Onepot-Pasta mit Brokkoli

Der Frühling ist hier zu Lande und endlich und endgültig eingekehrt. Und manchmal ist es sogar schon richtig sommerlich warm. Folglich verbringe ich zur Zeit so viel Zeit wie irgendwie möglich draußen, was jedoch den Nachteil mit sich bringt, dass sowohl meine Küche als auch mein Blog zuweilen etwas verwaisen. Vor ein paar Tagen habe ich mir aber noch einmal richtig Zeit genommen und nicht nur ein neues Gericht und schicke Fotos fabriziert, sondern auch noch ein ganz tolles Gesprch mit Stefan von homestorys.podcaster.de geführt – Das Interview werde ich natürlich hier verlinken, sobald es online ist. Wer Stefans Projekt nicht kennt, sollte unbedingt mal reinschauen – bzw. reinhören – ich verspreche euch, dass da für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Ein weiterer Nachteil daran, dass ich zur Zeit eher selten zu Hause bin, liegt übrigens auch darin, dass ich häufig das Problem habe, dass mein Gemüse zu Hause nicht so schnell verbraucht wird, wie sonst und langsam vor sich hin welkt. Das Rezept was ich heute für euch habe ist daher eher aus der Not entstanden, meine Lebensmittel vor dem Verfall zu retten, es hat sich aber doch als sehr lecker erwiesen. Heute gibt es also:

Onepot-Pasta mit (nicht mehr soooo frischen) Brokkoli und Möhren

20150117_091438

Ihr benötigt:

etwa 250 g Brokkoli (1 Kopf)
etwa 200 g Möhren
1 halbe Zwiebel
500 ml gestückte Tomaten (1 Dose)
500 ml Wasser
100 g Penne (ungekocht)
ein halber Tl Salz
eine Prise Chili
eine Prise Pfeffer
1 EL Honig
1 großen Topf

Jetzt gehts los. Zuerst schneidet ihr das Gemüse in Mundgerechte Stückchen. Dann gebt ihr ALLE Zutaten auf einmal in euren Topf. Schaltet eure Herdplatte auf die höchste Temperaturstufe und erhitzt die Flüssigkeit. Sobald der Siedepunk erreicht ist, reduziert ihr die Hitze auf die untere bis mittlere Herdstufe (das ist leider abhängig von der Leistungskraft des Herdes), so dass die Flüssigkeit immer noch leicht köchelt. Ein häufiges Umrühren ist bei diesem Gericht Pflicht – sonst brennt es sehr leicht an. Nach etwa 10 Minuten dickt die Flüssigkeit durch die Stärke in dem Honig und der Pasta deutlich ein. Nach etwa 12-15 Minuten könnt ihr mit einer Gabel oder einem Messer prüfen, ob der Brokkoli gar ist – wenn er noch zu hart wirkt, gebt dem Gericht noch ein oder zwei Minütchen Garzeit (das wird aber kaum der Fall sein).
Sobald alles gar ist, ist das Essen auch schon fertig.
Es schmeckt sehr frisch, ist günstig, da Brokkoli gerade in der Saison liegt, und macht richtig satt – und unkompliziert ist es auch noch.

hsl-compose

Mir war es vor allem wichtig, dass ich mein Gemüse nicht wegwerfen muss. Zugegeben, die Möhren sahen in geschältem Zustand wirklich nicht mehr schön aus. Aber Gemüse wirkt häufiger welk oder sogar schimmelig, ohne dass es wirklich nicht mehr genießbar ist. Ich schreibe das, da ich finde, dass in unserer Gesellschaft ohnehin sehr oft Essen verschwendet wird, und man gerade als Einzelperson häufig vor dem Problem steht, dass man frisches Gemüse alleine nicht so schnell aufbraucht. Die Möhren waren aber immer noch absolut genießbar, und insbesondere im gekochten Zustand. Auf diese Weise haben sie sogar gleich zwei Tage überstanden, da die Mengenangaben oben (aus der Not heraus) ebenfalls locker zwei Mägen hätten füllen können.
Nun habe ich genug gepredigt und werde gleich wohl auch noch mal in die Abendsonne entschwinden. Euch allen wünsche ich auch weiterhin ein paar sonnige Tage und gutes Gelingen beim Nachkochen.

Share This:

Frühlingssoße – eine leckere Art Ostereier zu verarbeiten

Der Frühling ist seit je her meine liebste Jahreszeit. Ich liebe es zu sehen, wie nach und nach alles herum ganz langsam aus seinem Winterschlaf erwacht, und die Welt (gefühlt) beginnt, sich wieder ein bisschen schneller zu drehen. Die Sonne scheint jeden Tag ein bisschen länger und wärmer und alles grünt und blüht. Ein spontaner Spaziergang heute Nachmittag, hat mich dann auch noch ganz unverhofft zu einem Weg geführt, den ich bislang noch nicht kannte und der rechts und links dicht mit Blumen und Sträuchern bewachsen war. Beflügelt von diesem schönen Erlebnis, habe ich dann prompt zum Abendessen für mich und einen Lieblingsmenschen ein Gericht zubereitet, was ich von meiner Familie unter dem Namen „Frühlingssoße“ kenne (andere kennen es vermutlich unter dem Namen „grüne Soße“).
Das beste an diesem Rezept ist, dass es sich zudem nach den vergangenen (nahrungsreichen) Ostertagen einerseits um ein sehr leichtes Gericht handelt und andererseits den schönen Nebeneffekt bietet die übrig gebliebenen Ostereier zu verwerten. Insgesamt also ein absoluter Treffer.

fruehling1

Ihr braucht dazu (für 2 Personen):
Bärlauch (ca. 10 g)
Schnittlauch (ca. 5 g)
350 g Joghurt (3,5%)
200 g Kräuterquark (ich habe Magerstufe gewählt)
1/2 Tl Salz
1/2 Tl Pfeffer
2 El Zitronensaft
4 hartgekochte (Oster)eier

Die Soße ist in kürzester Zeit zubereitet. Die Kräuter werden kleingehackt und mit dem Joghurt dem Zirtonensaft und dem Quark in einer Schüssel verrührt. Anschließend pellt ihr die hartgekochten Eier und hackt auch diese klein. Gebt die Eier in die Joghurtmischung und verührt alles miteinander. Nun würzt ihr die Soße noch nach eurem Geschmack. Wer mag, kann natürlich andere Kräuter verwenden, oder einen Schuss Chiliflocken untermischen – was immer euch schmeckt und gut tut ist hier die Devise!

