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Teufelskuchen – eine teuflisch leckere Verführung

Kaum zu fassen, dass morgen bereits der erste Mai ist. Gefühlt schreitet das Jahr bisher mit Siebenmeilenstiefeln voran – doch traditionell tauscht man diese in der Nacht zum ersten Mai ja bekanntlich gegen ein Paar Gummistiefel oder Tanzschuhe –je nachdem, ob man einen Maibaum stellt oder in den Mai hineintanzt. Und wem das keinen Spaß macht, der kann sich auf einem der zahlreichen Maifeste auch so amüsieren. Daneben ist die Nacht auf den 1. Mai – wie ich als stolze Tochter eines Historikers und Geschichtsstudentin nur zu gut weiss – auch unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt, in der dem Mythos zur Folge die Hexen zum Tanz auf den Blocksberg flogen. Mancherorts –habe ich gehört, aber selbst nie erlebt – wird sie auch noch durch Hexenfeste- oder streiche gefeiert. Man sieht also, der Mai hat schon auf den allerersten Blick so richtig was zu bieten.
Für mich und meine Familie geht die Feierei jedoch immer schon einen Tag vorher los, da wir am 30. April den Geburstag meines Papas feiern. Und zu einer Geburtstagsfeier muss natürlich auch eine Torte her, das versteht sich doch von selbst oder?
In diesem Jahr habe ich mir daher überlegt, die verschiedenen Motive der Mainacht in einem Kuchen zu vereinen, besonders da mein Vater sich lange Zeit intensiv mit der Thematik der Hexenverfolgung beschäftigt hat. Ein richtiges Rezept für einen Hexenkuchen habe ich aber nicht finden können (klar, ich hätte eine Motivtorte machen können, habe mich aber dagegen entschieden), dafür aber ein super leckeres Rezept für einen Teufelskuchen – und der spielt ja beim Hexensabbath auch eine Rolle. Wieso man diesen Kuchen allerdings so bezeichnet, ist mir absolut schleierhaft. Höchstens fiele mir ein, um mich an einem flachen Wortspiel zu versuchen, weil er teuflisch gut schmeckt? Wie dem auch sei: Die Torte kann was!
Die viele Schokolade fand ich allerdings ein wenig zu schwer und „winterlich“ – deswegen habe ich mich kurzerhand für eine Garnierung aus Beeren entschlossen, um der Torte eine leichtere und „frühlingshafte“ Note zu geben.

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Ihr braucht für den Teig (18er Springform):
40 ml Milch
10 ml Wasser
1 EL Honig
50 g Zartbitterschokolade
100 g Margaine
120 g Zucker
2 Eigelb
2 Eiweiß
70 g Mehl
30 g Kakao
1 getrichener Tl. Backpulver

Ihr braucht für die Creme und die Garnierung:
100 Sahne oder Kondenzmilch
150 g Zartbitterschokolade
3 gehäufte Tl Joghurt (3,5% Fett)
1 Prise Salz
Beeren oder Früchte

Ihr braucht außerdem:
1 Springform (18 cm)
1 kleiner Topf
Backpapier
Salz

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Als erstes wird die Creme hergestellt, da sie am besten mehrere Stunden ruht, bevor sie auf dem Kuchen verteilt wird. Dafür erhitzt die die Kondenzmilch in einem kleinen Topf und hackt die Schokolade klein, die ihr in eine Schüssel geben könnt. Sobald die Kondenzmilch heiß genug ist (aber nicht kocht!) gießt ihr den Inhalt des Topfes über die Schokoladenstück – noch nicht umrühren!
Nach ein paar Minuten gebt ihr noch den Joghurt zu der Schokoladen-Sahnemischung und beginnt vorischtig alles miteinander zu einer homogenen Masse zu verrühren. Das kann ein bisschen dauern, gelingt aber sobald die Schokolade geschmolzen ist. Nun könnt ihr die Schüssel zur Seite stellen und mit einem Küchentuch abdecken. In den Kühlschrank sollte die Creme allerdings nicht, sondern am besten bei Zimmertemperatur auskühlen.
Jetzt geht’s an den Teig. In dem Topf in dem ihr vorher die Sahne erhitzt habt (dann ist es weniger zu Spülen und schlecht ist es nicht) könnt ihr nun das Wasser und die Milch zusammen mit dem Honig erhitzen. Auch hier gilt es, den Topf von der Flamme zu nehmen, bevor die Flüssigkeit kocht. Rührt nun die restliche Schokolade (100g) in die Honigmilch mit ein.

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Die Margarine wird mit dem Zucker schaumig geschlagen. Nun gebt ihr die Eier hinzu und dann im Wechsel die Schokoladenmasse und die trockenen Zutaten.
Nun wird das Salz in dem großen Topf erhitzt. In dieser Zeit könnt ihr den Teig in eine leicht gefettete Springform, die am Boden mit Backpapier ausgelegt ist, umfüllen. Wenn ihr nicht mit der Methode vertraut seid, einen Kuchen in einem Topf zu backen, findet ihr hier die genaue Anleitung.
Wer von euch einen Backofen hat, kann diesen auf 180° Umluft vorheizen und den Kuchen etwa 20-30 Minuten backen. Bei der Methode den Kuchen im Topf zu backen ist es wirklich wichtig, die Hitze auf der kleinsten Stufe zu belassen. Der Kuchen ist nach etwa einer halben Stunde gar, auch wenn es an der Oberfläche noch ein wenig zu weich wirkt. Beim Auskühlen härtet diese aber noch weiter aus, also keine Sorge.
Den gebackenen Kuchen aus seiner Form lösen und komplett auskühlen lassen. Anschließend könnt ihr die Torte mit der Creme einstreichen und mit den Früchten garnieren.

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