Kürbis-Gewürz-Küchlein

Zurück aus einem Kurzurlaub in Budapest, wo ich sehr liebe Menschen besucht habe, muss ich mich langsam aber sicher wieder mit den wichtigen Dingen des Lebens befassen. Es gibt Sachen für die Uni und den Job zu tun, Meine Wohnung verlangt dringend nach einer Grundreinigung und zu allem Überfluss geht es nun auch bald mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf Weihnachten zu. Doch bevor ich euch mit einem Plätzchenrezept nach dem anderen bombadiere, dachte ich, dass ich mich zuvor lieber noch ein wenig mit den wundervollen Gerichten beschäftige, die der Herbst so bringt.

Vor ein paar Wochen habe ich diese fantastischen Kürbis-Gewürz-Küchlein gemacht, es aber bisher nicht geschafft, das Rezept mit euch zu teilen. Macht aber nichts, denn erstens gibt es ja noch jede Menge Kürbis zu kaufen und zweitens passen diese kleinen Kuchen meiner Vorstellung nach auch ganz toll zu Glühwein und Konsorten, und passen daher ganz hervorragend in den kalten November.

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Ich sollte aber noch voraus schicken, dass sie nicht so süß sind, wie normale Muffins oder Kuchen, was ich ganz persönlich sehr mag, aber nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Die Süße lässt sich aber ganz einfach varierien, indem ihr dem Teig mehr Zucker zuführt.

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Ihr braucht:

300 g Hokkaido, gedämpft und zerstampft
100 g Zucker
2 Eier
225 g Mehl
1/4 Päckchen Backpulver
1/4 TL Salz
75 ml Öl
1/4 TL Ingwerpulver
1/4 TL Muskatnuss
1/2 TL Zimt

Zunächst bereitet ihr den Kürbis vor. Hokkaido hat den Vorteil, dass die Schale essbar ist, was bedeutet, dass ihr den Kürbis nur waschen, in grobe Stücke zerteilen und die Kerne entfernen müsst. Von dem Fruchtfleisch solltet ihr dann etwa 300 g abwiegen. Vermutlich wird etwas über bleiben, was man aber super zu Gemüse oder anderen Gerichten verarbeiten könnt.
Die Kürbisstücke sollten am allerbesten gedämpft oder in ganz wenig Wasser gekocht werden. Ich habe einen Doppeltopf, der einen Dämpfeinsatz hat, ihr könnt aber auch ein Sieb nehmen. Wenn ihr den Kürbis lieber kocht, dann solltet ihr nur ein paar Esslöffel Wasser verwenden, da der Kürbis sonst wässrig wird.
Nach ein paar Minuten ist das Fruchtfleisch weich und fertig zur Weiterverarbeitung. Mit einer Gabel könnt ihr alles grob zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Als nächstes vermischt ihr alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zusammen und gebt dann das Öl und das Ei dazu. Dann kann der Kürbis untergehoben werden, bis sich alles miteinander zu einem zähen Teig vermischt hat.

Nun wird der Teig wie hier beschrieben gebacken. Wenn ihr einen Backofen habt, könnt ihr die kleinen Kuchen bei 190° etwa 20 Minuten backen. Ich habe natürlich wie immer die erste Variante ohne Backofen genommen, und empfehle daher, bei einer Verwendung des Backofens die regelmäßige Stäbchenprobe.

Wenn die Küchlein ausgekühlt sind, können sie noch verziert oder mit Zuckerguss bestrichen werden. Ich habe dafür etwa 5 gehäufte EL Puderzucker mit einer Prise Zimt, Ingwer und Muskatnuss vermischt und mit ein wenig Flüssigkeit und einem Tropfen Vanillearoma zu einer dickflüssigen Masse verrührt. Ich kann mir aber auch sehr gut einfach einen Zartbitter-Schokoguss oder ein Creamcheese-Frosting vorstellen. Letzteres erhöht natürlich die Süße der Kuchen erheblich.

Die kleinen Kuchen haben zudem den Vorteil, dass sie sich relativ lange halten. Ich persönlich fand sogar, dass sie am zweiten Tag wesentlich saftiger und intensiver geschmeckt haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Start in eure Woche!

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