Das Gericht passt super zu Kartoffeln. Ich habe mich heute abend für Pellkartoffeln entschlossen, aber auch eine Scheibe Grau- oder Schwarzbrot schmeckt dazu sehr lecker.
Mit der Garzeit der Kartoffeln eingerechnet lässt sich das Gericht in gut 20 Minuten zubereiten, beschwert nicht und macht rund herum satt und glücklich.

fruehling2

Die Blumen, welche die Bilder zieren habe ich bei meinem heutigen Kurzausflug übrigens gepflückt – allein deshalb hat sich mein Spaziergang schon gelohnt, wie ich finde.
Ich hoffe euch allen sind die Ostertage gut bekommen und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!

Share This:

Oster-Cake pops – Eine nette Abwechslung im Osternest

Trotz beinahe weihnachtlicher Temperaturen ist es ja schon wieder so weit, und Ostern steht unmittelbar vor der Tür. Und auch wenn das Ostereiersuchen dieses Jahr vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen wird, soll es uns ja nicht die Freude daran vermiesen, nicht wahr?

Daher habe ich heute für euch ein super leckeres Rezept, mit der man jedes Osternest zum richtigen Hingucker machen kann:

Cake-pops in Hasen- und Möhrenform

Eigentlich wollte ich das Rezept bereits am Donnerstag veröffentlichen, doch leider hatte ich Probleme mit dem Internet und musste daher bis heute warten. Doch noch sind die Geschäfte ja geöffnet und die ein oder andere Zutat hat man bereits zu Hause herumliegen.
Die Herstellung der Cake pops braucht relativ lang, was allerdings schlicht an der langen Kühlzeit liegt. Und das Ergebnis lohnt sich wirklich.

IMG_0685
Ihr braucht:
300 g weiße Schokolade
150 g Zartbitterschokolade
ca. 3 EL Marmelade, Frosting, Frischkäse oder was ihr sonst so mögt
3 Fertigkuchen (a 400 g)
Schokokekse (z.B. Leipniz Minis)
Holzstäbchen oder Lollipop-Sticks
grünes Bandrote Lebensmittelfarbe
gelbe Lebensmittelfarbe

Der Anfang läuft wie bei der Herstellung ganz normaler Cake pops: Der Kuchen wird in einer großen Schüssel zerbröselt und mit einer halbfesten Masse eurer Wahl befeuchtet. Am liebsten benutze ich dafür Marmelade, aber da ich vergessen hatte welche zu kaufen, habe ich eine kleine Menge Vanilla-Frosting angerührt und das benutzt – klappt genauso gut. Die Menge variiert je nachdem was ihr für einen Kuchen benutzt, aber in der Regel sollten drei gute Esslöffel völlig ausreichend sein. Wichtig ist, dass der „Teig“ richtig schön durchgefeuchtet und formbar wird.

IMG_0693       IMG_0694

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Für die Hasen nehmt ihr etwa 1 1/2 Esslöffel Kuchen und rollt ihn zu einer festen Kugel. Für die Möhren benötigt man ca. 2 Esslöffel formt daraus eine weitere Kugel und dreht diese anschließend in den Händen zu einer Art Kegel. Die Teigmenge hat bei mir für 9 Hasen und 5 Möhren gereicht – ich habe also recht viel Teig gemacht.

Jetzt kommen eure Teigklopse erst einmal in den Kühlschrank wo sie um die 5 Stunden richtig gut durchkühlen sollen. Für die Hasenohren habe ich Kekse verwendet. Uhrsprünglich wollte ich Katzenzungen verwenden, habe aber keine bekommen und mit den Keksen hat es auch sehr gut funktioniert. Die Kekse habe ich an einem Ende abgeschrägt, damit die Öhrchen spitz zulaufen. Das ist aber nicht zwingend notwenig. Nach der Hälfte der Kühlzeit muss ein bisschen von der Zartbitterschokolade (ich habe etwa 1 Rispe genommen) geschmolzen werden. Die Keks-Ohren werden in die Schokolade getunkt und anschließend nebeneinander in die Hasen-Kugeln gesteckt. Passt dabei auf, dass der Teig nicht zu sehr einreißt.

Wenn genug Zeit vergangen ist, könnt ihr die restliche dunkle Schokolade schmelzen und die Hasen kurz hineingeben. Ich habe hier ganz ehrlich gesagt alle Vorsicht fallen lassen und einfach mit den Händen gearbeitet. Die Teigkugeln sind nämlich relativ schwer. Kurz abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett legen und fertig sind eure Häschen.

Die Möhren sind ein bisschen aufwändiger. Zuerst wird weiße Schokolade geschmolzen und anschließend mit roter und gelber Lebensmittelfarbe Orange eingefärbt. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten einen schönen Orangeton hinzukriegen, probiert also am besten ein bisschen rum, bis euch die Farbe zusagt. Nun werden die „Möhren“ ebenfalls durch die Schokolade gezogen und auf dem Backpapier platziert. Die Schokolade härtet auf den durchgekühlten Teigstücken recht schnell aus. Sobald sie ein wenig fester wird, könnt ihr das Holzstäbchen etwa bis zur Hälfte in das breite Ende der Cake pop- Möhre stecken. Anschließend kommen die kleinen Leckereien noch einmal in den Kühlschrank. Zum Schluss könnt ihr noch grünes Geschenkband nehmen und es um die Holzstäbchen binden, um das Grün der Karotten anzudeuten. Ganz motivierte unter euch können noch kleine Rillen in die Möhren kratzen, das ist aber ein ganz optionaler Schritt.

