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Schwarzwälderkirschtorte und Naked Strawberry Cake

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Als ich vor ein paar Tagen meine Dropbox ein wenig aufgeräumt habe -oder so getan, denn irgendwie hat sich nicht wirklich etwas verändert- bin ich auf ein paar Bilder von einer Schwarzwälderkirschtorte gestoßen, die ich bereits vor Monaten gemacht habe. Zugegeben sind die Fotos nicht gerade das, was ich als schön bezeichnen würde, auch wenn ich mich erinnere, damals total stolz auf sie gewesen zu sein. Nun ja, mit der Erfahrung -die bei mir natürlich auch noch sehr ausbaufähig ist- kommt wohl auch die Weisheit. Ein vermeintlich nicht ganz so gelungenes Bild sollte mich nun aber auf keinen Fall davon abhalten ein dafür umso gelungeneres Rezept
weiter zu geben, denn auch wenn ich überhaupt nicht auf Schwarzwälderkirschtorte stehe, muss selbst ich zugeben, dass sie wirklich meine eigenen Erwartungen übertroffen hat und auch schlicht zu den Klassikern unter den Torten gehört. Es half also nichts, nach meinem Empfinden musste die Torte auf den Blog, doch neben den Fotos hielt mich noch ein weiterer Punkt davon ab, das Rezept ratzfatz online zu stellen: Für mich ist Schwarzwälderkirschtorte irgendwie ein winterlicher Kuchen. Vielleicht, weil man eingelegte Schattenmorellen verwendet, oder weil der Kuchen insgesamt recht mächtig ist und nicht zu der Leichtigkeit des Sommers gehört…ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung, aber ich konnte mich absolut nicht mit dem Gedanken anfreunden, im Juni eine vermeintlich weniger hübsch hergerichtete Wintertorte auf den Blog zu packen. Da bot es sich aber an, dass ich am Samstag auf den Geburtstag einer Lieblingsperson eingeladen war und die Geelegenheit nutzen konnte um einen Kuchen zu backen mit dem ich mich besser arrangieren konnte: Ein Naked Strawberry Cake. Zur Zeit sind diese Torten, ohne äußere Cremeschicht überall zu finden und ich wollte immer schon einmal einen machen. Nun ließ mich aber trotzdem die Schwarzwälderkirschtorte nicht los, aber man lässt sich ja nicht lumpen. Für alle Menschen, die sich auch im Sommer an diesem angeblichen Winterrezept erfreuen können bekommt ihr heute einfach beide Rezepte, die tatsächlich in sofern hervorragend zusammenpassen, da ein großteil der Zutaten bzw. der Teig vollkommen identisch sind. Im Grunde ist es sogar nicht einmal ein besonderer Mehraufwand beide Torten gleichzeitig herzustellen. Der Nackedei ist vermutlich etwas schneller in der Herstellung als die angekleidete Variante, aber wenn mans weiss, kann man sich ja entsprechend darauf einrichten.
Ich beginne also mal mit dem Klassiker, der Schwarzwälderkirschtorte

IMG_0440Teig (18 cm Durchmesser):
3 Eier
1,5 El warmes Wasser
75 g Zucker
Vanillemark (optional)
1/2 EL Kirschwasser (optional)
60 g Mehl
15 g Kakao
20 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver

Füllung:
1 Glas Sauerkirschen
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (wer Kirsch hat, und wem es nicht zu künstlich ist, kann optional auch Kirschgeschmack nehmen)
ein kleines Fläschchen Kirschwasser
2 Becher frische Schlagsahne
2 Päckchen Sahnesteif oder San Apart
1-3 Tropfen Vanillearoma
Schokospähne

