In die Pfanne gehauen – Fräulein Kleinigkeits Zimt- und Zitronenschnecken

Obwohl ich für mein Leben gern backe, habe ich erst vor kurzer Zeit den Hefeteig für mich entdeckt. Früher habe ich mich in der Regel nicht an Hefe getraut, und wenn ich es doch einmal versucht habe, war das Ergebnis selten berauschend. Irgendwie schmeckte es seltsam, der Teig ist nicht richtig aufgegangen, oder das Gebäck ist nicht gleichmäßig durchgebacken…dabei ist Gebäck aus Hefe nicht nur wahnsinnig lecker sondern auch noch im Vergleich zu anderen Leckereien wie Mürbeteigplätzchen oder Rührkuchen relativ Figurschonend. Also habe ich vor einigen Monaten beschlossen mit diesem Missstand in meinem kulinarischen Repertoire endlich reinen Tisch zu machen und der Hefe ein Plätzchen in meinem Kühlschrank und in meinem Herzen einzuräumen. Ein weiterer Vorteil von Hefegebäck hat sich dann ganz von alleine herausgestellt: Es lässt sich ganz hervorragend in der Pfanne zubereiten und ist daher praktisch prädestiniert für diesen Blog :D.

Und weil ich meine neugewonnene Liebe für Hefe mit euch teilen möchte kriegt ihr gleich zwei unterschiedliche Rezepte von mir an die Hand damit in Zukunft keiner mehr behaupten kann, das mit der Hefe klappt nicht so recht!

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Beginnen wir mit dem Klassiker: Der Zimtschnecke

Ich persönlich bin ein riesen Fan von Zimt und muss gestehen, dass ich ihn auch überall reinknalle – in den Quark, den Joghurt, mein Müsli, meinen Milchreis und, und, und…
Daher war es für mich irgendwie nur naheliegend, dass meine ersten Experimente mit Hefe in Form von Zimtschnecken durchgeführt wurden.
Und weil die Zimtschnecke nicht nur bei mir sehr beliebt auf dem Kaffeetisch ist, gibt es dafür natürlich 10 Millionen unterschiedliche Rezepte (die sich natürlich auch alle irgendwie ähneln, so viel ist in so ner Zimtschnecke ja nu auch nicht drin ;)). Also jetzt Butter bei die Fische und Zimt an die Schnecke, hier sind die benötigten Zutaten:

Für den Teig braucht ihr:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
1 Ei
70-100 ml Milch
1 Würfel frische Hefe

Für die Füllung braucht ihr:

ca. 2-3 EL Honig und/oder Butter
Zimt (ist ja klar ;))
Zucker

So zunächst mal zum Hefeteig. Den Teig für die Zimtschnecken habe ich mit frischer Hefe und einer warmen Führung zubereitet, die Anleitung dafür könnt ihr hier sehen. Der Teig ist eigentlich sehr leicht herzustellen. Zuerst mischt ihr den Vorteig zusammen und gebt anschließend, die restlichen Zutaten hinzu. Nach etwa einer Stunde Ruhezeit, in der ihr euch mit anderen schönen oder weniger schönen Dingen des Lebens beschäftigen könnt, ist der Teig soweit fertig zur weiteren Verarbeitung. Bemehlt eure Arbeitsfläche – bei mir ist es wie immer mein Tisch – und rollt darauf den Teig zu einem Rechteck. Der Teig sollte nicht zu dünn und nicht zu schmal ausgerollt werden, da das über die Breite eurer fertigen Schnecken entscheidet.  Erwärmt etwas Butter oder Honig, so dass es flüssig genug ist um den Teig nicht zu zerreißen und bestreicht ihn damit vorsichtig. Wichtig ist, dass vor allem die Ränder schön eingepinselt werden, damit sie später gut aneinander haften. Nun mischt ihr nach Gusto Zucker mit Zimt und bestreut damit eure Teigfläche, wobei ihr darauf achten solltet, die Ränder nicht zu voll zu kleistern. Nun wird alles möglichst gleichmäßig und enganliegend zu einer Rolle gedreht und in Scheiben geschnitten. Die Dicke ist jedem selbst überlassen, bedenkt aber, dass die Schnecken beim backen noch ein kleines bisschen aufgehen. Ihr könnt die Schnecken vor dem Backen noch ein klein wenig mehr gehen lassen, das ist aber kein notweniger Schritt.
In einer Pfanne erhitzt ihr ein wenig Öl und reduziert anschließend die Hitze auf eine niedrige Temperatur. Nun kommen die Schnecken hinein und werden unter möglichst häufigen Drehen (Anbrenngefahr ;)) etwa 10-15 Minuten gebacken. Anschließend könnt ihr sie mit Zuckerguss oder Puderzucker verfeinern und Voilà!

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Damit wären die Zimtschnecken bereits abhandelt, aber weils so schön war hier noch ein weiteres Schnecken-Rezept: Zitronenschnecken

Ihr braucht für den Teig:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
70-100 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung und den Belag:
Zucker
Öl
Puderzucker
Zitronensaft
Zitronenaroma

Der Teig wird im Grunde ähnlich hergestellt, wie auch der für die Zimtschnecken. Ich habe – um der Vielfalt Willen – allerdings hier einen Teig mit Trockenhefe und kalter Führung angerührt und das Ei weggelassen. Das kann man bei einem Hefeteig nämlich – also das Ei weglassen.
Hierfür werden alle Zutaten für den Teig auf einmal vermischt und zu einem Teigklops geformt, der dann ein bis zwei Stunden unter einem Küchentuch vor sich hin wachsen kann. Sobald der Teig ausgewachsen ist, wird er ebenfalls zu einem Rechteck ausgerollt und mit Öl – am besten Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutral ist- bepinselt. Nun gebt ihr Zucker auf die Teigfläche, wobei auch hier die Ränber weitgehend nur voll mit Öl sein sollten. Nun wird gedreht, gerollt und geschnitten, ganz so wie oben bereits erklärt. Auch das Backen funktioniert identisch. Während eure Schneckchen auskühlen könnt ihr dann in einem Glas Puderzucker (ich hab so 5 EL genommen) mit soviel Zitronensaft vermischen, dass eine richtig zähflüssige Masse entsteht. Wer’s mag kann noch ein bisschen Zitronenaroma untermischen. Der Guss wird dann über eure Zitronenschnecken gegossen und fertig ist das süße Träumchen.

Es geht wirklich nicht fix Hefegebäck herzustellen, kostet aber eigentlich nicht viel Arbeitszeit oder Aufwand und schmeckt wirklich richtig lecker. Also an alle, die sich so wie ich mit Hefe immer ein bisschen schwer getan haben: Wer nicht wagt, der nicht genießt! 😉

 

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