IMG_0690

Die Cake pops sind wahnsinnig lecker (wenn auch wirklich mächtig!) und machen sich super als kleines Mitbringsel zum Osterbrunch oder einfach um einem lieben Menschen eine Freude zu machen! Aber mit oder ohne Cake pops wünsche ich euch allen frohe Ostern und erholsame Feiertage.

Share This:

Bananen-Pancakes und Rote-Beete-Creme – Low Carb für Naschkatzen

Das Ende der Semesterferien rückt langsam näher und damit auch die Abgabe meiner Hausarbeiten. Nun da es also fast geschafft ist, kann ich mich endlich wieder verstärkt auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren. Für Ostern habe ich bereits eine schöne Idee, hoffe allerdings, dass ich die noch rechtzeitig umgesetzt bekomme. Aber wie es so schön heißt, wo ein Wille ist…:D
Heute gibt’s aber erstmal zwei etwas ungewöhnliche, aber wirklich, wirklich leckere Rezepte für die Leckermäulchen unter euch, die gerne mal was Süßes mögen, aber –so wie ich – den ganzen Tag am Schreibtisch hocken müssen und daher gerne mal nach süßen Alternativen zu Schokolade suchen.
Das erste Rezept habe ich vor einiger Zeit bereits bei Instagram begeistert gepostet und es ist sagenhaft, wie schnell und einfach es ist: (Low Carb)

Bananen Pancakes

IMG_0649

Sehen die nicht lecker aus? Und das beste ist, dass man nur zwei Zutaten benötigt.
Für eine Portion (eine Person) benötigt ihr:
1 (reife) Banane
2 Eier
IMG_0648
Das war’s! Mehr nicht. Und so geht’s:
Einfach die Banane zusammen mit den Eiern in einen Blender geben oder pürieren bis ein weicher „Teig“ entsteht. Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und ein gaaanz kleines bisschen Öl in die Pfanne geben. Dann den Teig in die Pfanne füllen – Ich empfehle euch, kleine Pfannkuchen zu machen (etwa ..) da die Bananen-Pancakes etwas schwieriger zu wenden sind als normale Pfannkuchen. Etwa 1 Minute von beiden Seiten braten und dann zuschlagen :D.
Ich habe die Pfannkuchen mit einer ganz lieben Kollegin nach dem Sport zubereitet und wir haben uns dazu einen riesigen Obstsalat gemacht. Es war wirklich ein kleiner Traum kann ich euch sagen!

Aber weils so schön (und so einfach) ist, kriegt ihr heute sogar noch ein zweites Rezept. Das hier ist ein bisschen spezieller, schmeckt aber wirklich sehr lecker und überraschend süß!

Rote-Beete-Creme

IMG_0664

Ihr braucht:
1 Knolle gekochte Rote Beete
2 Bananen
1 EL Magerquark
1 El Honig oder 1 TL Stevia (oder Zucker)

IMG_0666
Genau wie in dem oberen Rezept werden die Zutaten hübsch mit einander püriert. Allerdings war das hier schon der ganze Zauber. Wem es schmeckt kann gerne etwas Zimt (1/4 TL) oder Kakaopulver mit in die Creme geben. Ich mag diese Variante sehr gern. Tatsächlich schmeckt die Rote Beete von Natur aus relativ süß, weshalb sie sich überraschend gut als Nachspeise zubereiten lässt. Und geschmacklich ist es mal was anderes. Wer kein besonderer Fan von Roter Beete ist (die übrigens sehr gesund ist, nebenbei bemerkt) muss sich davon aber auch nicht abschrecken lassen. Man schmeckt sie zwar raus, aber auch der Bananengeschmack ist sehr präsent. Es ist meiner Meinung nach jedenfalls eine lohnenswerte Kombination, mit der man mal einen Versuch wagen sollte!

Share This:

Bunter Salat mit karamellisiertem Feta

Ich liebe Salat! Sogar im Restaurant esse ich meistens das Deko-Salatblatt mit, das traurig und allein neben den Pommes auf Aufmerksamkeit wartet. Und, dass Salat auch noch gesund ist, ist ein netter Nebeneffekt. Besonders liebe ich, dass man Salate auf so vielfältige Weise zubereiten kann. Wenn man sich bei Freunden umhört (ok, ich gebe zu solche Gesprächsthemen sind jetzt seltener auf der Tagesordnung, aber wenn…) stellt man fest, dass kaum jemand seine Salatsoße genauso zubereitet, wie man selbst. Selbst meine Mama, die mir ja das Kochen beigebracht hat, macht heute ihre Soße etwas anders als ich. Und das ist ja das schöne. Es gibt nicht die Art einen Salat anzumachen, es gibt hunderte!

Nun gut, Salat macht mich also glücklich. Und weil ich gerne glücklich bin, esse ich sehr häufig Salat. Mal als Beilage, mal als komplettes Hauptgericht. Heute gibts von mir daher für euch (vielleicht macht es euch ja auch ein bisschen glücklich) daher ein Rezept, dass ich momentan sehr gerne mache, da es schnell geht, richtig schön satt macht und – bestimmt auch nicht nur den Salatliebhabern – wahrhaft dem Gaumen schmeichelt:

Bunter Salat mit karamellisiertem Feta

Salat-Feta1

Ihr braucht:

150 g (1 Stück) Romana Salatherzen (oder was immer ihr gerade mögt und da habt)
1 halbe Salatgurke
ca. 10 Mini/Cocktailtomaten (so 80 g)
1 halbe rote Zwiebel
1 halbes Stück (ca. 125 g) Fetakäse
1 El Honig (am besten Flüssig)
Optional: Etwas Chiliflocken/ Salz/ Pfeffer
Bei Bedarf: Salatkerne

Ihr braucht für die Soße:

1 1/2 EL Naturjoghurt (Fettgehalt ist meiner Meinung nach egal, ich hab 3,5% genommen)
1 halber TL Honig
1 halber TL Olivenöl
1 TL Zitrone
Salz
Pfeffer

Zuerst werden der Salat, die Tomaten, die Zwiebel und die Gurke gewaschen und kleingeschnitten. In einer Schüssel vermengt ihr den Joghurt mit den restlichen Zutaten für den Salat.

