Fräulein Kleinigkeits Kühlschranktörtchen – ein kleiner Traum mit weißer Schokolade

Zugegeben, ich bin kein wahrer Freund von Kühlschranktorten. Oft liegen die Cremes mir schwer im Magen, oder der Boden ist zu hart oder zu weich, oder die ganze Torte ist insgesamt irgendwie zu süß. Nichts desto trotz faszinieren Sie mich. Also wage ich mich immer mal wieder an den ein oder anderen Versuch. Häufig mit mäßigem Erfolg. Aber nach gefühlten tausend-und-einem-mal hat es dann doch funktioniert. Ich präsentiere also hier wahrlich voller Stolz meine Kühlschranktörtchen mit weißer Schoko-Quark-Creme. Ich würde zwar lügen, behauptete ich, diese kleinen Kühlschrankwunder wären was für die schlanke Linie, aber sie liegen wirklich nicht schwer im Magen, sind nicht aufdringlich süß und der Boden ist zum niederknien (dabei will ich mich gaaaar nicht selbst loben ;))

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Ihr braucht für 12 Törtchen:
200 g Löffelbisquits
30 g Butter
4 Schokoriegel (z.b. Joghurtschokolade)
250 g Mascarpone
200 g Quark
100 g weiße Schokolade
2 gehäufte Esslöffel Puderzucker
1 gehäufter Esslöffel San-Apart

Wie bei den meisten Kühlschranktorten heißt er zunächst einmal Kekse zerstören. Die Löffelbisquits kommen also in einen Gefrierbeutel (ich hatte keinen und habe eine Plastiktüte verwendet – nehmt am besten gleich zwei, da sie zum reißen neigen, wie ich festgestellt habe) und werden mit einem Nudelholz, einer Weinflasche oder einem anderen nützlichen Gegenstand so klein wie möglich gemahlen. Wer eine Küchenmaschine besitzt, kann diese natürlich auch verwenden, das geht schneller und macht vermutlich auch weniger Schweinerei.
In der Mikrowelle oder einem Wasserbad werden nun die Schokoriegel gemeinsam mit der Butter geschmolzen und über die Keksbrösel gegeben. Dann wird gematscht, bis alles einen homogenen Teig ergibt. Je nachdem müsst ihr vielleicht auch einen kleinen Schluck Wasser oder Milch verwenden, damit der Teig nicht zu bröckelig ist.
Der Teig wird anschließend auf die Muffinförmchen (in einer Muffinform, oder die selbsthaltenden aus Silikon) verteilt und festgedrückt.
Darüber verteilt ihr jeweils eine dünne Schicht Erdbeerkonfitüre. Achtet darauf, einen Fruchtaufstrich zu verwenden, der keine Stückchen enthält, da diese sich nicht gut verteilen lässt.

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Jetzt kann es schon an die Creme gehen. Dazu verrührt ihr die Mascarpone und den Quark möglichst vorsichtig, um die Masse nicht zu flüssig werden zu lassen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Parallel dazu wird die weiße Schokolade geschmolzen und zusammen mit dem Puderzucker in die Quarkmasse gegegeben. Bei Bedarf (ich finde es recht empfehlenswert) rührt ihr noch das San-Apart unter. Wer kein San-Apart hat oder mag, kann auch mit Gelatinefix oder Agartine arbeiten, muss dann allerdings möglicherweise die Menge ein bisschen anpassen.
Verteilt die Creme auf die Muffinförmchen, die dann für mindestens vier Stunden (besser mehr) in den Kühlschrank wandern. Vor dem Servieren könnt ihr die Törtchen noch mit Raspeln aus weißer Schokolade garnieren, das ist hübsch und hebt die Schokolade geschmacklich noch etwas hervor.

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Ich habe die Törtchen letztes Wochenende auf zwei Geburtstage mitgenommen und sie sind überall sehr gut angekommen. Und das sogar unter erschwerten Umständen, da ich auf dem Weg zu Geburtstag Nummer Eins eine Vollbremsung mit dem Wagen meiner Schwester hingelegt habe (ihre Bremsen sind wesentlich feinfühliger als die meiner alten geliebten Klapperkiste) und die Box mit den Küchlein durch das komplette Auto geflogen ist. Die Kühlschranktörtchen glichen danach im wahrsten Sinne des Wortes einem Autounfall, haben aber nicht lang leiden müssen, da sie innerhalb kürzester Zeit von den Gästen verzehrt wurden.
Dafür habe ich es wohl und in einem Stück zu Geburtstag Nummer zwei geschafft, auch wenn die Törtchen hier ebenfalls einen recht kurzen Aufenthalt hatten.
Insgesamt war ich mit meinem „Back“versuch tatsächlich so glücklich, dass ich in Zukunft vielleicht noch die eine oder andere Kühlschranktorte fabriziere – gerade noch rechtzeitg, jetzt da in Bonn der Sommer doch noch einmal kurz zurückgekehrt ist. Seid also gespannt 🙂

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