Dem einen oder anderen Fuchs ist es vielleicht schon aufgefallen, doch der Boden der Schwarzwälderkirschtorte gleicht einem dunklen Bisquitteig, weshalb auch kein Fett für den Teig verwendet wird.
Zuerst gebt ihr die Eier zusammen mit dem Zucker, dem Wasser (Bitte kein heißes Wasser verwenden, sonst kann es passieren, dass Teile der Eier stocken!), dem bisschen Kirschwasser (ich hab es selbst ausgelassen, doch es stand in meinem Rezeptbüchlein) und dem Vanillemark in eine Schüssel und schlagt die Zutaten zu einer schaumigen und halbfesten Masse steif. Das kann gut und gern ein paar Minütchen dauern. Anschließend vermischt ihr das Mehl gut mit der Stärke, dem Backpulver und dem Kakao und hebt dies unter die Schaummasse. Jetzt kommt ein kleiner Schritt, den ihr auslassen könnt, wenn ihr einen Backofen habt. Stellt den Teig für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank und rührt anschließend die Masse noch einmal vorsichtig durch. Der Teig wird dadurch aus irgendeinem Grund ein bisschen robuster in der Handhabe, bleibt in seinem Endergebnis aber trotzdem locker – so wie man eben einen Bisquitboden haben möchte. Nun geht es ans Backen. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden, die ihr hier finden könnt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die SWKT damals im Topf gebacken habe, das ist aber kein Muss. Wenn der Kuchen nach etwa einer halben Stunde durchgebacken ist, könnt ihr ihn irgendwo auskühlen lassen und euch in der Zwischenzeit mit der Füllung beschäftigen. Der Saft, in dem die Kirschen eingelegt sind, wird in einen kleinen Topf gegeben und erhitzt. Gebt nun langsam und unter Rühren das Puddingpulver hinzu -es kann sein, dass ihr je nach Saft nicht die ganze Packung braucht. Wer mag, kann hier auch ein paar EL Zucker hinzugeben, ich persönlich fand das nicht nötig. Wenn eure Kirschmasse eine Puddingartige Konsistenz angenommen hat, könnt ihr die Kirschen – ein paar sollten aber für die Dek übrig gelassen werden – hineingeben und alles von der Kochstelle nehmen.
Die Sahne wird zusammen mit dem Sahnesteif und der Vanille fest aufgeschlagen und bis auf weiteres im Kühlschrank untergebracht. Ein kleiner Tipp: Eure Sahne ist dann gut geschlagen, wenn ihr den Behälter gefahrlos kurz umdrehen könnt, ohne dass die Sahne herausläuft.
Die Tortenböden werden nun mit dem Kirschwasser „getränkt“ (also bestrichen) und anschließend mit der Kirschpuddingmasse bestrichen. Die Anzahl der Schichten könnt ihr natürih selbst bestimmen. Klassisch sind zwei oder drei und hier auch mengentechnisch ratsam. Wenn ihr alle Schichten mit Kirschwasser und -pudding versehen habt, kann es ans Dekorieren gehen. Denn im Gegensatz zu unserem Nackedei, bekommt die SWKT ein prächtiges Kleid aus Sahne. Sehr schön sieht es aus, wenn ihr oben auf der Torte ein paar Sahnetupfer setzt und hierauf die Kirschen plaziert. Anschließend bestreut ihr alles noch mit Schokostreuseln und voilà!

Die zweite Torte ist bei weitem kein Klassiker, schmeckt dafür aber wie ein kleiner Traum, habe ich mir sagen lassen (leider kam ich nicht selbst in den Genuss). Für den Naked Strawberry braucht ihr also:

IMG-20150613-WA0011Teig:
3 Eier
1,5 El warmes Wasser
75 g Zucker
Vanillemark (optional)
60 g Mehl
15 g Kakao
20 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver

Füllung:
1 Schälchen (500 g) Erdbeeren
1 Becher Schlagsahne
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Sahnesteif
1/2 EL Rum (optional)
1 Tasse (mehr oder weniger) Rum
2 EL Erdbeerkonfitüre

Der Teig wird eins zu eins so hergestellt, wie oben erklärt. Der einzige Unterschied ist, dass ich die Tortenböden für den nackten Kuchen in der Pfanne gemacht habe. Die Methode ist hier erklärt.
Die Schichten lasst ihr am besten auf einem Rost auskühlen. In meinem Fall waren es vier Schichten, von denen ich aber nur drei verwendet habe, da eine nicht schön wurde. Diese konnte ich dann super für eine Art Triffle verwenden, den meine Schwester und Mama kredenzt bekamen. Die Erdbeeren habe ich in kleine Streifen geschnitten, wobei ich nicht sonderlich darauf geachtet habe, dass sie alle exakt der gleichen Größe entsprechen müssen. Es geht also recht schnell.
Nun tränkt ihr die Böden großzügig mit Rum -das ist natürlich optional und kann auch mit Saft gemacht werden – und gebt eine dünne Schicht Erdbeerkonfitüre auf den Boden. Darüber kommt eine Lage Sahne und geschnittene Erdbeeren. Fahrt in dieser Art auch mit den anderen Schichten fort. Achtet dabei darauf, dass die Erdbeeren an den Rändern ein wenig hervortreten, damit sie gut sichtbar sind. Die oberste Schicht kann man gestalten, wie man lustig ist, da ich aber noch so einiges an Edbeeren übrig hatte, habe ich mich dafür entschieden eine Spirale zu basteln, die mich fast alle Erdbeeren gebraucht hat. Doch wie gesagt, gibt es hier keine festen Regeln oder Formen. Das wichtigste ist ohnehin der Geschmack, nicht wahr?

Im übrigen hatte ich ansonsten ein wirklich tolles, wenn auch recht turbulentes Wochenende. Freitag hatte ich Besuch von einer Lieblingsperson, die mir ursprünglich beim Backen helfen wollte. Diverse Umstände und das Unwetter, dass hier nur ein paar Minuten aber dafür reichlich herrschte, haben diese Pläne ein wenig vereitelt. Der Kuchen entstand dahr erst am Samstag. Probiert habe ich ihn aber wie gesagt leider nicht, da ich ganz spontan noch einen anderen Favoritmensch vom Düsseldorfer Flughafen abholen musste, der da elend gestrandet war. Als ich Nachts erschöpft ins Bett gefallen bin, hat gefühlt eine Minute später der Wecker dann laut und erbarmungslos geschrillt, da ich den Sonntag im Bergischen in den Alnoküchenstudios verbringen und bei einem Workshop von Chefkooch.de unter der Anleiung von Fräulein Kimchi kochen durfte. Es war ein wirklich toller Tag, über den ich Kürze genauer berichten werde. Fürs erste muss ich aber wieder zurück in die leidige Realität und mich auf meine mündlich Abschlussprüfung vorbereiten. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Nachbacken, egal ob nackt oder bekleidet ;).

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Teufelskuchen – eine teuflisch leckere Verführung

Kaum zu fassen, dass morgen bereits der erste Mai ist. Gefühlt schreitet das Jahr bisher mit Siebenmeilenstiefeln voran – doch traditionell tauscht man diese in der Nacht zum ersten Mai ja bekanntlich gegen ein Paar Gummistiefel oder Tanzschuhe –je nachdem, ob man einen Maibaum stellt oder in den Mai hineintanzt. Und wem das keinen Spaß macht, der kann sich auf einem der zahlreichen Maifeste auch so amüsieren. Daneben ist die Nacht auf den 1. Mai – wie ich als stolze Tochter eines Historikers und Geschichtsstudentin nur zu gut weiss – auch unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt, in der dem Mythos zur Folge die Hexen zum Tanz auf den Blocksberg flogen. Mancherorts –habe ich gehört, aber selbst nie erlebt – wird sie auch noch durch Hexenfeste- oder streiche gefeiert. Man sieht also, der Mai hat schon auf den allerersten Blick so richtig was zu bieten.
Für mich und meine Familie geht die Feierei jedoch immer schon einen Tag vorher los, da wir am 30. April den Geburstag meines Papas feiern. Und zu einer Geburtstagsfeier muss natürlich auch eine Torte her, das versteht sich doch von selbst oder?
In diesem Jahr habe ich mir daher überlegt, die verschiedenen Motive der Mainacht in einem Kuchen zu vereinen, besonders da mein Vater sich lange Zeit intensiv mit der Thematik der Hexenverfolgung beschäftigt hat. Ein richtiges Rezept für einen Hexenkuchen habe ich aber nicht finden können (klar, ich hätte eine Motivtorte machen können, habe mich aber dagegen entschieden), dafür aber ein super leckeres Rezept für einen Teufelskuchen – und der spielt ja beim Hexensabbath auch eine Rolle. Wieso man diesen Kuchen allerdings so bezeichnet, ist mir absolut schleierhaft. Höchstens fiele mir ein, um mich an einem flachen Wortspiel zu versuchen, weil er teuflisch gut schmeckt? Wie dem auch sei: Die Torte kann was!
Die viele Schokolade fand ich allerdings ein wenig zu schwer und „winterlich“ – deswegen habe ich mich kurzerhand für eine Garnierung aus Beeren entschlossen, um der Torte eine leichtere und „frühlingshafte“ Note zu geben.

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Ihr braucht für den Teig (18er Springform):
40 ml Milch
10 ml Wasser
1 EL Honig
50 g Zartbitterschokolade
100 g Margaine
120 g Zucker
2 Eigelb
2 Eiweiß
70 g Mehl
30 g Kakao
1 getrichener Tl. Backpulver

Ihr braucht für die Creme und die Garnierung:
100 Sahne oder Kondenzmilch
150 g Zartbitterschokolade
3 gehäufte Tl Joghurt (3,5% Fett)
1 Prise Salz
Beeren oder Früchte

Ihr braucht außerdem:
1 Springform (18 cm)
1 kleiner Topf
Backpapier
Salz

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Als erstes wird die Creme hergestellt, da sie am besten mehrere Stunden ruht, bevor sie auf dem Kuchen verteilt wird. Dafür erhitzt die die Kondenzmilch in einem kleinen Topf und hackt die Schokolade klein, die ihr in eine Schüssel geben könnt. Sobald die Kondenzmilch heiß genug ist (aber nicht kocht!) gießt ihr den Inhalt des Topfes über die Schokoladenstück – noch nicht umrühren!
Nach ein paar Minuten gebt ihr noch den Joghurt zu der Schokoladen-Sahnemischung und beginnt vorischtig alles miteinander zu einer homogenen Masse zu verrühren. Das kann ein bisschen dauern, gelingt aber sobald die Schokolade geschmolzen ist. Nun könnt ihr die Schüssel zur Seite stellen und mit einem Küchentuch abdecken. In den Kühlschrank sollte die Creme allerdings nicht, sondern am besten bei Zimmertemperatur auskühlen.
Jetzt geht’s an den Teig. In dem Topf in dem ihr vorher die Sahne erhitzt habt (dann ist es weniger zu Spülen und schlecht ist es nicht) könnt ihr nun das Wasser und die Milch zusammen mit dem Honig erhitzen. Auch hier gilt es, den Topf von der Flamme zu nehmen, bevor die Flüssigkeit kocht. Rührt nun die restliche Schokolade (100g) in die Honigmilch mit ein.

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Die Margarine wird mit dem Zucker schaumig geschlagen. Nun gebt ihr die Eier hinzu und dann im Wechsel die Schokoladenmasse und die trockenen Zutaten.
Nun wird das Salz in dem großen Topf erhitzt. In dieser Zeit könnt ihr den Teig in eine leicht gefettete Springform, die am Boden mit Backpapier ausgelegt ist, umfüllen. Wenn ihr nicht mit der Methode vertraut seid, einen Kuchen in einem Topf zu backen, findet ihr hier die genaue Anleitung.
Wer von euch einen Backofen hat, kann diesen auf 180° Umluft vorheizen und den Kuchen etwa 20-30 Minuten backen. Bei der Methode den Kuchen im Topf zu backen ist es wirklich wichtig, die Hitze auf der kleinsten Stufe zu belassen. Der Kuchen ist nach etwa einer halben Stunde gar, auch wenn es an der Oberfläche noch ein wenig zu weich wirkt. Beim Auskühlen härtet diese aber noch weiter aus, also keine Sorge.
Den gebackenen Kuchen aus seiner Form lösen und komplett auskühlen lassen. Anschließend könnt ihr die Torte mit der Creme einstreichen und mit den Früchten garnieren.

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