Parrallel zu den Schnippelarbeiten könnt ihr eine Pfanne auf die kleine Herdplatte stellen und auf mittlerer Hitze warm werden lassen. Öl ist nicht notwendig, darf aber natürlich benutzt werden.
Den Feta in dicke Streifen schneiden, mit einem Küchentuch abtupfen und in die mittlerweile warme Pfanne geben. Unmittelbar darauf den Honig darüber geben. Da ich Feta immer schon recht würzig finde, verzichte ich auf weitere Zutaten, aber wer sich traut darf den Salzpott natürlich nach Herzenslust ansetzen.
Die Käsestreifen von jeder Seite kurz anbraten, 1 Minute von beiden Seiten ist eigentlich ausreichend. Sobald die Seiten sich ganz leicht ausdehnen, ist der Käse gut – Es ist besser den Feta nicht zu lang in der Pfanne zu lassen, da er schnell sonst ein wenig gummiartig werden kann.
Den Salat gut in der Soße umrühren, die Fetastreifen darüber geben und tadaaa – ein Abendessen!

Salat-Feta
Ich habe übrigens nur ein paar Bilder von den „unfertigen“ Zutaten, da ich vor lauter Freude schlicht vergessen habe ein Foto vom fertigen Salat zu machen.
Die Mengenangaben oben reichen für eine Person (zumindest für mich ;)), aber tut euch keinen Zwang an, davon mehr zuzubereiten – viel Aufwand ist es ja nicht.

Share This:

Reis garen mal anders – oder was Betten so alles können

Zugegeben. Es wird draußen ja endlich Frühling. Manchmal kann man es schon in der Luft riechen, oder man erahnt ihn, weil einen morgens nicht allein das Geräusch vom Wecker oder dem Bagger vorm Wohnheim weckt (hier wird gerade gebaut) sondern weil man – wenn man die Ohren spitzt – auch hier und da ein paar Vögelchen zwitschern hört. Und manchmal, ganz manchmal, ist es tagsüber sogar schon richtig schön warm. Da es nachts allerdings nach wie vor bitter kalt ist, ist man – oder ich zumindest – froh, dass das Bett schön kuschelig und vor allem schön warm ist, oder?

20150117_090304

 

Tatsächlich ist so ein Bett aber noch für viel mehr zu gebrauchen als nur zum liegen – und zwar zum Kochen. Nein, ich habe mich nicht im Datum vertan und das hier ist auch kein Aprilscherz.

Denn habt ihr gewusst, dass man in seinem Bett Reis garen kann?
Ich habe diese Methode von meiner Mama gelernt, die Reis seit ich denken kann so zubereitet, und ich habe niemals erlebt – weder bei mir noch bei meiner Mutter – dass es nicht funktioniert hätte.

Im Grunde genommen ist es lachhaft einfach. Ihr messt den Reis in der benötigten Menge ab.
Für gewöhnlich nehme ich eine Tasse voll (was allerdings für eine Person in der Regel zuviel ist – aber ich spekuliere hier ganz bewusst auf Reste). Der Reis wird in einen Topf gegeben und mit der doppelten Menge Wasser übergossen – hier also zwei Tassen Wasser. Und natürlich gehört auch eine gute Prise Salz dazu.
Bis hier hin läuft alles erst einmal, wie man es sonst so kennt. Der Topf wird auf eine Herdplatte gestellt und abgedeckt. Stellt den Herd ruhig auf volle Hitze, damit ihr das Wasser zu kochen beginnt. Sobald es kocht, stellt ihr die Hitze nun aber nicht kleiner, sondern den Herd ganz aus.

Jetzt kommt der spannende Teil:

Schlagt eure Bettdecke ein Stück zurück und legt zum Schutz ein gefaltetes Handtuch oder einen Topflappen auf das Betttuch. Nun wird der Topf mit samt Deckel auf dem Handtuch platziert und die Bettdecke darüber gelegt. Ich habe mir angewöhnt die Decke möglichst nah an den Topf zu „kuscheln“ um möglichst viel Hitze zu erzeugen.
Dann heißt es warten. Mehr nicht. Der Reis quillt im Topf munter vor sich hin und saugt die gesamte Flüssigkeit auf.

Es gibt allerdings ein kleines aber ziemlich wichtiges Detail, was ihr unbedingt beachten müsst. Diese Art Reis zu Garen dauert etwa 45-60 Minuten. Aber ganz ehrlich, es lohnt sich wirklich!

 

IMG_0658

Hier einmal die Vorteile:
1. Ihr habt eine Herdplatte mehr zur Verfügung
2. Diese Methode ist Stromsparend
3. Ihr müsst euch nicht darum kümmern, dass der Reis überkochen oder anbacken könnte.
4. Wenn das Essen nach 60 Minuten noch nicht fertig ist (ihr könnt den eigentlichen Kochvorgang ja beginnen, wann ihr mögt) kann der Topf im Grunde genommen den halben Tag unter der Decke bleiben, ohne, dass der Reis irgendeinen Schaden nehmen würde
5. Die Methode funtkioniert wirklich immer!

Zum Schluss ist er fluffig und ist sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her in keiner Weise von Kochbeutelreis oder auf dem Herd zubereitetem zu unterscheiden.
Und wer mir immer noch nicht glaubt, der muss es am besten selbst herausfinden!
Also auf die Betten, fertig…los!

IMG_0184

Share This:

Italienisch mal anders – warme Kürbis-Ingwer Bruschetta

Ich weiss schon wovon ich spreche, wenn ich sage, dass ich keine Vorsätze mag. Denn aus irgendeinem Grund halte ich niemals meine Vorsätze – schon gar nicht die zu Silvester. Es war also wenn man so will eigene Dummheit großartig Besserung bezüglich der Häufigkeit meiner Blogeinträge zu geloben. Denn bloß weil ich es mir vorgenommen habe, bekomme ich leider nicht auf magische Weise plötzlich mehr Zeit als ich vorher hatte.
Trotzdem kann man es ja zumindest versuchen – denn eigentlich geht es ja darum, wenn man einen Vorsatz macht, man will sich zumindest zusammenreißen.

So, und da ich gerade eine kurze Pause vom Hausarbeitsschreiben mache (…brauche) fand ich den Zeitpunkt günstig, einen – wenn auch kurzen – Blogeintrag zu verfassen.
Wie vor kurzem ja bereits festgestellt, komme ich in letzter Zeit eigentlich kaum dazu mal was vernünftiges zu kochen, geschweige denn zu backen. Daher schwelge ich hier einfach ein bisschen in Erinnerungen an vergangene Tage und vergangene Rezepte, die ich ohnehin längst habe vorstellen wollen. „Heute“ gibt’s bei mir daher das Rezept für eine herrliche Kürbis-Ingwer Bruschetta.

Ihr braucht:
Wasser (1 Schnapsglas, ca. 3-4 El)
ca. 300 g Kürbis (ich habe Butternuss genommen, geht aber auch mit Hokkaido)
1 Ciabatta
Olivenöl (3-6 Esslöffel)
1 Knoblauchzehe Knoblauch
1 El frischen Ingwer
2 El Tomatenmark
optional: Chiliflocken, Paprikapulver

20150207_181728

Das Rezept ist entstanden, da ich vor ein paar Wochen hohen Besuch von der Karin von Bonngehtessen.de hatte. Wenn ihr ihren Blog noch nicht kennt, solltet ihr ihn euch unbedingt zu Gemüte führen – ganz besonders wenn ihr aus dem Bonner Raum kommt.
Zurück zum Thema. Die liebe Karin mag nun leider keine rohen Tomaten, ich hatte allerdings beschlossen Bruschetta als Vorspeise zu machen. Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann will ich das auch durchziehen. Also wurde die der italienische Klassisker schlicht ein wenig abgewandelt – und ich kann euch sagen, es war wirklich, wirklich lecker.

Der Knoblauch und der Ingwer werden zunächst fein gehackt und der Kürbis in kleine Würfel geschnippelt. Wenn ihr Butternuss nehmt, müsst ihr diesen leider zuerst schälen, wenn die Schale etwas dicker ist – das geht aber mit einem Sparschäler recht schnell. Auf der größeren Kochplatte könnt ihr bereits eine Pfanne platzieren. Auf der kleinen Herdplatte erhitzt ihr in einem kleinen Topf das Wasser und gebt den Kürbis, den Ingwer und den Knoblauch hinein. Die große Herdplatte wird nun ebenfalls eingeschaltet und auf mittlere Hitze gestellt. Unter Rühren, damit nichts anbrennt, dünstet ihr den Kürbis auf mittlerer Hitze ca. 3 Minuten, dann sollten die Würfel weich, aber immer noch ganz leicht bissfest sein (kommt natürlich auf die Dicke der Würfel an). Wenn sie sich mit ganz leichtem Widerstand mit dem Löffel teilen lassen, sind sie gut und ihr könnt die kleine Kochplatte ausschalten. Die Brotscheiben werden jetzt in der Pfanne geröstet – das dauert in etwa 1 Minute. Während das Brot röstet, könnt ihr das Tomatenmark, das Öl und wer mag auch etwas Chili und Paprikapulver unter den Kürbis mischen. Dann kommt das warme Brot auf einen Teller, und wird mit der Kürbis-Ingwer Mischung bestückt. Am besten serviert ihr diese Vorspeise, solang sie noch warm ist, dann schmeckt sie am besten. Aber ich fand sie auch kalt (es gab ein paar Reste) noch sehr schmackhaft. Als ich die Bruschetta zum ersten Mal gemacht habe, habe ich übrigens anstatt Bruschetta Vollkorn-Crostini genommen, was auch sehr gut geschmeckt hat. Die „ungesunde“ Weizen-Variante hat mir dann aber noch mehr zugesagt. Zugegeben ist es ein bisschen mehr Aufwand als bei einer gewöhnlichen Bruschetta (aber auch nicht soooo viel), aber es lohnt sich wirklich, riecht himmlisch und macht defintiv Lust auf mehr.

20150207_181827

Als Hauptspeise habe ich übrigens eine ganz tolle Lasagne (!) gemacht, von der ich euch definitiv in Kürze mehr berichten möchte.
Bis dahin hoffe ich, dass ihr eure (Pantry)küche momentan öfter benutzen könnt, als ich das tue – auch wenn das wenigstens den Vorteil hat, dass ich momentan nicht ganz so viel spülen muss. 😉

Nun ruft mich die Arbeit wieder unbarmherzig in ihren Bann zurück und in diesem Sinne wünsche ich euch eine ganz bezaubernde Woche!

Share This:

Spaghetti Aglio e Olio

In den letzten Wochen wurde es ja wieder erschreckend still um mich. In Anbetracht der anstehenden Hausarbeiten, der Arbeit und dem ganzen Kram, der so drum herum anfällt ist das natürlich eigentlich kein Wunder. Trotzdem wollte ich die Gunst der Stunde und die Ruhe der Nacht mal wieder für einen – längst überfälligen – Blogeintrag nutzen. Ich weiss ja nicht, wie das bei euch so ist, aber wenn ich sehr viel Stress habe, dann fällt das Kochen bei mir mehr oder weniger unter den Tisch. So gerne ich es dann auch möchte, da ist nicht viel mit Backen und Kochen und tun und machen, dann muss alles sehr schnell gehen.

Aber Essen muss der Mensch ja bekanntlich, um zum einen bei Laune zu bleiben und zum anderen, um Kraft zu tanken. Ein ganz leckeres und ganz schnelles Rezept, was ich in den letzten Tagen dabei fabriziert habe möchte ich euch nun kurz vorstellen.

Spaghetti Aglio e Olio mit Thunfisch, Blattspinat und frischen Tomaten. Geht ratzfatz, ist sättigend und wirklich lecker.
Ihr braucht:

1 kleine Knoblauchzehe (gerne auch 2 ;)) oder Knoblauchpulver (ich hab es ehrlich gesagt damit gemacht)
Cocktailtomaten
1-2 Hände voll Blattspinat
1/2 Dose Thunfisch
Eine Handvoll ungekochter Spaghetti
Olivenöl
Salz
Pfeffer

IMG_0400-1

In einem Topf erhitzt ihr Wasser für die Spaghetti. Sobald das Wasser kocht, gebt ihr etwas Salz dazu und wartet bis sie al dente sind. In der Zwischenzeit könnt ihr den Blattspinat waschen, entstiehlen und in grobe Streifen schneiden. Die Tomaten werden halbiert, und der Knoblauch wird kleingehackt. Beides könnt ihr kurz zur Seite stellen.
Kurz bevor eure Spaghetti gut sind – nach ca. 6-8 Minuten – könnt ihr den Spinat mit in den Topf geben, damit er kurz blanchieren kann. Alles zusammen dann in ein Sieb zum Abtrofen geben. Gebt die Spaghetti zurück in den noch warmen Topf, stellt diesen aber nicht mehr auf die heiße Herdplatte. Vermengt nun die Spaghetti mit ein paar Spritzern Öl, ein wenig Salz, Pfeffer und den restlichen Zutaten. Und fertig ist das Mittagessen.
Es handelt sich, inklusive Abwasch um eine Angelegenheit von ca. 15 Minuten und ist damit immer noch voll im Rahmen für eine schnelle Mahlzeit zwischen den Lernintervallen. Klar, suuuuper gesund ist anders, aber man kann ja auch nicht alles haben oder?
Wer aus ethischen Gründen keinen Thunfisch ist, oder schlicht keinen mag, der kann diesen auch sehr gut durch Walnüsse ersetzen. Zusammen mit dem Spinat ist das eine ganz tolle Kombination und verleiht dem ganzen noch ein gewisses Extra.

IMG_0409

In Zukunft gelobe ich Besserung, was die Häufigkeit meiner Rezeptvorschläge angeht, aber ihr wisst ja selbst, harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. In diesem Sinne wünsche ich euch eine tolle und hoffentlich entspanntere Zeit als ich sie gerade habe. 😉

Share This:

Be my Valentine – Herzige Berliner

Ich muss etwas gestehen: Ich mag den Valentinstag nicht. Habe ich noch nie. Nicht, weil es ein kommerzieller Feiertag ist. Denn seien wir ehrlich, es gibt ja eigentlich gar keine Feiertage mehr, die die Industrie sich nicht zu Nutze zu machen weiss – und für den Blumenhändler von nebenan ist das ja sogar irgendwie ganz nett. Auch nicht, weil ich mich als Single an diesem Tag besonders schlecht fühlen würde. Denn auch wenn mein Beziehungsstatus auf Facebook freudig „in einer Beziehung“ anzeigen darf, kann ich dem Valentinstag nicht mehr abgewinnen als vorher.

Mich stört einfach dieses Plakatieren und öffentliche Zur-Schau-Stellen von zwischenmenschlichen Gefühlen, aus einer reinen Erwartungshaltung heraus. Natürlich ist es schön und auch wirklich wichtig, seinen liebsten Mitmenschen einmal „Danke“ zu sagen und ihnen zu zeigen, wie wichtig sie einem sind. Aber ist es nicht viel schöner das einfach dann zu tun, wenn der Moment gerade passt? Oder der andere das wirklich gerade gebrauchen kann? Wo bleibt denn die sogenannte „Romantik“, wenn ich jemanden am Valentinstag mit einer süßen Leckerei, Blumen oder etwas anderem „überrasche“, nur weil irgendwie erwartet wird? Versteht mich nicht falsch, es liegt mir fern gegen die Menschen zu wettern, die diesem Feiertag etwas abgewinnen können und ihn angemessen zu zelebrieren wissen.
Für mich ist Romantik halt etwas, was man nicht in eine Geschenkschachtel packen und mit Rosenblättern übergießen (nicht, dass ich davon ausgehe, dass das hier wirklich jemand macht ;)) kann, sondern die kleinen Dinge, die man für jemanden tut. Eine Suppe zu kochen, wenn man krank ist, die Tür aufhalten oder eine Einkaufstasche tragen. Oder einfach, wie man sich ansieht und miteinander spricht. Das verstehe ich unter Romantik. Und nach dieser Logik ist so gesehen jeder Tag ein Valentinstag. Oder es sollte zumindest so sein.

Nun wenn man dem V-Day also ohnehin nicht ganz so zugetan ist, fällt es gleich doppelt auf, dass man sich in letzter Zeit in allen sozialen Netzwerken und Werbeanzeigen mit diesem Tag konfrontiert sieht. Gleichzeitig muss ich aber noch ein Geständnis machen: Ich habe gerade in den genannten sozialen Netzwerken eine ganze Reihe wirklich toller Ideen für den Valentinstag gefunden, die selbst mir Vaentinsmuffel irgendwie Lust auf einen liebestrunkenen Beitrag gemacht haben. Da trifft es sich ganz hervorragend, dass dieses Jahr der Valentinstag auf ein Ereignis fällt, für das mein rheinisches Herzelein tatsächlich höher und schneller schlägt: Der Karneval und Valentinstag fallen dieses Jahr nämlich praktischerweise auf ein und dasselbe Datum.

Da ich im Rheinland – genauer gesagt im schönen Bonn – groß geworden bin, ist der Karneval ein fester und enorm wichtiger Bestandteil meines Lebens. Bis vor ein paar Jahren habe ich bereits im Sommer begonnen meine Kostüme zu planen und spätestens im Herbst angefangen selbige zu nähen. Und eine Sitzung, wenn nicht mehr, pro Session ist ohnehin drin. Ihr seht also, die Liebe von der ich hier spreche ist echt und geht tief. In diesem Jahr soll also der Karneval in all seiner Pracht mein „Valentine“ sein und ich zeige ihm meine ganze Liebe öffentlich (ganz so wie es eben erwartet wird!) durch die Darbringung eines kleinen Tributs. Und da eine der bekanntesten Naschereien der fünften Jahreszeit Berliner sind, habe ich heute für euch ein wahrlich herzliches Berliner-Rezept!

