Category Archives: Vorspeisen

Katmer Ekmek – herrlich leckeres Pfannenbrot

pfannenbrot

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und der Herbst ist auf dem Vormarsch. Trotzdem strengt sich die Sonne zuweilen noch einmal richtig an, um uns ein paar letzte warme Tage zu bescheren. Da lassen es sich dann natürlich die unverbesserlichen Optimisten in meinem Freundeskreis nicht nehmen, noch einmal zum Grillen zu laden – Zugegeben, abends war es dann meist doch bitterlich kalt, aber auch sehr schön. Zur Belohnung für solch großen Optmismus gibts dann als Mitbringsel zum Grillfest ein selbstgebackenes Pfannenbrot – super lecker, sehr vielfältig und optisch auch irgendwie ein Hingucker.
Das Rezept habe ich bei einer Vloggerin (Den Blogeintrag gibts hier auf Sallys Blog, Sallys Video findet ihr hier) gefunden und es ein kleines bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:
IMG_0796
125 ml warmes Wasser
1 Päcken Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe
1 TL Zucker
125 ml warme Milch
1 TL Salz
600 g Mehl
ca. 50 g Kräuterbutter/ 25 g Knoblauchbutter
ODER
Tahin (hier bin ich mir mit der Menge nicht sicher, aber da ihr nicht so viel braucht, reicht auch ein kleines Glas)

Okay, also zunächst setzt ihr den Hefeteig an. Wer nicht so ein Fan von Hefeteig ist, kann es auch mit einem Quark-Öl-Teig machen, meine Erfahrung damit war aber nicht soooo gut wie mit der Hefe. Außerdem findet ihr hier eine Beschreibung, wie euer Hefeteig praktisch von Zauberhand gelingt.
Sobald der Hefeteig gegangen ist, passiert Folgendes: Formt etwa Tennisballgroße Stücke aus dem Teig und rollt diese rund aus. Die flachen Teigplatten werden mit der weichen Butter oder dem Tahin bestrichen und aufgerollt. Ähnlich wie bei einer Zimtschnecke.
In ihrem Video benutzt Sallys zum Bestreichen traditionell Tahin, also Sesampaste, ich finde diese Version persönlich sehr, sehr lecker. Doch um ein bisschen Vielfalt in meine Brote zu bringen habe ich je eine Ladung mit Tahin und je eine Ladung mit dem Kräuter/Knoblauchbutter Gemisch gemacht. Beide Varianten wurden sehr gern gegessen und sind demnach weiter zu empfehlen.
Jetzt kommt der spannende Teil:
Die Heferöllchen, werden nun in sich schneckenförmig eingedreht. Bemehlt die Arbeitsfläche wieder etwas erneut und rollt nun die Schnecken mit eurer Teigrolle auf die Größe eurer Pfanne aus. Durch diese Technik werden die – später gebackenen- Teigfladen im Endprodukt ein wenig blättrig und die Butterfüllung zieht sich durch die einzelnen Schichten. Erhitzt eine Pfanne auf dem Herd – bei Bedarf mit ein wenig Öl – und backt die Brote darin von beiden Seiten je ca. 3-5 Minuten.
Die Technik hört sich aufwendiger an, als sie ist und die Grillmeister und -Gäste waren ehrlich angetan.
Noch ein kleiner Tipp, da die Grillsaison aber ja doch schon fast vorbei ist: Die Brote lassen sich auch super mit Honig oder Nutella bestreichen und einrollen (besonders Nutella sieht toll aus, sollte aber gut erwärmt werden vor dem Bestreichen) und sich dann als Croissant-Ersatz zum Frühstück servieren.
Das vermutlich in kürze also schlechter werdende Wetter kann also kaum eine Ausrede sein um die kleinen Delikatessen nicht einmal selbst anzutesten. Ich glaub ihr würdet es nicht bereuhen.

Share This:

Bunter Salat mit karamellisiertem Feta

Ich liebe Salat! Sogar im Restaurant esse ich meistens das Deko-Salatblatt mit, das traurig und allein neben den Pommes auf Aufmerksamkeit wartet. Und, dass Salat auch noch gesund ist, ist ein netter Nebeneffekt. Besonders liebe ich, dass man Salate auf so vielfältige Weise zubereiten kann. Wenn man sich bei Freunden umhört (ok, ich gebe zu solche Gesprächsthemen sind jetzt seltener auf der Tagesordnung, aber wenn…) stellt man fest, dass kaum jemand seine Salatsoße genauso zubereitet, wie man selbst. Selbst meine Mama, die mir ja das Kochen beigebracht hat, macht heute ihre Soße etwas anders als ich. Und das ist ja das schöne. Es gibt nicht die Art einen Salat anzumachen, es gibt hunderte!

Nun gut, Salat macht mich also glücklich. Und weil ich gerne glücklich bin, esse ich sehr häufig Salat. Mal als Beilage, mal als komplettes Hauptgericht. Heute gibts von mir daher für euch (vielleicht macht es euch ja auch ein bisschen glücklich) daher ein Rezept, dass ich momentan sehr gerne mache, da es schnell geht, richtig schön satt macht und – bestimmt auch nicht nur den Salatliebhabern – wahrhaft dem Gaumen schmeichelt:

Bunter Salat mit karamellisiertem Feta

Salat-Feta1

Ihr braucht:

150 g (1 Stück) Romana Salatherzen (oder was immer ihr gerade mögt und da habt)
1 halbe Salatgurke
ca. 10 Mini/Cocktailtomaten (so 80 g)
1 halbe rote Zwiebel
1 halbes Stück (ca. 125 g) Fetakäse
1 El Honig (am besten Flüssig)
Optional: Etwas Chiliflocken/ Salz/ Pfeffer
Bei Bedarf: Salatkerne

Ihr braucht für die Soße:

1 1/2 EL Naturjoghurt (Fettgehalt ist meiner Meinung nach egal, ich hab 3,5% genommen)
1 halber TL Honig
1 halber TL Olivenöl
1 TL Zitrone
Salz
Pfeffer

Zuerst werden der Salat, die Tomaten, die Zwiebel und die Gurke gewaschen und kleingeschnitten. In einer Schüssel vermengt ihr den Joghurt mit den restlichen Zutaten für den Salat.

Parrallel zu den Schnippelarbeiten könnt ihr eine Pfanne auf die kleine Herdplatte stellen und auf mittlerer Hitze warm werden lassen. Öl ist nicht notwendig, darf aber natürlich benutzt werden.
Den Feta in dicke Streifen schneiden, mit einem Küchentuch abtupfen und in die mittlerweile warme Pfanne geben. Unmittelbar darauf den Honig darüber geben. Da ich Feta immer schon recht würzig finde, verzichte ich auf weitere Zutaten, aber wer sich traut darf den Salzpott natürlich nach Herzenslust ansetzen.
Die Käsestreifen von jeder Seite kurz anbraten, 1 Minute von beiden Seiten ist eigentlich ausreichend. Sobald die Seiten sich ganz leicht ausdehnen, ist der Käse gut – Es ist besser den Feta nicht zu lang in der Pfanne zu lassen, da er schnell sonst ein wenig gummiartig werden kann.
Den Salat gut in der Soße umrühren, die Fetastreifen darüber geben und tadaaa – ein Abendessen!

Salat-Feta
Ich habe übrigens nur ein paar Bilder von den „unfertigen“ Zutaten, da ich vor lauter Freude schlicht vergessen habe ein Foto vom fertigen Salat zu machen.
Die Mengenangaben oben reichen für eine Person (zumindest für mich ;)), aber tut euch keinen Zwang an, davon mehr zuzubereiten – viel Aufwand ist es ja nicht.

Share This:

Italienisch mal anders – warme Kürbis-Ingwer Bruschetta

Ich weiss schon wovon ich spreche, wenn ich sage, dass ich keine Vorsätze mag. Denn aus irgendeinem Grund halte ich niemals meine Vorsätze – schon gar nicht die zu Silvester. Es war also wenn man so will eigene Dummheit großartig Besserung bezüglich der Häufigkeit meiner Blogeinträge zu geloben. Denn bloß weil ich es mir vorgenommen habe, bekomme ich leider nicht auf magische Weise plötzlich mehr Zeit als ich vorher hatte.
Trotzdem kann man es ja zumindest versuchen – denn eigentlich geht es ja darum, wenn man einen Vorsatz macht, man will sich zumindest zusammenreißen.

So, und da ich gerade eine kurze Pause vom Hausarbeitsschreiben mache (…brauche) fand ich den Zeitpunkt günstig, einen – wenn auch kurzen – Blogeintrag zu verfassen.
Wie vor kurzem ja bereits festgestellt, komme ich in letzter Zeit eigentlich kaum dazu mal was vernünftiges zu kochen, geschweige denn zu backen. Daher schwelge ich hier einfach ein bisschen in Erinnerungen an vergangene Tage und vergangene Rezepte, die ich ohnehin längst habe vorstellen wollen. „Heute“ gibt’s bei mir daher das Rezept für eine herrliche Kürbis-Ingwer Bruschetta.

Ihr braucht:
Wasser (1 Schnapsglas, ca. 3-4 El)
ca. 300 g Kürbis (ich habe Butternuss genommen, geht aber auch mit Hokkaido)
1 Ciabatta
Olivenöl (3-6 Esslöffel)
1 Knoblauchzehe Knoblauch
1 El frischen Ingwer
2 El Tomatenmark
optional: Chiliflocken, Paprikapulver

20150207_181728

Das Rezept ist entstanden, da ich vor ein paar Wochen hohen Besuch von der Karin von Bonngehtessen.de hatte. Wenn ihr ihren Blog noch nicht kennt, solltet ihr ihn euch unbedingt zu Gemüte führen – ganz besonders wenn ihr aus dem Bonner Raum kommt.
Zurück zum Thema. Die liebe Karin mag nun leider keine rohen Tomaten, ich hatte allerdings beschlossen Bruschetta als Vorspeise zu machen. Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann will ich das auch durchziehen. Also wurde die der italienische Klassisker schlicht ein wenig abgewandelt – und ich kann euch sagen, es war wirklich, wirklich lecker.

Der Knoblauch und der Ingwer werden zunächst fein gehackt und der Kürbis in kleine Würfel geschnippelt. Wenn ihr Butternuss nehmt, müsst ihr diesen leider zuerst schälen, wenn die Schale etwas dicker ist – das geht aber mit einem Sparschäler recht schnell. Auf der größeren Kochplatte könnt ihr bereits eine Pfanne platzieren. Auf der kleinen Herdplatte erhitzt ihr in einem kleinen Topf das Wasser und gebt den Kürbis, den Ingwer und den Knoblauch hinein. Die große Herdplatte wird nun ebenfalls eingeschaltet und auf mittlere Hitze gestellt. Unter Rühren, damit nichts anbrennt, dünstet ihr den Kürbis auf mittlerer Hitze ca. 3 Minuten, dann sollten die Würfel weich, aber immer noch ganz leicht bissfest sein (kommt natürlich auf die Dicke der Würfel an). Wenn sie sich mit ganz leichtem Widerstand mit dem Löffel teilen lassen, sind sie gut und ihr könnt die kleine Kochplatte ausschalten. Die Brotscheiben werden jetzt in der Pfanne geröstet – das dauert in etwa 1 Minute. Während das Brot röstet, könnt ihr das Tomatenmark, das Öl und wer mag auch etwas Chili und Paprikapulver unter den Kürbis mischen. Dann kommt das warme Brot auf einen Teller, und wird mit der Kürbis-Ingwer Mischung bestückt. Am besten serviert ihr diese Vorspeise, solang sie noch warm ist, dann schmeckt sie am besten. Aber ich fand sie auch kalt (es gab ein paar Reste) noch sehr schmackhaft. Als ich die Bruschetta zum ersten Mal gemacht habe, habe ich übrigens anstatt Bruschetta Vollkorn-Crostini genommen, was auch sehr gut geschmeckt hat. Die „ungesunde“ Weizen-Variante hat mir dann aber noch mehr zugesagt. Zugegeben ist es ein bisschen mehr Aufwand als bei einer gewöhnlichen Bruschetta (aber auch nicht soooo viel), aber es lohnt sich wirklich, riecht himmlisch und macht defintiv Lust auf mehr.

20150207_181827

Als Hauptspeise habe ich übrigens eine ganz tolle Lasagne (!) gemacht, von der ich euch definitiv in Kürze mehr berichten möchte.
Bis dahin hoffe ich, dass ihr eure (Pantry)küche momentan öfter benutzen könnt, als ich das tue – auch wenn das wenigstens den Vorteil hat, dass ich momentan nicht ganz so viel spülen muss. 😉

Nun ruft mich die Arbeit wieder unbarmherzig in ihren Bann zurück und in diesem Sinne wünsche ich euch eine ganz bezaubernde Woche!

Share This: