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Rotweintörtchen – oder ein Teig, drei Kuchen

So ist das manchmal im Leben. Vor ein paar Tagen habe ich noch stolz bei Facebook verkündet, dass ich in der nächsten Zeit vermehrt ein paar kalorienärmere Rezepte an euch weitergeben möchte, da sich über den Jahreswechsel bestimmt nicht nur bei mir ein oder zwei zusätzliche Kalorien eingeschlichen haben – und diesem Vorsatz möchte ich auch treu bleiben. Trotzdem ist mir heute ein Eintrag über Rotweintörtchen in die Hände gefallen, den ich bereits vor längerer Zeit angefangen und dann auf die lange Bank geschoben habe. Und da es so betrachtet ein Rezept aus dem alten Jahr ist, denke ich, dass man hier dann auch noch ein Auge zudrücken darf 😉

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Das Rezept besteht im Grunde aus einem Rührteig, den ich aus einem ganz alten Kochbuch meiner Mama entnommen habe und ist alles in allem sehr simpel. Das schönste daran ist, dass man diesen Teig ganz unterschiedlich variieren, und so mit wenig Aufwand den Kaffeetisch geschmacklich und sogar farblich aufpeppen kann.

Ihr braucht:

  • 125 g Margarine oder Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • Ein paar Tropfen Vanillearoma
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • ½ Backpulver
  • Ein paar Esslöffel Milch oder
  • Ein paar Esslöffel Rotwein
  • Rote Speisefarbe (Optional)
  • 1-2 Esslöffel Backkakao (Optional)

Die Küchlein habe ich für den Geburtstag meiner Mama gemacht, die – genau wie ich – kein großer Freund von Süßem ist. Daher habe ich mich beim backen dazu entschieden, einfach unterschiedliche Kuchen aus ein und dem selben Grundteig zu machen: Eine Variante mit Rotwein, eine Variante mit Kakao und eine Variante mit Milch.

Das Ergebnis sah nicht nur hübsch aus sondern war auch sehr lecker und saftig. Zuerst verrührt ihr die Butter und den Zucker in einer Schüssel cremig. Ob mit einer Küchenmaschine, einem Handmixer oder eurer Muskelkraft spielt hier keine Rolle. Nun gebt ihr nach einander die Eier und das Vanillearoma hinzu und verührt alles zu einer homogenen Masse. Das Salz wird mit dem Backpulver, der Stärke und dem Mehl vermischt und löffelweise dem Teig beigegeben. Natürlich fehlt jetzt noch die Flüssigkeit, weshalb der Teig zunächst sehr zäh ist. Nun wird der Teig in drei Teile aufgeteilt. Ich habe mich wie gesagt, für Kakao und Rotwein als Variante entschlossen, habe aber darauf geachtet, dass ich von dem eigentlichen Grundteig eine etwas größere Portion hatte.

Der Grundteig wird nun mit ein paar Esslöffeln Milch angereichert, bis er er eine sehr cremige Konsistenz hat. Es sollte nicht zu fest sein, aber auch nicht glatt vom Löffeln fließen.

Für die Variante mit Rotwein wird ebenso verfahren, nur eben mit Wein anstatt Milch – ich habe einen trockenen Chianti verwendet, weil meine Mutter den ersten gerne trinkt und zweitens eine geöffnete Flasche in Reichweite stand. Es ist aber nicht wirklich wichtig, welchen Wein ihr verwendet. Da mir die Farbe zu gräulich war, habe ich mich für ein wenig Lebensmittelfarbe entschieden, das ist aber völlig optional und jedem selbst überlassen. Man muss nur aufpassen, dass die Farbe nicht zu grell wird.

Der dritten Portion wird zunächst noch vor der Flüssigkeit ein wenig Backkakao zugegeben. Da der Teig dadurch noch fester wird, muss hier natürlich auch ein bisschen mehr Milch dazu gegossen werden. Wichtig ist, dass der Teig im Endeffekt eine gleichmäßige und cremige Konsistenz hat.

Nun kann man sich frei austoben. Ich habe Rotwein-Marmorvarianten gemacht, aber auch reine Rotweintörtchen und normale Marmormuffins. Was mir gerade so passte eben.

Solltet ihr die Kuchen in einem Backofen zubereiten, heizt diesen auf etwa 180° Umluft vor und backt sie anschließend für etwa 20 Minuten, solange bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr hängen bleibt. Ich habe natürlich wieder keinen Ofen verwendet, sondern meine Topfmethode verwendet. Wie das funktioniert ist hier erklärt.

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Für den Überzug habe ich mich ebenfalls für unterschiedliche Varianten entschieden. Einige Kuchen haben einen Schokoladenüberzug aus Zartbitterschokolade bekommen, andere einen Guss aus Rotwein und Puderzucker (das Verhältnis muss kann hier ganz unterschiedlich ausfallen, mischt einfach etwas Rotwein in ein paar Esslöffel Puderzucker bis die Konsistenz euch zusagt) und einige wurden schlicht mit Puderzucker bestäubt. Alles in allem geht es recht fix, und trotzdem wirkt es später so, als hätte man ganz unterschiedliche Kuchen gebacken. Ganz nach dem Motto, kleiner Aufwand, große Wirkung. 🙂

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