Anderswo sind sie wohl unter dem Namen Berliner Pfannkuchen oder Krapfen bekannt – das wirklich wichtige ist aber, dass sie mit Marmelade gefüllt und wahnsinnig lecker sind! Genug der Worte, hier gibt es das Rezept für euch:

Ihr braucht für den Teig:
200 ml Milch
1 Päcken Trockenhefe
70 g weiche Margarine oder Butter
50 g Zucker
1 -3 Tropfen Vanillearoma
1 Prise Salz
450 g Mehl

Für die Füllung:
Marmelade oder Konfitüre eurer Wahl (z.B Erdbeer)

11005781_996472390382244_1481510267_n

Ich war zugegeben ein bisschen überrascht, als ich gelesen habe, dass Berliner aus Hefeteig gemacht werden. Ich hatte immer vermutet, dass es ein Brand- oder Quarkteig wäre. Eine eingehende Recherche hat mich dann aber eines besseren belehrt. Ihr bereitet in einem ersten Schritt also einen Hefeteig vor. Wenn ihr damit ein bisschen Probleme habt, empfehle ich euch hier meine „Ode an die Hefe“ zu lesen, die euch die Eigenheiten und Eigenschaften eines Hefeteigs etwas näher bringen soll und ein Misslingen des Teigs praktisch unmöglich macht.

Wenn euer Teig nach ca. einem Stündchen so richtig schön gegangen ist, dann rollt ihn ca. 1 cm dick aus. Mit einem Glas oder einem Cookie-Cutter stecht ihr Kreise aus dem Teig. Mit Naschen bin ich auf 14 Kreise gekommen. Das hängt aber natürlich von der gewählten Größe ab. Mit einem Messer schneidet ihr die Kreise nun etwa 1/4 tief ein, zieht die Enden leicht auseinander, und drückt die Enden so zusammen, dass sich eine Herzform ergibt. Wer einen größeren Herzaustecher zu Hause hat kann sich die Arbeit natürlich erheblich erleichtern ;). Wenn ihr alle Herzen zusammen habt, legt ihr sie auf ein Küchenbrett, bemehlt ihr sie leicht und gebt ein leicht feuchtes Küchentuch darüber. Dann kommen sie noch einmal an einen warmen Ort zum gehen. Das darf ruhig Zeit in Anspruch nehmen. Ich glaube ich habe den kleinen Hefe-Herzen etwa drei Stunden eingeräumt, weil ich wollte, dass sie sich richtig entfalten können und später dann ganz fluffig sind.

Jetzt kommt der spannende Teil. In einen großen Topf gebt ihr ordentlich Öl, so dass die Hefeklöpse frei schwimmen können und erhitzt es auf mittlerer Stufe. Das ist wichtig, damit das Öl nicht zu heiß wird – das ist natürlich erstens zu eurer eigenen Sicherheit, verhimndert aber gleichzeitig, dass die Herzen außen verbrannt und innen roh sind. Nun werden die Teigrohlinge von jeder Seite ca. 3 Minuten frittiert und dann auf mehrere Lagen Küchenkrepp gelegt. Ihr könnt die noch warmen Herzen direkt in Zucker wälzen oder nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestreuen.
Mit einer Spritztülle und befüllt ihr sie anschließend mit Marmelade eurer Wahl. Am besten einer ohne lästige Stückchen.

IMG_0619

Da ich nicht genug Öl im Haus hatte, die Läden aber schon geschlossen hatten, konnte ich nicht alle meine Rohlinge frittieren, sondern habe den großteil in – für meine Verhältnisse – recht viel Öl in der Pfanne gebraten. Ebenfalls auf niedriger bis mittlerer Stufe, um ein gleichmäßiges Garen zu ermöglichen. Das Ergebnis hat mir persönlich sogar ein wenig mehr zugesagt, als das frittieren. Ich muss aber gestehen, dass es so natürlich gut dopppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt und nicht direkt traditionell ist.

11004283_996472410382242_1260389553_n

Egal für welche Methode ihr euch entscheidet, und zu welchem Anlass ihr die herzigen Berliner macht, ob Valentinstag oder einem x-beliebigen Tag, an dem ihr eure Liebe zeigen wollt- ich verspreche euch, dass den Beschenkten davon auf jeden Fall das Herz aufgeht! 🙂

Share This:

Von Kuchentrümmern und kleinen Schritten – mal ein anderer Beitrag

An manchen Tagen kriegt man ja „nichts gebacken“, wie es so schön heißt. Tatsächlich war heute für mich ganz genau so ein Tag. Erst habe ich verschlafen, auf dem Weg zum Bus eine Pfütze übersehen (weshalb ich auf der Arbeit nur in Socken rumgerannt bin, damit mein Schuh trocknen kann) und dann auf dem Nachhauseweg meine Haltestelle verpasst, weil ich vor mich hingeträumt habe.
Es passte also irgendwie in meinen Tag, dass der Kaiserschmarrn, den ich für einen Freund zum Abendessen machen wollte, mehr einem süßen Rührei denn einer österreichischen Mehlspeise glich. Nun gut, an solchen Tagen muss man also einfach mal ein bisschen umplanen und so nutze ich die „Lücke“ in meinem Rezeptrepertoire für einen Blogeintrag der etwas anderen Art.
Ich habe also beschlossen einen Blogeintrag zu machen, in dem ihr mich mal von einer ganz anderen Seite erlebt. Denn bisher habe ich alles in allem noch nicht wirklich viel von mir preisgegeben. Um ehrlich zu sein, hat das den Grund, dass ich selbst noch nicht so ganz sicher bin, wie viel ich eigentlich „diesem Internet“ von mir zeigen möchte, oder ganz allgemein der Außenwelt. Vermutlich ist dieses „sich öffnen“ ein Prozess, den ich nach und nach durchmachen werde – aber bis dahin mache ich einfach einen kleinen Schritt vor den anderen.
Ich finde immer, dass man Menschen in Stresssituationen sehr gut kennen lernen kann, da sie in solchen Momenten oft  vergessen die perfekte Fassade aufrecht zu halten. Ich begebe mich also in den virtuellen Löwenkäfig und erzähle euch die dramatische Geschichte um einen Kuchen, der ganz und gar andere Pläne hatte als ich.
Im Sommer letzten Jahres war ich auf die Babyshower einer sehr lieben Arbeitskollegin eingeladen. Und wie ich nun mal bin, habe ich von Anfang an geschrieen, dass ich den Kuchen machen würde. Da meine Kolleginnen jetzt aber nicht alle Tage ihr erstes Kind kriegen, wollte ich etwas besonders schönes machen. Ein Kinderwagen, passend zum Thema, sollte es sein. Ich hatte mir alles sowohl im Kopf als auch auf dem Papier so richtig schön ausgemalt. Weiss sollte er werden und auf einem Rechteckigen Kuchen mit grünem Frosting thronen. Für diesen Anlass habe ich extra auf den Backofen meiner Mama zurück gegriffen, um schneller zwei halbkegelförmige und einen großen (Blech)Kuchen backen zu können – so eine Motivtorte braucht schließlich auch so jede Menge Zeit. Möglicherweise war es Karma, weil ich einen Backofen benutzt habe, möglicherweise habe ich mich bei den Zutaten für den Teig verrechnet, oder die Form war nicht gut eingefettet – sicher ist, dass der Kuchen aus der einen Kegelform nur halb und aus der flachen, rechteckigen gar nicht heraus kam.
IMG_0128
Da stand ich also mit jeder Menge Kuchen und einem Plan, von dem ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wie ich ihn nun verwirklichen sollte. Neubacken kam sowohl zeitlich als auch aus Prinzip nicht in Frage und auch die Füllung und die Ganache für die Torte waren ebenfalls bereits angerührt – da blieb also nur noch die Flucht nach vorn.
Ich muss jetzt gestehen, dass solche Maleure nicht wirklich untypisch für mich sind. Häufig male ich mir Ereignisse oder Vorhaben meinerseits in schillernden Farben aus, nur um dann auf halber Strecke zu merken, dass meine Vorstellung und die Realität gar nicht mal so d ‚accort laufen. Natürlich ist es wichtig in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, cool zu bleiben und das Unglück objektiv von allen Seiten zu betrachten.
Ich sprang also aufgescheucht durch die Küche, komplimentierte und bedrohte die Backform, damit sie den Kuchen herausgab und musste schließlich mein Los einsehen. Ich habe mich also hingesetzt und den Kuchen ca. eine halbe Stunde lang angestarrt (Sowohl stinksauer als auch analytisch) und von allen Seiten meine Möglichkeiten abgewogen. Das Fazit meiner Untersuchung lautete: Totalschaden. Retten was zu retten ist, aber ohne Rücksicht auf Verluste.
IMG_0122
Unterm Strich bedeutete das, ein ganz neues Tortenkonzept zu basteln: Der Kuchenuntergrund wurde gestrichen und der Kinderwagen durch eine Wiege ersetzt. Glaubt mir wenn ich euch sage, das was in der Küche meiner Mutter an diesem Tag geschah, war kein entspanntes Backe-Backe-Kuchen, das war Krieg. Eine regelrechte Kuchenschlacht. Aus der heilen Halbkugel wurde der Wiegenkorb – Das war der leichte Teil. Der Schirm des Babyhimmelbetts dagegen wurde aus Trümmern und Bruchstücken so zusammen gedrückt und gekleistert (die Ganache war wenigstens gelungen und erfüllte ihre Zwecke) bis ein kuppelartiges Gebilde daraus erwuchs. Sicherheitshalber habe ich das ganze mit Zahnstochern und einer zweiten (dünnen) Schicht Ganache fixiert, bevor ich mich mit dem Fondantüberzug beschäftigte. Auch hier brachte die insgesamt relative Instabilität des Kuchens ihre Tücken mit sich, aber mit viel Fluchen, Flehen und Versuchen hat das Einschlagen dann doch ganz gut funktioniert. Da an einigen Stellen aber doch Unfeinheiten zu erkennen  waren, wurde kurzerhand noch ein zweiter Überzug aus rosa Fondant beschlossen (rosa, da es ein Mädchen würde), dessen Zweck darin bestand die rissigen und unschönen Stellen zu überdecken.
IMG_0136
Ich wollte absolut mehr als einmal mittendrin das Handtuch von mir und den Kuchen aus dem Fenster werfen, muss aber sagen, dass sich der ganze Stress und die viele Arbeit letzten Endes gelohnt haben. Das wichtigste an einem Kuchen -eigentlich an allen Lebensmitteln- ist, dass er schmeckt. Nur das ist wirklich von Interesse. Wenn ich den Kuchen also für den Kaffeetisch bei meinen Eltern gebacken hätte, wären die Kuchentrümmer zwar nicht schön aber ausreichend gewesen. Es gibt aber auch Situationen, da spielt das äußere ebenso eine Rolle wie der Geschmack. Ein Hochzeitstorte zum Beispiel soll den Gästen ja nicht Sätze entlocken wie „Och der optische Unfall war doch eigentlich ganz lecker“. Und gleiches gilt eben auch für meinen Kuchen für die Babyshower. Gegessen wurde der Kuchen übrigens nicht auf der Party soweit ich weiss, da so viel herzhaftes Essen da war.
Ich hab mir aber sagen lassen, dass er sehr lecker gewesen ist. Auf die zahlreichen Zahnstocher hatte ich gerade noch rechtzeitig hingewiesen – was ein Bonus war ;).
Ganz ehrlich läuft bei mir nur in den seltensten Fällen wirklich alles glatt und so wie ich es will. Meistens geht sogar alles irgendwie schief. Oft habe ich dann Glück im Unglück. Und im Grunde genommen, ist das alles immer irgendwie egal, solange etwas mit Liebe und Leidenschaft angegangen wird. Macht das Sinn? 😀
In diesem Sinne wünsche ich euch ein herrliches und möglichst unfallfreies Wochenende!

Share This: