eine lohnenswerte Kombination, mit der man mal einen Versuch wagen sollte!

Share This:

Reis garen mal anders – oder was Betten so alles können

Zugegeben. Es wird draußen ja endlich Frühling. Manchmal kann man es schon in der Luft riechen, oder man erahnt ihn, weil einen morgens nicht allein das Geräusch vom Wecker oder dem Bagger vorm Wohnheim weckt (hier wird gerade gebaut) sondern weil man – wenn man die Ohren spitzt – auch hier und da ein paar Vögelchen zwitschern hört. Und manchmal, ganz manchmal, ist es tagsüber sogar schon richtig schön warm. Da es nachts allerdings nach wie vor bitter kalt ist, ist man – oder ich zumindest – froh, dass das Bett schön kuschelig und vor allem schön warm ist, oder?

20150117_090304

 

Tatsächlich ist so ein Bett aber noch für viel mehr zu gebrauchen als nur zum liegen – und zwar zum Kochen. Nein, ich habe mich nicht im Datum vertan und das hier ist auch kein Aprilscherz.

Denn habt ihr gewusst, dass man in seinem Bett Reis garen kann?
Ich habe diese Methode von meiner Mama gelernt, die Reis seit ich denken kann so zubereitet, und ich habe niemals erlebt – weder bei mir noch bei meiner Mutter – dass es nicht funktioniert hätte.

Im Grunde genommen ist es lachhaft einfach. Ihr messt den Reis in der benötigten Menge ab.
Für gewöhnlich nehme ich eine Tasse voll (was allerdings für eine Person in der Regel zuviel ist – aber ich spekuliere hier ganz bewusst auf Reste). Der Reis wird in einen Topf gegeben und mit der doppelten Menge Wasser übergossen – hier also zwei Tassen Wasser. Und natürlich gehört auch eine gute Prise Salz dazu.
Bis hier hin läuft alles erst einmal, wie man es sonst so kennt. Der Topf wird auf eine Herdplatte gestellt und abgedeckt. Stellt den Herd ruhig auf volle Hitze, damit ihr das Wasser zu kochen beginnt. Sobald es kocht, stellt ihr die Hitze nun aber nicht kleiner, sondern den Herd ganz aus.

Jetzt kommt der spannende Teil:

Schlagt eure Bettdecke ein Stück zurück und legt zum Schutz ein gefaltetes Handtuch oder einen Topflappen auf das Betttuch. Nun wird der Topf mit samt Deckel auf dem Handtuch platziert und die Bettdecke darüber gelegt. Ich habe mir angewöhnt die Decke möglichst nah an den Topf zu „kuscheln“ um möglichst viel Hitze zu erzeugen.
Dann heißt es warten. Mehr nicht. Der Reis quillt im Topf munter vor sich hin und saugt die gesamte Flüssigkeit auf.

Es gibt allerdings ein kleines aber ziemlich wichtiges Detail, was ihr unbedingt beachten müsst. Diese Art Reis zu Garen dauert etwa 45-60 Minuten. Aber ganz ehrlich, es lohnt sich wirklich!

 

IMG_0658

Hier einmal die Vorteile:
1. Ihr habt eine Herdplatte mehr zur Verfügung
2. Diese Methode ist Stromsparend
3. Ihr müsst euch nicht darum kümmern, dass der Reis überkochen oder anbacken könnte.
4. Wenn das Essen nach 60 Minuten noch nicht fertig ist (ihr könnt den eigentlichen Kochvorgang ja beginnen, wann ihr mögt) kann der Topf im Grunde genommen den halben Tag unter der Decke bleiben, ohne, dass der Reis irgendeinen Schaden nehmen würde
5. Die Methode funtkioniert wirklich immer!

Zum Schluss ist er fluffig und ist sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her in keiner Weise von Kochbeutelreis oder auf dem Herd zubereitetem zu unterscheiden.
Und wer mir immer noch nicht glaubt, der muss es am besten selbst herausfinden!
Also auf die Betten, fertig…los!

IMG_0184

Share This:

Spaghetti Aglio e Olio

In den letzten Wochen wurde es ja wieder erschreckend still um mich. In Anbetracht der anstehenden Hausarbeiten, der Arbeit und dem ganzen Kram, der so drum herum anfällt ist das natürlich eigentlich kein Wunder. Trotzdem wollte ich die Gunst der Stunde und die Ruhe der Nacht mal wieder für einen – längst überfälligen – Blogeintrag nutzen. Ich weiss ja nicht, wie das bei euch so ist, aber wenn ich sehr viel Stress habe, dann fällt das Kochen bei mir mehr oder weniger unter den Tisch. So gerne ich es dann auch möchte, da ist nicht viel mit Backen und Kochen und tun und machen, dann muss alles sehr schnell gehen.

Aber Essen muss der Mensch ja bekanntlich, um zum einen bei Laune zu bleiben und zum anderen, um Kraft zu tanken. Ein ganz leckeres und ganz schnelles Rezept, was ich in den letzten Tagen dabei fabriziert habe möchte ich euch nun kurz vorstellen.

Spaghetti Aglio e Olio mit Thunfisch, Blattspinat und frischen Tomaten. Geht ratzfatz, ist sättigend und wirklich lecker.
Ihr braucht:

1 kleine Knoblauchzehe (gerne auch 2 ;)) oder Knoblauchpulver (ich hab es ehrlich gesagt damit gemacht)
Cocktailtomaten
1-2 Hände voll Blattspinat
1/2 Dose Thunfisch
Eine Handvoll ungekochter Spaghetti
Olivenöl
Salz
Pfeffer

IMG_0400-1

In einem Topf erhitzt ihr Wasser für die Spaghetti. Sobald das Wasser kocht, gebt ihr etwas Salz dazu und wartet bis sie al dente sind. In der Zwischenzeit könnt ihr den Blattspinat waschen, entstiehlen und in grobe Streifen schneiden. Die Tomaten werden halbiert, und der Knoblauch wird kleingehackt. Beides könnt ihr kurz zur Seite stellen.
Kurz bevor eure Spaghetti gut sind – nach ca. 6-8 Minuten – könnt ihr den Spinat mit in den Topf geben, damit er kurz blanchieren kann. Alles zusammen dann in ein Sieb zum Abtrofen geben. Gebt die Spaghetti zurück in den noch warmen Topf, stellt diesen aber nicht mehr auf die heiße Herdplatte. Vermengt nun die Spaghetti mit ein paar Spritzern Öl, ein wenig Salz, Pfeffer und den restlichen Zutaten. Und fertig ist das Mittagessen.
Es handelt sich, inklusive Abwasch um eine Angelegenheit von ca. 15 Minuten und ist damit immer noch voll im Rahmen für eine schnelle Mahlzeit zwischen den Lernintervallen. Klar, suuuuper gesund ist anders, aber man kann ja auch nicht alles haben oder?
Wer aus ethischen Gründen keinen Thunfisch ist, oder schlicht keinen mag, der kann diesen auch sehr gut durch Walnüsse ersetzen. Zusammen mit dem Spinat ist das eine ganz tolle Kombination und verleiht dem ganzen noch ein gewisses Extra.

IMG_0409

In Zukunft gelobe ich Besserung, was die Häufigkeit meiner Rezeptvorschläge angeht, aber ihr wisst ja selbst, harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. In diesem Sinne wünsche ich euch eine tolle und hoffentlich entspanntere Zeit als ich sie gerade habe. 😉

Share This:

Be my Valentine – Herzige Berliner

Ich muss etwas gestehen: Ich mag den Valentinstag nicht. Habe ich noch nie. Nicht, weil es ein kommerzieller Feiertag ist. Denn seien wir ehrlich, es gibt ja eigentlich gar keine Feiertage mehr, die die Industrie sich nicht zu Nutze zu machen weiss – und für den Blumenhändler von nebenan ist das ja sogar irgendwie ganz nett. Auch nicht, weil ich mich als Single an diesem Tag besonders schlecht fühlen würde. Denn auch wenn mein Beziehungsstatus auf Facebook freudig „in einer Beziehung“ anzeigen darf, kann ich dem Valentinstag nicht mehr abgewinnen als vorher.

Mich stört einfach dieses Plakatieren und öffentliche Zur-Schau-Stellen von zwischenmenschlichen Gefühlen, aus einer reinen Erwartungshaltung heraus. Natürlich ist es schön und auch wirklich wichtig, seinen liebsten Mitmenschen einmal „Danke“ zu sagen und ihnen zu zeigen, wie wichtig sie einem sind. Aber ist es nicht viel schöner das einfach dann zu tun, wenn der Moment gerade passt? Oder der andere das wirklich gerade gebrauchen kann? Wo bleibt denn die sogenannte „Romantik“, wenn ich jemanden am Valentinstag mit einer süßen Leckerei, Blumen oder etwas anderem „überrasche“, nur weil irgendwie erwartet wird? Versteht mich nicht falsch, es liegt mir fern gegen die Menschen zu wettern, die diesem Feiertag etwas abgewinnen können und ihn angemessen zu zelebrieren wissen.
Für mich ist Romantik halt etwas, was man nicht in eine Geschenkschachtel packen und mit Rosenblättern übergießen (nicht, dass ich davon ausgehe, dass das hier wirklich jemand macht ;)) kann, sondern die kleinen Dinge, die man für jemanden tut. Eine Suppe zu kochen, wenn man krank ist, die Tür aufhalten oder eine Einkaufstasche tragen. Oder einfach, wie man sich ansieht und miteinander spricht. Das verstehe ich unter Romantik. Und nach dieser Logik ist so gesehen jeder Tag ein Valentinstag. Oder es sollte zumindest so sein.

Nun wenn man dem V-Day also ohnehin nicht ganz so zugetan ist, fällt es gleich doppelt auf, dass man sich in letzter Zeit in allen sozialen Netzwerken und Werbeanzeigen mit diesem Tag konfrontiert sieht. Gleichzeitig muss ich aber noch ein Geständnis machen: Ich habe gerade in den genannten sozialen Netzwerken eine ganze Reihe wirklich toller Ideen für den Valentinstag gefunden, die selbst mir Vaentinsmuffel irgendwie Lust auf einen liebestrunkenen Beitrag gemacht haben. Da trifft es sich ganz hervorragend, dass dieses Jahr der Valentinstag auf ein Ereignis fällt, für das mein rheinisches Herzelein tatsächlich höher und schneller schlägt: Der Karneval und Valentinstag fallen dieses Jahr nämlich praktischerweise auf ein und dasselbe Datum.

Da ich im Rheinland – genauer gesagt im schönen Bonn – groß geworden bin, ist der Karneval ein fester und enorm wichtiger Bestandteil meines Lebens. Bis vor ein paar Jahren habe ich bereits im Sommer begonnen meine Kostüme zu planen und spätestens im Herbst angefangen selbige zu nähen. Und eine Sitzung, wenn nicht mehr, pro Session ist ohnehin drin. Ihr seht also, die Liebe von der ich hier spreche ist echt und geht tief. In diesem Jahr soll also der Karneval in all seiner Pracht mein „Valentine“ sein und ich zeige ihm meine ganze Liebe öffentlich (ganz so wie es eben erwartet wird!) durch die Darbringung eines kleinen Tributs. Und da eine der bekanntesten Naschereien der fünften Jahreszeit Berliner sind, habe ich heute für euch ein wahrlich herzliches Berliner-Rezept!

Anderswo sind sie wohl unter dem Namen Berliner Pfannkuchen oder Krapfen bekannt – das wirklich wichtige ist aber, dass sie mit Marmelade gefüllt und wahnsinnig lecker sind! Genug der Worte, hier gibt es das Rezept für euch:

Ihr braucht für den Teig:
200 ml Milch
1 Päcken Trockenhefe
70 g weiche Margarine oder Butter
50 g Zucker
1 -3 Tropfen Vanillearoma
1 Prise Salz
450 g Mehl

Für die Füllung:
Marmelade oder Konfitüre eurer Wahl (z.B Erdbeer)

11005781_996472390382244_1481510267_n

Ich war zugegeben ein bisschen überrascht, als ich gelesen habe, dass Berliner aus Hefeteig gemacht werden. Ich hatte immer vermutet, dass es ein Brand- oder Quarkteig wäre. Eine eingehende Recherche hat mich dann aber eines besseren belehrt. Ihr bereitet in einem ersten Schritt also einen Hefeteig vor. Wenn ihr damit ein bisschen Probleme habt, empfehle ich euch hier meine „Ode an die Hefe“ zu lesen, die euch die Eigenheiten und Eigenschaften eines Hefeteigs etwas näher bringen soll und ein Misslingen des Teigs praktisch unmöglich macht.

Wenn euer Teig nach ca. einem Stündchen so richtig schön gegangen ist, dann rollt ihn ca. 1 cm dick aus. Mit einem Glas oder einem Cookie-Cutter stecht ihr Kreise aus dem Teig. Mit Naschen bin ich auf 14 Kreise gekommen. Das hängt aber natürlich von der gewählten Größe ab. Mit einem Messer schneidet ihr die Kreise nun etwa 1/4 tief ein, zieht die Enden leicht auseinander, und drückt die Enden so zusammen, dass sich eine Herzform ergibt. Wer einen größeren Herzaustecher zu Hause hat kann sich die Arbeit natürlich erheblich erleichtern ;). Wenn ihr alle Herzen zusammen habt, legt ihr sie auf ein Küchenbrett, bemehlt ihr sie leicht und gebt ein leicht feuchtes Küchentuch darüber. Dann kommen sie noch einmal an einen warmen Ort zum gehen. Das darf ruhig Zeit in Anspruch nehmen. Ich glaube ich habe den kleinen Hefe-Herzen etwa drei Stunden eingeräumt, weil ich wollte, dass sie sich richtig entfalten können und später dann ganz fluffig sind.

Jetzt kommt der spannende Teil. In einen großen Topf gebt ihr ordentlich Öl, so dass die Hefeklöpse frei schwimmen können und erhitzt es auf mittlerer Stufe. Das ist wichtig, damit das Öl nicht zu heiß wird – das ist natürlich erstens zu eurer eigenen Sicherheit, verhimndert aber gleichzeitig, dass die Herzen außen verbrannt und innen roh sind. Nun werden die Teigrohlinge von jeder Seite ca. 3 Minuten frittiert und dann auf mehrere Lagen Küchenkrepp gelegt. Ihr könnt die noch warmen Herzen direkt in Zucker wälzen oder nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.
Mit einer Spritztülle und befüllt ihr sie anschließend mit Marmelade eurer Wahl. Am besten einer ohne lästige Stückchen.

IMG_0619

Da ich nicht genug Öl im Haus hatte, die Läden aber schon geschlossen hatten, konnte ich nicht alle meine Rohlinge frittieren, sondern habe den großteil in – für meine Verhältnisse – recht viel Öl in der Pfanne gebraten. Ebenfalls auf niedriger bis mittlerer Stufe, um ein gleichmäßiges Garen zu ermöglichen. Das Ergebnis hat mir persönlich sogar ein wenig mehr zugesagt, als das frittieren. Ich muss aber gestehen, dass es so natürlich gut dopppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt und nicht direkt traditionell ist.

11004283_996472410382242_1260389553_n

Egal für welche Methode ihr euch entscheidet, und zu welchem Anlass ihr die herzigen Berliner macht, ob Valentinstag oder einem x-beliebigen Tag, an dem ihr eure Liebe zeigen wollt- ich verspreche euch, dass den Beschenkten davon auf jeden Fall das Herz aufgeht! 🙂

Share This:

Von Kuchentrümmern und kleinen Schritten – mal ein anderer Beitrag

An manchen Tagen kriegt man ja „nichts gebacken“, wie es so schön heißt. Tatsächlich war heute für mich ganz genau so ein Tag. Erst habe ich verschlafen, auf dem Weg zum Bus eine Pfütze übersehen (weshalb ich auf der Arbeit nur in Socken rumgerannt bin, damit mein Schuh trocknen kann) und dann auf dem Nachhauseweg meine Haltestelle verpasst, weil ich vor mich hingeträumt habe.
Es passte also irgendwie in meinen Tag, dass der Kaiserschmarrn, den ich für einen Freund zum Abendessen machen wollte, mehr einem süßen Rührei denn einer österreichischen Mehlspeise glich. Nun gut, an solchen Tagen muss man also einfach mal ein bisschen umplanen und so nutze ich die „Lücke“ in meinem Rezeptrepertoire für einen Blogeintrag der etwas anderen Art.
Ich habe also beschlossen einen Blogeintrag zu machen, in dem ihr mich mal von einer ganz anderen Seite erlebt. Denn bisher habe ich alles in allem noch nicht wirklich viel von mir preisgegeben. Um ehrlich zu sein, hat das den Grund, dass ich selbst noch nicht so ganz sicher bin, wie viel ich eigentlich „diesem Internet“ von mir zeigen möchte, oder ganz allgemein der Außenwelt. Vermutlich ist dieses „sich öffnen“ ein Prozess, den ich nach und nach durchmachen werde – aber bis dahin mache ich einfach einen kleinen Schritt vor den anderen.
Ich finde immer, dass man Menschen in Stresssituationen sehr gut kennen lernen kann, da sie in solchen Momenten oft  vergessen die perfekte Fassade aufrecht zu halten. Ich begebe mich also in den virtuellen Löwenkäfig und erzähle euch die dramatische Geschichte um einen Kuchen, der ganz und gar andere Pläne hatte als ich.
Im Sommer letzten Jahres war ich auf die Babyshower einer sehr lieben Arbeitskollegin eingeladen. Und wie ich nun mal bin, habe ich von Anfang an geschrieen, dass ich den Kuchen machen würde. Da meine Kolleginnen jetzt aber nicht alle Tage ihr erstes Kind kriegen, wollte ich etwas besonders schönes machen. Ein Kinderwagen, passend zum Thema, sollte es sein. Ich hatte mir alles sowohl im Kopf als auch auf dem Papier so richtig schön ausgemalt. Weiss sollte er werden und auf einem Rechteckigen Kuchen mit grünem Frosting thronen. Für diesen Anlass habe ich extra auf den Backofen meiner Mama zurück gegriffen, um schneller zwei halbkegelförmige und einen großen (Blech)Kuchen backen zu können – so eine Motivtorte braucht schließlich auch so jede Menge Zeit. Möglicherweise war es Karma, weil ich einen Backofen benutzt habe, möglicherweise habe ich mich bei den Zutaten für den Teig verrechnet, oder die Form war nicht gut eingefettet – sicher ist, dass der Kuchen aus der einen Kegelform nur halb und aus der flachen, rechteckigen gar nicht heraus kam.
IMG_0128
Da stand ich also mit jeder Menge Kuchen und einem Plan, von dem ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wie ich ihn nun verwirklichen sollte. Neubacken kam sowohl zeitlich als auch aus Prinzip nicht in Frage und auch die Füllung und die Ganache für die Torte waren ebenfalls bereits angerührt – da blieb also nur noch die Flucht nach vorn.
Ich muss jetzt gestehen, dass solche Maleure nicht wirklich untypisch für mich sind. Häufig male ich mir Ereignisse oder Vorhaben meinerseits in schillernden Farben aus, nur um dann auf halber Strecke zu merken, dass meine Vorstellung und die Realität gar nicht mal so d ‚accort laufen. Natürlich ist es wichtig in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, cool zu bleiben und das Unglück objektiv von allen Seiten zu betrachten.
Ich sprang also aufgescheucht durch die Küche, komplimentierte und bedrohte die Backform, damit sie den Kuchen herausgab und musste schließlich mein Los einsehen. Ich habe mich also hingesetzt und den Kuchen ca. eine halbe Stunde lang angestarrt (Sowohl stinksauer als auch analytisch) und von allen Seiten meine Möglichkeiten abgewogen. Das Fazit meiner Untersuchung lautete: Totalschaden. Retten was zu retten ist, aber ohne Rücksicht auf Verluste.
IMG_0122
Unterm Strich bedeutete das, ein ganz neues Tortenkonzept zu basteln: Der Kuchenuntergrund wurde gestrichen und der Kinderwagen durch eine Wiege ersetzt. Glaubt mir wenn ich euch sage, das was in der Küche meiner Mutter an diesem Tag geschah, war kein entspanntes Backe-Backe-Kuchen, das war Krieg. Eine regelrechte Kuchenschlacht. Aus der heilen Halbkugel wurde der Wiegenkorb – Das war der leichte Teil. Der Schirm des Babyhimmelbetts dagegen wurde aus Trümmern und Bruchstücken so zusammen gedrückt und gekleistert (die Ganache war wenigstens gelungen und erfüllte ihre Zwecke) bis ein kuppelartiges Gebilde daraus erwuchs. Sicherheitshalber habe ich das ganze mit Zahnstochern und einer zweiten (dünnen) Schicht Ganache fixiert, bevor ich mich mit dem Fondantüberzug beschäftigte. Auch hier brachte die insgesamt relative Instabilität des Kuchens ihre Tücken mit sich, aber mit viel Fluchen, Flehen und Versuchen hat das Einschlagen dann doch ganz gut funktioniert. Da an einigen Stellen aber doch Unfeinheiten zu erkennen  waren, wurde kurzerhand noch ein zweiter Überzug aus rosa Fondant beschlossen (rosa, da es ein Mädchen würde), dessen Zweck darin bestand die rissigen und unschönen Stellen zu überdecken.
IMG_0136
Ich wollte absolut mehr als einmal mittendrin das Handtuch von mir und den Kuchen aus dem Fenster werfen, muss aber sagen, dass sich der ganze Stress und die viele Arbeit letzten Endes gelohnt haben. Das wichtigste an einem Kuchen -eigentlich an allen Lebensmitteln- ist, dass er schmeckt. Nur das ist wirklich von Interesse. Wenn ich den Kuchen also für den Kaffeetisch bei meinen Eltern gebacken hätte, wären die Kuchentrümmer zwar nicht schön aber ausreichend gewesen. Es gibt aber auch Situationen, da spielt das äußere ebenso eine Rolle wie der Geschmack. Ein Hochzeitstorte zum Beispiel soll den Gästen ja nicht Sätze entlocken wie „Och der optische Unfall war doch eigentlich ganz lecker“. Und gleiches gilt eben auch für meinen Kuchen für die Babyshower. Gegessen wurde der Kuchen übrigens nicht auf der Party soweit ich weiss, da so viel herzhaftes Essen da war.
Ich hab mir aber sagen lassen, dass er sehr lecker gewesen ist. Auf die zahlreichen Zahnstocher hatte ich gerade noch rechtzeitig hingewiesen – was ein Bonus war ;).
Ganz ehrlich läuft bei mir nur in den seltensten Fällen wirklich alles glatt und so wie ich es will. Meistens geht sogar alles irgendwie schief. Oft habe ich dann Glück im Unglück. Und im Grunde genommen, ist das alles immer irgendwie egal, solange etwas mit Liebe und Leidenschaft angegangen wird. Macht das Sinn? 😀
In diesem Sinne wünsche ich euch ein herrliches und möglichst unfallfreies Wochenende!

Share This:

In die Pfanne gehauen – Fräulein Kleinigkeits Zimt- und Zitronenschnecken

Obwohl ich für mein Leben gern backe, habe ich erst vor kurzer Zeit den Hefeteig für mich entdeckt. Früher habe ich mich in der Regel nicht an Hefe getraut, und wenn ich es doch einmal versucht habe, war das Ergebnis selten berauschend. Irgendwie schmeckte es seltsam, der Teig ist nicht richtig aufgegangen, oder das Gebäck ist nicht gleichmäßig durchgebacken…dabei ist Gebäck aus Hefe nicht nur wahnsinnig lecker sondern auch noch im Vergleich zu anderen Leckereien wie Mürbeteigplätzchen oder Rührkuchen relativ Figurschonend. Also habe ich vor einigen Monaten beschlossen mit diesem Missstand in meinem kulinarischen Repertoire endlich reinen Tisch zu machen und der Hefe ein Plätzchen in meinem Kühlschrank und in meinem Herzen einzuräumen. Ein weiterer Vorteil von Hefegebäck hat sich dann ganz von alleine herausgestellt: Es lässt sich ganz hervorragend in der Pfanne zubereiten und ist daher praktisch prädestiniert für diesen Blog :D.

Und weil ich meine neugewonnene Liebe für Hefe mit euch teilen möchte kriegt ihr gleich zwei unterschiedliche Rezepte von mir an die Hand damit in Zukunft keiner mehr behaupten kann, das mit der Hefe klappt nicht so recht!

IMG_0295

Beginnen wir mit dem Klassiker: Der Zimtschnecke

Ich persönlich bin ein riesen Fan von Zimt und muss gestehen, dass ich ihn auch überall reinknalle – in den Quark, den Joghurt, mein Müsli, meinen Milchreis und, und, und…
Daher war es für mich irgendwie nur naheliegend, dass meine ersten Experimente mit Hefe in Form von Zimtschnecken durchgeführt wurden.
Und weil die Zimtschnecke nicht nur bei mir sehr beliebt auf dem Kaffeetisch ist, gibt es dafür natürlich 10 Millionen unterschiedliche Rezepte (die sich natürlich auch alle irgendwie ähneln, so viel ist in so ner Zimtschnecke ja nu auch nicht drin ;)). Also jetzt Butter bei die Fische und Zimt an die Schnecke, hier sind die benötigten Zutaten:

Für den Teig braucht ihr:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
1 Ei
70-100 ml Milch
1 Würfel frische Hefe

Für die Füllung braucht ihr:

ca. 2-3 EL Honig und/oder Butter
Zimt (ist ja klar ;))
Zucker

So zunächst mal zum Hefeteig. Den Teig für die Zimtschnecken habe ich mit frischer Hefe und einer warmen Führung zubereitet, die Anleitung dafür könnt ihr hier sehen. Der Teig ist eigentlich sehr leicht herzustellen. Zuerst mischt ihr den Vorteig zusammen und gebt anschließend, die restlichen Zutaten hinzu. Nach etwa einer Stunde Ruhezeit, in der ihr euch mit anderen schönen oder weniger schönen Dingen des Lebens beschäftigen könnt, ist der Teig soweit fertig zur weiteren Verarbeitung. Bemehlt eure Arbeitsfläche – bei mir ist es wie immer mein Tisch – und rollt darauf den Teig zu einem Rechteck. Der Teig sollte nicht zu dünn und nicht zu schmal ausgerollt werden, da das über die Breite eurer fertigen Schnecken entscheidet.  Erwärmt etwas Butter oder Honig, so dass es flüssig genug ist um den Teig nicht zu zerreißen und bestreicht ihn damit vorsichtig. Wichtig ist, dass vor allem die Ränder schön eingepinselt werden, damit sie später gut aneinander haften. Nun mischt ihr nach Gusto Zucker mit Zimt und bestreut damit eure Teigfläche, wobei ihr darauf achten solltet, die Ränder nicht zu voll zu kleistern. Nun wird alles möglichst gleichmäßig und enganliegend zu einer Rolle gedreht und in Scheiben geschnitten. Die Dicke ist jedem selbst überlassen, bedenkt aber, dass die Schnecken beim backen noch ein kleines bisschen aufgehen. Ihr könnt die Schnecken vor dem Backen noch ein klein wenig mehr gehen lassen, das ist aber kein notweniger Schritt.
In einer Pfanne erhitzt ihr ein wenig Öl und reduziert anschließend die Hitze auf eine niedrige Temperatur. Nun kommen die Schnecken hinein und werden unter möglichst häufigen Drehen (Anbrenngefahr ;)) etwa 10-15 Minuten gebacken. Anschließend könnt ihr sie mit Zuckerguss oder Puderzucker verfeinern und Voilà!

IMG_20150123_080804

Damit wären die Zimtschnecken bereits abhandelt, aber weils so schön war hier noch ein weiteres Schnecken-Rezept: Zitronenschnecken

Ihr braucht für den Teig:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
70-100 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung und den Belag:
Zucker
Öl
Puderzucker
Zitronensaft
Zitronenaroma

Der Teig wird im Grunde ähnlich hergestellt, wie auch der für die Zimtschnecken. Ich habe – um der Vielfalt Willen – allerdings hier einen Teig mit Trockenhefe und kalter Führung angerührt und das Ei weggelassen. Das kann man bei einem Hefeteig nämlich – also das Ei weglassen.
Hierfür werden alle Zutaten für den Teig auf einmal vermischt und zu einem Teigklops geformt, der dann ein bis zwei Stunden unter einem Küchentuch vor sich hin wachsen kann. Sobald der Teig ausgewachsen ist, wird er ebenfalls zu einem Rechteck ausgerollt und mit Öl – am besten Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutral ist- bepinselt. Nun gebt ihr Zucker auf die Teigfläche, wobei auch hier die Ränber weitgehend nur voll mit Öl sein sollten. Nun wird gedreht, gerollt und geschnitten, ganz so wie oben bereits erklärt. Auch das Backen funktioniert identisch. Während eure Schneckchen auskühlen könnt ihr dann in einem Glas Puderzucker (ich hab so 5 EL genommen) mit soviel Zitronensaft vermischen, dass eine richtig zähflüssige Masse entsteht. Wer’s mag kann noch ein bisschen Zitronenaroma untermischen. Der Guss wird dann über eure Zitronenschnecken gegossen und fertig ist das süße Träumchen.

Es geht wirklich nicht fix Hefegebäck herzustellen, kostet aber eigentlich nicht viel Arbeitszeit oder Aufwand und schmeckt wirklich richtig lecker. Also an alle, die sich so wie ich mit Hefe immer ein bisschen schwer getan haben: Wer nicht wagt, der nicht genießt! 😉

 

Share This:

Ode an die Hefe – Oder wie man einen Hefeteig herstellt!

Ich liebe Hefegebäck. Es ist nicht so schwer, oft sehr saftig und dazu auch noch relativ Figurschonend, im Vergleich zu anderem Gebäck. Trotzdem habe ich mich jahrelang sehr schwer mit der Zubereitung eines Hefeteigs getan und das eigentlich völlig ohne Grund. Denn an sich ist es beinahe idiotensicher einen richtig lockeren, luftigen und saftigen Hefeteig herzustellen. Und das Beste: Hefeteig lässt sich super gut in der Pfanne verarbeiten und ist damit auch noch unaufwändiger als ein Kuchen oder eine Torte.  Daher bekommt ihr hier zum einen eine Anleitung, wie man einen Hefeteig herstellen kann und auch ein paar Tricks, damit es auch klappt!

So! Zuerst einmal gibt es nicht den einen Weg, wie man einen Hefeteig herstellt sondern unterschiedliche Methoden. Bei der Herstellung eines Hefeteigs spricht man daher von einer kalten oder einer warmen Führung.

Unter einer warmen Führung versteht man, dass die Hefe mittels eines Vorteigs zweimal aufgehen kann. Dafür erwärmt ihr die Milch in einem Behältnis, bis sie etwa handwarm ist (die Milch darf auf keinen Fall zu heiß sein!). Zusammen mit etwas von dem Zucker bröckelt ihr nun die Hefe hinein und stellt den Behälter zur Seite. Als nächstes vermischt ihr das Mehl mit dem Salz und dem restlichen Zucker. In das Mehl grabt ihr eine kleine Mulde, in die ihr die Milch-Hefe-Mischung gießt. Nun wird die Flüssigkeit mit dem Mehl vom Rand bestäubt und die Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt (Ideal wäre ein leicht feuchtes, das muss aber nicht sein). Das ganze sollte nun etwa 15 Minuten an einem halbwegs warmen Ort ruhen. Sobald die Hefe etwas aufgegangen ist (das erkennt man ziemlich leicht) könnt ihr die Margarine und das Ei dazugeben und alles zu einem Teig verkneten. Wenn der Teig zu trocken und hart ist, gebt noch etwas Milch dazu, wenn der Teig zu klebrig ist, könnt ihr etwas mehr Mehl beimischen. Der Teig sollte sich anfühlen wie ein Ohrläppchen, und gut knetbar sein. Auf den Boden der Schüssel gebt ihr etwas Mehl und formt den Teig zu einer Kugel, die ihr leicht einfettet oder auch mit Mehl bestäubt. Jetzt kommt das Tuch wieder drüber. Zum doppelten Schutz kann man auch eine Schicht Frischhaltefolie unter das Geschirrtuch geben.

Ich habe von Haus aus ziemlich wenig Geduld, doch kann aus eigener Erfahrung sagen: Beim Hefetig zahlt sich Gedult wirklich aus. Lasst den Teig ruhig 1-2 Stunden total in Ruhe. Räumt auf, guckt einen Film, geht einkaufen oder tut sonst irgendetwas, was euch von der Hefe ablenkt, denn die braucht euch de facto überhaupt nicht sondern nur Wärme und Zeit, um zu einem schönen großen Klops zu wachsen.

Wärme ist bei der Herstellung von Hefeteig tatsächlich nicht zu unterschätzen. Da Hefe ja eigentlich ein Pilz ist braucht dieser einerseits Nahrung (Zucker, Mehl etc.) und zweitens Wärme um zu wachsen. Ein Hefeteig kann auch bei kühlen Temperaturen aufgehen, braucht dann aber ziemlich lange, und man will ja nicht ewig auf seinen Kuchen warten. Außerdem gärt die Hefe nach einiger Zeit leicht, was einen dezenten Eigengeschmack mit sich bringt. Manche Leute nutzen diesen Eigengeschmack gerne für ihren Pizzateig, weshalb sie diesen in der Regel 12-24 Stunden vorher ansetzen und dann im Kühlschrank gehen lassen – für süßen Hefeteig eignet sich diese Methode aber nicht so sehr. Am besten kann Hefe bei einer Temperatur von ca. 35° auf. Also im Grunde Körpertemperatur. Als mein Hefeteig einmal nicht aufgehen wollte, weil es in der Wohnung eines Freundes von mir zu kalt war, habe ich den Teig daher kurzerhand „ausgebrütet“, sprich mir die Schüssel auf den Bauch gestellt, eine Decke drüber und zusammen mit der Hefe ne Runde fern gesehen – Das Ergebnis war sogar eigentlich ganz gut. 😉

Daneben gibt es noch die Möglichkeit einer kalten Führung. Dabei werden alle Zutaten auf einmal miteinander vermischt und zu einem lockeren, nicht klebrigen Teig geknetet. Anschließend wird auch dieser Teigkloß mit etwas Öl oder Mehl eingerieben und zum wachsen und gedeihen an ein ruhiges warmes Örtchen gebracht. Nach ca ein bis zwei Stunden darf auch er dann weiterverarbeitet werden, so wie es im Rezept angegeben ist.

Nun noch ein paar kleine Randnotizen. Ich konnte bei der Verwendung von Trocken- und frischer Hefe keinen Unterschied feststellen, was die Ergebnisse betraf. Verwendet Trockenhefe immer wie auf der Verpackung angegeben, was meistens bedeutet, dass ihr hier die Variante der kalten Führung verwendet.
Da frische Hefe sich nicht sehr lang hält und ich keine Gefriertruhe habe, muss ich zugeben daher fast immer mit Trockenhefe zu arbeiten. Das soll aber jeder für sich selbst entscheiden.
Eier sind bei der Herstellung von Hefeteig nicht zwingend notwendig, und müssen auch nicht ersetzt werden. Ich habe den Eindruck durch die Zugabe von einem Ei irgendwie bessere Resultate zu erzielen, das kann aber auch totale Einbildung sein. Also merke, Ei ist nicht unbedingt von Nöten.
Mit der Verwendung von Fett und Zucker kann ebenfalls ein bisschen gespielt werden. Ich gebe meistens etwas weniger Zucker in den Teig als im Rezept gefordert. Ein bisschen Zucker muss verwendet werden, damit die Hefe aufgehen kann. Aber mehr ist nicht nötig, da der Belag ja eh meistens gesüßt wird.
Das gleiche gilt für das Fett. Ich habe mal einen Hefeteig gemacht und einfach vergessen die Margarine in den Teig zu geben. Das Ergebnis war eigentlich nicht anders als sonst.

Ihr seht, es gibt kaum einen Teig den man auf so vielfältige Art und Weise zubereiten kann wie einen Hefeteig – nur eine Zutat dürft ihr natürlich nicht vergessen und das ist die Hefe.
In diesem Sinne Bon Appétit und gutes Gelingen! 😀

Share This:

Low Carb – Lauchgemüse mit karamellisiertem Hühnchen

Heute mal wieder ein Vorschlag für die schlanke Linie! Das Rezept ist super schnell, super einfach und super lecker! Die Vegetarier unter euch, können sich natürlich mit Tofu oder nur dem Gemüse behelfen, denn bei uns stand Fleisch auf dem Speiseplan :D.
Lauchgemüse mit Hühnchen finde ich immer eine sehr leckere Kombination, und die Pilze und die Paprika geben dem Ganzen noch einen gewissen „Biss“.

lowcarb-außen1

Ihr braucht:

Für das Hühnchen:

200 g Hühnchen-Innenfilet
1/2 Tl Salz
El Honig
1 Tl Zitronensaft
2 El trockenen Rotwein (optional)

Für das Gemüse:
300 g Lauch
300 g Pilze
150 g Paprika (rot)
1 El Honig (optional)
100 ml Kondenzmilch oder fettarme Milch (50 ml)

lowcarb-innen

Zuerst wird das Huhn mariniert. Dafür mischt ihr das Salz mit dem Honig und rührt alles cremig. Dann nach und nach den Zitronensaft und den Wein dazugeben. Macht das nicht zu schnell, da sonst Klümpchen entstehen, die zwar nicht schlimm, aber auch nicht direkt notwendig sind.
Der Wein ist bei Lowcarb natürlich so ne Sache, wer es ganz genau nimmt sollte darauf verzichten und das Fleisch besser mit Salz, Knoblauch und Pfeffer würzen – das schmeckt natürlich auch gut ;). Das Huhn wird in dicke Streifen geschnitten und wandert anschließend in der Marinade und in den Kühlschrank.

Nun könnt ihr euch auch schon an das Gemüse begeben. Lauch putzen, abtupfen und in Ringe schneiden. Die Champignions werden nicht gewaschen, da sie dazu neigen, sich mit Wasser vollzusaugen. Man darf sie aber, wenn sie sehr erdig sind, mit einem feuchten Küchentuch säubern. Die Pilze werden dann ebenfalls halbiert, oder geviertelt – je nach Bedarf und Belieben.
Zuletzt werden die Paprika in Stückchen gewürfelt. Wenn ihr eure Paprika eher bissfest mögt, könnt ihr sie mit dem Lauch und Pilzen in eine Schüssel geben, ansonsten solltet ihr sie als allererstes in den Topf geben.

In einer kleinen Pfanne (kleine Herdplatte), könnt ihr nun ein wenig Öl erhitzen und anschließend die auf mittlere Hitze reduzieren. Das Huhn wird mitsamt der Marinade angebraten. Das gibt erstes ein bisschen Flüssigkeit, die aber schnell verkocht, und zweitens kann so der Honig in der Marinade auf dem Huhn schöner karamellisieren.

In einem Topf wird nun das Gemüse mit einem Schuss Wasser „angebraten“. Wie viel Wasser ihr genau benötigt kommt auf die Hitzebildung eures Herds an. Bei mir sind es in der Regel 2-3 Schnapsgläser voll, die ich nach und nach immer wieder dazu gebe. Durch diese Methode braucht ihr weniger Fett für euer Gericht.
Nach etwa 5 Minuten könnt ihr die Milch und den Honig ebenfalls in den Topf geben und alles zusammen ein bisschen einkochen lassen, bis euer Hühnchen nebenan die gewünschte Bräune erreicht hat.

Die gesamte Garzeit beträgt im Schnitt um die 10 Minuten. Wenn man das Schnippeln noch mitrechnet, lässt sich dieses Gericht in knapp einer halben Stunde zubereiten. Da lassen sich die guten Vorsätze doch glatt noch einen weiteren Abend durchhalten, was? Uns fiel es jedenfalls in Anbetracht der leckeren Antipasti (Rezept ebenfalls auf dem Blog und hier verlinkt) als Vorspeise und dem Hauptgericht absolut nicht schwer und satt waren wir allemal.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich heute abend ganz und gar nichts kalorienarmes für einen Lieblingsmenschen meinerseits zubereiten werde. Die Ergebnisse werde ich euch dann bei Zeiten natürlich präsentieren 😉

 

Share This:

Fräulein Kleinigkeits Antipasti – Low-Carb geeignet und kalorienreduziert

Ich glaube ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der keine Antipasti mag. Bestimmt gibt es welche, aber ich kenne eben keinen. Ich für meinen Teil liebe sie heiß und innig! Nur ist es immer so schade, dass man höchstens ein oder zwei davon essen kann, wenn man sich nicht den Appettit auf die Hauptspeise völlig verderben möchte, da die kleinen Dickmacher meistens nicht nur mit einer reichhaltigen Frischkäsecreme gefüllt sondern zusätzlich auch in Öl getränkt sind.

antipasti4

Nun begab es sich aber, dass ich die komplette letzte Woche wahnsinnige Lust auf Antipasti hatte, und gleichzeitig ein lieber Mensch bei mir zum Essen eingeladen war, der momentan low carb macht. Da boten sich meine Antipasti-Gelüste natürlich sofort an, weil keine Kohlenhydrate vorhanden. Aber mal ehrlich, auch wenn keine Kohlenhydrate drin sind, ist etwas, das von Fett wirklich trieft bei keiner Diät geeignet – also präsentiere ich euch hiermit voller Stolz meine Variante von Low-Carb Antipasti OHNE Öl.

Ihr braucht:

10 Spitzen einer roten Paprika
10 braune Champignons
200 g Frischkäse (am besten mit Kräutern, und nicht Doppelrahmstufe)
1 EL Essig (am leckersten ist Balsamico, der enthält aber Zucker)
Salz
Pfeffer

antipasti2

Okay, also zunächst zu den Zutaten. Ich habe Balsamico verwendet. Wir sprechen hier von einer ganz geringen Menge, weshalb ich den Zuckergehalt einfach „ignoriert“ habe. Wenn ihr sehr streng an eurer Diät festhaltet, solltet ihr allerdings einen anderen Essig verwenden. Für die Füllung habe ich einen Kräuterfrischkäse von Buco gewählt, der 18% Fett hatte. Damit liegt er im mittleren Fettbereich, schmeckt allerdings erstens sehr lecker und war zweitens auch recht fest, was die Handhabung erleichtert. Normalerweise gebe ich keine bestimmten Produktempfehlungen, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Frischkäse, die keine Doppelrahmstufe haben, sehr schnell sehr pappig schmecken. Und mal ehrlich, wenn man seine Antipasti mit fiesem Frischkäse füllt, dann kann man es auch gleich lassen – daher bin ich ausnahmsweise mal von meiner Gewohnheit abgerückt. 😉

Nun zum Rezept selber: schneidet von den roten spitzen Paprikas, die „Köpfe“ ab, kratzt nötigen Falls die Kerne heraus und befreit Champignons von ihrem Stiehl.

In einer Pfanne erhitzt ihr ein 3 El Wasser und 1 EL Essig und gebt die Paprika dazu. Etwa 2-3 Minuten von beiden Seiten köcheln lassen. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verkocht, reduziert die Hitze oder gebt noch einen EL Wasser dazu. Wenn ein Teil der Flüssigkeit verdampft ist, gebt die Pilze ebenfalls in die Pfanne. Allerdings mit der Kopfseite nach unten, da sie sich sonst zu stark mit Flüssigkeit vollsaugen. Nach etwa 1 weiteren Minute könnt ihr das Gemüse in ein Sieb legen und abtropfen lassen. Legt etwas Küchenkrepp auf eine Platte und platziert die Paprika und die Champigons darauf, damit noch mehr überschüssige Flüssigkeit aufgesogen werden kann. Dann geht es ans Füllen. Ihr könnt den Frischkäse natürlich noch verfeinern wenn ihr mögt, ich habe ihn allerdings einfach in der Rohfassung verwendet.
Das ganze kommt dann am besten noch einmal in den Kühlschrank. Kurz vor dem Servieren, Salz und Pfeffer drüber und voilà!

antipasti3 antipasti4

Die kleinen Dinger sind nicht nur verdammt lecker, man kann davon auch gerne mehr als eins verputzen. Am Ende des Abends waren auf jeden Fall keine mehr übrig ;).

Share This: