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In die Pfanne gehauen – Fräulein Kleinigkeits Zimt- und Zitronenschnecken

Obwohl ich für mein Leben gern backe, habe ich erst vor kurzer Zeit den Hefeteig für mich entdeckt. Früher habe ich mich in der Regel nicht an Hefe getraut, und wenn ich es doch einmal versucht habe, war das Ergebnis selten berauschend. Irgendwie schmeckte es seltsam, der Teig ist nicht richtig aufgegangen, oder das Gebäck ist nicht gleichmäßig durchgebacken…dabei ist Gebäck aus Hefe nicht nur wahnsinnig lecker sondern auch noch im Vergleich zu anderen Leckereien wie Mürbeteigplätzchen oder Rührkuchen relativ Figurschonend. Also habe ich vor einigen Monaten beschlossen mit diesem Missstand in meinem kulinarischen Repertoire endlich reinen Tisch zu machen und der Hefe ein Plätzchen in meinem Kühlschrank und in meinem Herzen einzuräumen. Ein weiterer Vorteil von Hefegebäck hat sich dann ganz von alleine herausgestellt: Es lässt sich ganz hervorragend in der Pfanne zubereiten und ist daher praktisch prädestiniert für diesen Blog :D.

Und weil ich meine neugewonnene Liebe für Hefe mit euch teilen möchte kriegt ihr gleich zwei unterschiedliche Rezepte von mir an die Hand damit in Zukunft keiner mehr behaupten kann, das mit der Hefe klappt nicht so recht!

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Beginnen wir mit dem Klassiker: Der Zimtschnecke

Ich persönlich bin ein riesen Fan von Zimt und muss gestehen, dass ich ihn auch überall reinknalle – in den Quark, den Joghurt, mein Müsli, meinen Milchreis und, und, und…
Daher war es für mich irgendwie nur naheliegend, dass meine ersten Experimente mit Hefe in Form von Zimtschnecken durchgeführt wurden.
Und weil die Zimtschnecke nicht nur bei mir sehr beliebt auf dem Kaffeetisch ist, gibt es dafür natürlich 10 Millionen unterschiedliche Rezepte (die sich natürlich auch alle irgendwie ähneln, so viel ist in so ner Zimtschnecke ja nu auch nicht drin ;)). Also jetzt Butter bei die Fische und Zimt an die Schnecke, hier sind die benötigten Zutaten:

Für den Teig braucht ihr:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
1 Ei
70-100 ml Milch
1 Würfel frische Hefe

Für die Füllung braucht ihr:

ca. 2-3 EL Honig und/oder Butter
Zimt (ist ja klar ;))
Zucker

So zunächst mal zum Hefeteig. Den Teig für die Zimtschnecken habe ich mit frischer Hefe und einer warmen Führung zubereitet, die Anleitung dafür könnt ihr hier sehen. Der Teig ist eigentlich sehr leicht herzustellen. Zuerst mischt ihr den Vorteig zusammen und gebt anschließend, die restlichen Zutaten hinzu. Nach etwa einer Stunde Ruhezeit, in der ihr euch mit anderen schönen oder weniger schönen Dingen des Lebens beschäftigen könnt, ist der Teig soweit fertig zur weiteren Verarbeitung. Bemehlt eure Arbeitsfläche – bei mir ist es wie immer mein Tisch – und rollt darauf den Teig zu einem Rechteck. Der Teig sollte nicht zu dünn und nicht zu schmal ausgerollt werden, da das über die Breite eurer fertigen Schnecken entscheidet.  Erwärmt etwas Butter oder Honig, so dass es flüssig genug ist um den Teig nicht zu zerreißen und bestreicht ihn damit vorsichtig. Wichtig ist, dass vor allem die Ränder schön eingepinselt werden, damit sie später gut aneinander haften. Nun mischt ihr nach Gusto Zucker mit Zimt und bestreut damit eure Teigfläche, wobei ihr darauf achten solltet, die Ränder nicht zu voll zu kleistern. Nun wird alles möglichst gleichmäßig und enganliegend zu einer Rolle gedreht und in Scheiben geschnitten. Die Dicke ist jedem selbst überlassen, bedenkt aber, dass die Schnecken beim backen noch ein kleines bisschen aufgehen. Ihr könnt die Schnecken vor dem Backen noch ein klein wenig mehr gehen lassen, das ist aber kein notweniger Schritt.
In einer Pfanne erhitzt ihr ein wenig Öl und reduziert anschließend die Hitze auf eine niedrige Temperatur. Nun kommen die Schnecken hinein und werden unter möglichst häufigen Drehen (Anbrenngefahr ;)) etwa 10-15 Minuten gebacken. Anschließend könnt ihr sie mit Zuckerguss oder Puderzucker verfeinern und Voilà!

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Damit wären die Zimtschnecken bereits abhandelt, aber weils so schön war hier noch ein weiteres Schnecken-Rezept: Zitronenschnecken

Ihr braucht für den Teig:
250 g Mehl
25 g Zucker
40 g Butter oder Margarine
1 halber Tl Salz
70-100 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung und den Belag:
Zucker
Öl
Puderzucker
Zitronensaft
Zitronenaroma

Der Teig wird im Grunde ähnlich hergestellt, wie auch der für die Zimtschnecken. Ich habe – um der Vielfalt Willen – allerdings hier einen Teig mit Trockenhefe und kalter Führung angerührt und das Ei weggelassen. Das kann man bei einem Hefeteig nämlich – also das Ei weglassen.
Hierfür werden alle Zutaten für den Teig auf einmal vermischt und zu einem Teigklops geformt, der dann ein bis zwei Stunden unter einem Küchentuch vor sich hin wachsen kann. Sobald der Teig ausgewachsen ist, wird er ebenfalls zu einem Rechteck ausgerollt und mit Öl – am besten Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutral ist- bepinselt. Nun gebt ihr Zucker auf die Teigfläche, wobei auch hier die Ränber weitgehend nur voll mit Öl sein sollten. Nun wird gedreht, gerollt und geschnitten, ganz so wie oben bereits erklärt. Auch das Backen funktioniert identisch. Während eure Schneckchen auskühlen könnt ihr dann in einem Glas Puderzucker (ich hab so 5 EL genommen) mit soviel Zitronensaft vermischen, dass eine richtig zähflüssige Masse entsteht. Wer’s mag kann noch ein bisschen Zitronenaroma untermischen. Der Guss wird dann über eure Zitronenschnecken gegossen und fertig ist das süße Träumchen.

Es geht wirklich nicht fix Hefegebäck herzustellen, kostet aber eigentlich nicht viel Arbeitszeit oder Aufwand und schmeckt wirklich richtig lecker. Also an alle, die sich so wie ich mit Hefe immer ein bisschen schwer getan haben: Wer nicht wagt, der nicht genießt! 😉

 

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Rotweintörtchen – oder ein Teig, drei Kuchen

So ist das manchmal im Leben. Vor ein paar Tagen habe ich noch stolz bei Facebook verkündet, dass ich in der nächsten Zeit vermehrt ein paar kalorienärmere Rezepte an euch weitergeben möchte, da sich über den Jahreswechsel bestimmt nicht nur bei mir ein oder zwei zusätzliche Kalorien eingeschlichen haben – und diesem Vorsatz möchte ich auch treu bleiben. Trotzdem ist mir heute ein Eintrag über Rotweintörtchen in die Hände gefallen, den ich bereits vor längerer Zeit angefangen und dann auf die lange Bank geschoben habe. Und da es so betrachtet ein Rezept aus dem alten Jahr ist, denke ich, dass man hier dann auch noch ein Auge zudrücken darf 😉

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Das Rezept besteht im Grunde aus einem Rührteig, den ich aus einem ganz alten Kochbuch meiner Mama entnommen habe und ist alles in allem sehr simpel. Das schönste daran ist, dass man diesen Teig ganz unterschiedlich variieren, und so mit wenig Aufwand den Kaffeetisch geschmacklich und sogar farblich aufpeppen kann.

Ihr braucht:

  • 125 g Margarine oder Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • Ein paar Tropfen Vanillearoma
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • ½ Backpulver
  • Ein paar Esslöffel Milch oder
  • Ein paar Esslöffel Rotwein
  • Rote Speisefarbe (Optional)
  • 1-2 Esslöffel Backkakao (Optional)

Die Küchlein habe ich für den Geburtstag meiner Mama gemacht, die – genau wie ich – kein großer Freund von Süßem ist. Daher habe ich mich beim backen dazu entschieden, einfach unterschiedliche Kuchen aus ein und dem selben Grundteig zu machen: Eine Variante mit Rotwein, eine Variante mit Kakao und eine Variante mit Milch.

Das Ergebnis sah nicht nur hübsch aus sondern war auch sehr lecker und saftig. Zuerst verrührt ihr die Butter und den Zucker in einer Schüssel cremig. Ob mit einer Küchenmaschine, einem Handmixer oder eurer Muskelkraft spielt hier keine Rolle. Nun gebt ihr nach einander die Eier und das Vanillearoma hinzu und verührt alles zu einer homogenen Masse. Das Salz wird mit dem Backpulver, der Stärke und dem Mehl vermischt und löffelweise dem Teig beigegeben. Natürlich fehlt jetzt noch die Flüssigkeit, weshalb der Teig zunächst sehr zäh ist. Nun wird der Teig in drei Teile aufgeteilt. Ich habe mich wie gesagt, für Kakao und Rotwein als Variante entschlossen, habe aber darauf geachtet, dass ich von dem eigentlichen Grundteig eine etwas größere Portion hatte.

Der Grundteig wird nun mit ein paar Esslöffeln Milch angereichert, bis er er eine sehr cremige Konsistenz hat. Es sollte nicht zu fest sein, aber auch nicht glatt vom Löffeln fließen.

Für die Variante mit Rotwein wird ebenso verfahren, nur eben mit Wein anstatt Milch – ich habe einen trockenen Chianti verwendet, weil meine Mutter den ersten gerne trinkt und zweitens eine geöffnete Flasche in Reichweite stand. Es ist aber nicht wirklich wichtig, welchen Wein ihr verwendet. Da mir die Farbe zu gräulich war, habe ich mich für ein wenig Lebensmittelfarbe entschieden, das ist aber völlig optional und jedem selbst überlassen. Man muss nur aufpassen, dass die Farbe nicht zu grell wird.

Der dritten Portion wird zunächst noch vor der Flüssigkeit ein wenig Backkakao zugegeben. Da der Teig dadurch noch fester wird, muss hier natürlich auch ein bisschen mehr Milch dazu gegossen werden. Wichtig ist, dass der Teig im Endeffekt eine gleichmäßige und cremige Konsistenz hat.

Nun kann man sich frei austoben. Ich habe Rotwein-Marmorvarianten gemacht, aber auch reine Rotweintörtchen und normale Marmormuffins. Was mir gerade so passte eben.

Solltet ihr die Kuchen in einem Backofen zubereiten, heizt diesen auf etwa 180° Umluft vor und backt sie anschließend für etwa 20 Minuten, solange bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr hängen bleibt. Ich habe natürlich wieder keinen Ofen verwendet, sondern meine Topfmethode verwendet. Wie das funktioniert ist hier erklärt.

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Für den Überzug habe ich mich ebenfalls für unterschiedliche Varianten entschieden. Einige Kuchen haben einen Schokoladenüberzug aus Zartbitterschokolade bekommen, andere einen Guss aus Rotwein und Puderzucker (das Verhältnis muss kann hier ganz unterschiedlich ausfallen, mischt einfach etwas Rotwein in ein paar Esslöffel Puderzucker bis die Konsistenz euch zusagt) und einige wurden schlicht mit Puderzucker bestäubt. Alles in allem geht es recht fix, und trotzdem wirkt es später so, als hätte man ganz unterschiedliche Kuchen gebacken. Ganz nach dem Motto, kleiner Aufwand, große Wirkung. 🙂

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Salted-Caramel-Pralinen

Ich esse eigentlich gar nicht so gerne süßes. Aber diese Salted-Caramel-Pralinen sind – das muss sogar ich zugeben – einfach ein Traum.
Insgesamt relativ unaufwendig, und ein schönes Mitbringsel für verschiedene Gelegenheiten.
Das Rezept für das gesalzene Karamell habe ich bereits kurz vor Weihnachten als last-Minute Idee auf meiner Facebook-Page gepostet und kann hier eingesehen werden.

Ihr braucht:

150 g Rohrzucker
70 ml Sahne oder Kondenzmilch
evtl. 1 El Wasser
50 g Butter oder Margerine
1-2 Tafeln Zartbitterschokolade

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Die Schokolade wird in zwei Schritten geschmolzen. Zuerst die eine Tafel, mit der ihr die obere Hülle der Praline fertigt und dann im letzten Schritt die zweite Tafel, aus der der Boden entsteht. Als temperiert ihr die erste Tafel Schokolade. Zugegeben bin ich darin noch immer ein wenig ungeübt, werde aber nach und nach besser. Temperierte Schokolade bedeutet, dass die Schokolade nicht zu stark erhitzt wird, damit sie nach dem erkalten ihre Form behält, schön glänzt und knackig bleibt. Daher sollte man die Schokolade vor dem Schmelzen in möglichst kleine Stücke hacken, und mit indirekter Hitze, also Wasserdampf erwärmen. Gebt etwa 3/4 der gehackten Schokolade in eine Glas- oder Porzellanschüssel und setzt diese auf einen Topf mit kochendem Wasser – wichtig ist, dass die Schüssel das Wasser nicht berührt. Wenn sich die Schokolade soweit ausgelöst hat, dass kaum noch Klümpchen vorhanden sind, könnt ihr das letzte Viertel Schokolade einrühren.

Die Schokolade füllt ihr nun in eine Pralinen oder Minicupcake-Form. Ihr könnt auch größere Formen verwenden, wenn ihr das mögt. Am geeignetsten sind Silikonformen, da sich die Pralinen hier später leicht herauslösen lassen.

Nach etwa 1 Minute kippt ihr eure Schokoladenfüllung aus der Form auf ein Backpapier. Auf diese Weise erhaltet ihr schöne Hüllen, da nur das innere aus den Formen herausfließt. Je länger ihr die Formen verkehrt herum haltet, desto dünner ist eure spätere Schokohülle. Die Pralinenform kann nun zum aushärten in den Kühlschrank.

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Jetzt ist das Karamell dran. Das Fett in einem Topf zerlassen und mit dem Zucker verühren. Aufkochen lassen, bis der Zucker leicht bräunlich wird. Dann sofort die Hitze stark reduzieren und die Kondenzmilch einrühren. Vorsicht dabei, dass ihr euch nicht verbrennt. Wenn euch das Karamell noch zu dickflüssig ist, könnt ihr noch ein oder zwei Schlucke von der Sahne oder der Milch hinterhergeben und denkt daran, dass das Karamell beim abkühlen fester wird. Nun gebt ihr ein paar Körner Meersalz oder einen 1/4 Teelöffel Tafelsalz hinzu.

Lasst das Karamell noch ein bisschen abkühlen bevor ihr es in die Form füllt, damit die Schokohülle nicht zerfließt. Die Pralinenform kommt anschließend, karamellbefüllt, für etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

Zu guter letzt temperiert ihr eure zweite Tafel Schokolade, und gebt diese anschließend über die Karamellmasse. Damit die Pralinen einen schönen Abschluss bilden, sollte das Karamell nicht bis ganz oben eingefüllt werden. Die überschüssige, flüssige Schokolade könnt ihr mit einer Palette, oder einem Messer „abwischen“, so liegen die Pralinen am Schluss alle auch flach auf.

Ich habe die Form über einen halben Tag im Kühlschrank gehabt. Das ist vermutlich länger als eigentlich notwenig wäre, damit sich das Karamell und die Schokolade richtig setzen kann. Vermutlich reichen weitere 1-2 Stunden.

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Die Karamellmasse reicht für mehrere Pralinenformen. Da ich allerdings nur eine besitze, hatte ich am Ende noch einiges an Sauce übrig. Entweder ihr macht eine weitere Ladung Pralinen oder ihr verwendet das Rest-Karamell für Eis, Kaffee, Kakao, Pfannkuchen oder Pudding. Die Möglichkeiten sind eigentlich grenzenlos.

 

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Zitronen-Buttermilch-Torte

Seit Wochen riecht die Luft nach Winter, gestern hatten wir zum ersten Mal Schnee und in einigen Wochen ist schon wieder Weihnachten. Kein Wunder, dass ich da Lust bekomme zu backen. Denn schon seit ich ein kleines Fräulein war, gehörten Backen und die Adventszeit immer zusammen. Schon allein weil meine Mama nicht gerade das ist, was man eine begeisterte Bäckerin nennen würde, weshalb meine Schwestern und ich daher in den vergangenen Jahren vermehrt dazu übergegangen sind, den heimischen Plätzchenbestand für die Weihnachtstage herzustellen.

 

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Wenn es draußen also so richtig fies kalt wird, suche ich mir geradezu Gelegenheiten um leckere, süße Kleinigkeiten herzustellen. Da kam mir der Geburtstag einer ganz lieben Kollegin sehr gelegen. Da sie besonders gern Zitronenkuchen mag, bin ich natürlich auch dieser Leidenschaft gern nachgekommen und habe mich nach kurzem Überlegen für eine Zitronen-Buttermilch-Torte entschieden. Zugegeben weihnachtlich ist sie nicht gerade, dafür bringt sie einen Hauch von Sommer in die heimische Küche – und das ist bei den momentanen Temperaturen ja auch ganz fein :).

Die liebe Kollegin ist gemeinhin übrigens auch unter dem Namen Ellebil bekannt und zaubert mir mit ihren herrlichen Blogeinträgen über den Wahnsinn, den wir allgemein Leben nennen regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht. Wenn ihr den Blog noch nicht kennt, kann ich ihn also nur wärmstens empfehlen. Genau wie das folgende Rezept:

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Ihr braucht für die Böden:

125 g Butter oder Margerine
3 Eier
175 g Zucker
125 ml. Buttermilch
eine Prise Muskat (optional)
eine Prise Ingwer (optional)
180 g Mehl
1/2 El Backpulver

…und für die Creme:
200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Zitronensaft
Puderzucker
ca. 1 El San Appart oder Gelantine Fix

 

Der Kuchen ist wirklich super einfach. Ihr braucht nicht einmal ein Rührgerät, wenn ihr nicht mögt. 
Zuerst gebt ihr die Butter und den Zucker in eine Rührschüssel und rührt alles so cremig wie möglich. Gebt nach und nach die Eier, die Buttermilch, die Gewürze – sofern gewünscht – mit hinein und verührt alles zu einer dickflüssigen Masse. Nun vermischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt dieses Löffelweise hinzu, bis ein glatter Teig entsteht.

Ich habe den Kuchen in zwei Durchgängen in einer 18 cm Springform gebacken, da ich nicht wusste, wie stark der Teig beim Backen aufgehen wird. Tatsächlich ist er zwar recht luftig und locker geworden, aber nicht sehr hoch gebacken. Ich würde also tatsächlich zu zwei Durchgängen raten, anstatt auf einen hohen Boden zu spekulieren, den man teilen kann.

Wenn ihr einen Backofen zu euer Verfügung habt, fühlt euch frei diesen zu benutzen. Den Ofen auf etwa 180° vorheizen und jeden Boden etwa 15 Minuten backen. Da ich den Kuchen allerdings, wie gewohnt nicht mit der Hilfe eines Backofens hergestellt habe, könnt ihr natürlich auch gerne die Topf-Methode benutzen. Die Anleitung dafür findet ihr hier.

Während eure Böden backen, könnt ihr euch an die Creme machen. Ich habe allerdings – Hand aufs Herz – das Festigungsmittel, sprich San Appart, vergessen zu der Creme zu geben. Es hat allerdings trotzdem ganz gut hingehauen.

Den Frischkäse mit einem Teigschaber, oder Kinderschreck, wie man ihn im Volksmund so schön nennt, vorsichtig mit dem – vorher gesiebten – Puderzucker verrühren. Ich habe bewusst keine genauen Angaben über den Zucker- und Zitronensaftanteil gegeben, da ich denke, dass man das besser nach dem eigenen Gusto tun sollte.
Je mehr Puderzucker man dem Käse beigibt, desto fester wird die Creme später. Da ich, wie schon gesagt, vergessen habe San Appart oder Gelatine Fix beizumischen, dürfte ich etwa 5-10 Esslöffel verwendet haben, aber das ist echte Geschmackssache! 

Da ich für die Deko einige Zitronenscheiben verwendet habe, habe ich schlicht den Rest der  Frucht über dem Frischkäse ausgepresst und noch ein bisschen Zitronenschale abgerieben. Zuletzt rührt ihr noch das Festigungsmittel unter und fertig ist die Creme. Wenn ihr nicht so gern tierische Produkte verwendet, kann ich nur das San Appart empfehlen. Es wirkt ähnlich wie Gelantine Fix, ist allerdings rein pflanzlich und kostet auch nicht so viel mehr als das tierische Pendant.

Die Böden können nun großzügig mit der Frischkäsecreme bestrichen und, wenn es beliebt, mit den Zitronenscheiben verziehrt werden. Anschließend solltet ihr den Kuchen in jedem Fall etwa 1 Stunde und noch besser über Nacht kalt stellen, damit sich die Creme richtig setzen kann.

Der zeitliche Aufwand für diese Toerte hält sich defintiv in Grenzen und birgt so die Möglichkeit für ein paar Winterbegeisterte noch genug Zeit für Zimtsterne, Christstollen und Co. zu erübrigen – und auch ich werde mich wohl demnächst verstärkt diesen Rezepten zuwenden.

In diesem Sinne eine schöne erste Adventswoche euch!

 

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Kürbis-Gewürz-Küchlein

Zurück aus einem Kurzurlaub in Budapest, wo ich sehr liebe Menschen besucht habe, muss ich mich langsam aber sicher wieder mit den wichtigen Dingen des Lebens befassen. Es gibt Sachen für die Uni und den Job zu tun, Meine Wohnung verlangt dringend nach einer Grundreinigung und zu allem Überfluss geht es nun auch bald mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf Weihnachten zu. Doch bevor ich euch mit einem Plätzchenrezept nach dem anderen bombadiere, dachte ich, dass ich mich zuvor lieber noch ein wenig mit den wundervollen Gerichten beschäftige, die der Herbst so bringt.

Vor ein paar Wochen habe ich diese fantastischen Kürbis-Gewürz-Küchlein gemacht, es aber bisher nicht geschafft, das Rezept mit euch zu teilen. Macht aber nichts, denn erstens gibt es ja noch jede Menge Kürbis zu kaufen und zweitens passen diese kleinen Kuchen meiner Vorstellung nach auch ganz toll zu Glühwein und Konsorten, und passen daher ganz hervorragend in den kalten November.

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Ich sollte aber noch voraus schicken, dass sie nicht so süß sind, wie normale Muffins oder Kuchen, was ich ganz persönlich sehr mag, aber nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Die Süße lässt sich aber ganz einfach varierien, indem ihr dem Teig mehr Zucker zuführt.

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Ihr braucht:

300 g Hokkaido, gedämpft und zerstampft
100 g Zucker
2 Eier
225 g Mehl
1/4 Päckchen Backpulver
1/4 TL Salz
75 ml Öl
1/4 TL Ingwerpulver
1/4 TL Muskatnuss
1/2 TL Zimt

Zunächst bereitet ihr den Kürbis vor. Hokkaido hat den Vorteil, dass die Schale essbar ist, was bedeutet, dass ihr den Kürbis nur waschen, in grobe Stücke zerteilen und die Kerne entfernen müsst. Von dem Fruchtfleisch solltet ihr dann etwa 300 g abwiegen. Vermutlich wird etwas über bleiben, was man aber super zu Gemüse oder anderen Gerichten verarbeiten könnt.
Die Kürbisstücke sollten am allerbesten gedämpft oder in ganz wenig Wasser gekocht werden. Ich habe einen Doppeltopf, der einen Dämpfeinsatz hat, ihr könnt aber auch ein Sieb nehmen. Wenn ihr den Kürbis lieber kocht, dann solltet ihr nur ein paar Esslöffel Wasser verwenden, da der Kürbis sonst wässrig wird.
Nach ein paar Minuten ist das Fruchtfleisch weich und fertig zur Weiterverarbeitung. Mit einer Gabel könnt ihr alles grob zerdrücken und dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

Als nächstes vermischt ihr alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zusammen und gebt dann das Öl und das Ei dazu. Dann kann der Kürbis untergehoben werden, bis sich alles miteinander zu einem zähen Teig vermischt hat.

Nun wird der Teig wie hier beschrieben gebacken. Wenn ihr einen Backofen habt, könnt ihr die kleinen Kuchen bei 190° etwa 20 Minuten backen. Ich habe natürlich wie immer die erste Variante ohne Backofen genommen, und empfehle daher, bei einer Verwendung des Backofens die regelmäßige Stäbchenprobe.

Wenn die Küchlein ausgekühlt sind, können sie noch verziert oder mit Zuckerguss bestrichen werden. Ich habe dafür etwa 5 gehäufte EL Puderzucker mit einer Prise Zimt, Ingwer und Muskatnuss vermischt und mit ein wenig Flüssigkeit und einem Tropfen Vanillearoma zu einer dickflüssigen Masse verrührt. Ich kann mir aber auch sehr gut einfach einen Zartbitter-Schokoguss oder ein Creamcheese-Frosting vorstellen. Letzteres erhöht natürlich die Süße der Kuchen erheblich.

Die kleinen Kuchen haben zudem den Vorteil, dass sie sich relativ lange halten. Ich persönlich fand sogar, dass sie am zweiten Tag wesentlich saftiger und intensiver geschmeckt haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Start in eure Woche!

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Whisky-Tarte

Nach all den herzhaften Rezepten, die ich euch bisher vorgestellt habe, hatte ich den Eindruck, dass meinen Einträgen die entsprechende Süße fehlt.
Da ergriff ich doch die Gelegenheit beim Schopfe, für den Geburtstag eines mir sehr lieben Menschen einen Kuchen zu backen und euch an dem Rezept und der Herstellung teilhaben zu lassen.

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Zuerst also hier einmal eine Liste der benötigten Zutaten:

Für den Teig:
50 g Margarine
100 g Zucker
1 Ei
100 Schmand
75 ml Milch
1/2 TL Backpulver
Prise Salz
½ Tl Vanillezucker oder Vanillearoma

Für die Ganache:
50 gr Vollmilchschoki
30 ml. Sahne
3-5 El Whisky

Für die Creme:
75 Sahne
100 g Mascarpone
Puderzucker nach Belieben
1-3 El Whisky

Wer keinen Whisky mag, kann diesen natürlich durch alles mögliche ersetzen oder schlicht weglassen – ich persönlich –und das obwohl ich tatsächlich kein großer Whisky-Liebhaber bin – fand die Kombination von Schokolade, Sahne, Vanille und diesem leichten Whiskygeschmack allerdings überragend gut!

Zunächst einmal beginnt ihr mit dem Boden der Tarte. Klassischerweise müsste ein Tarteboden aus einem Mürbeteig hergestellt werden, der Einfachheit halber, habe ich mich aber für einen „schnöden“ Schmand-Rührteig entschieden. Vielleicht probiere ich es aber auch mal mit der klassischen Variante und lasse es euch dann wissen.

Für den Boden schlagt ihr die Margarine zusammen mit dem Zucker schaumig und gebt dann nacheinander das Ei,den Schmand und die Milch hinzu. Rührt etwa 1 Minute weiter, bis die Masse richtig luftig und cremig ist. Wenn ihr Vanillearmoa verwendet, könnt ihr es jetzt ebenfalls in den Teig geben.

In einer seperaten Schüssel mischt ihr die restlichen trockenen Zutaten zusammen. Die Mischung wird nun esslöffelweise unter den Teig gerührt.

Nun geht es ans Backen. Wenn ihr einen Ofen oder Mikrowellengrill habt, könnt ihr den Teig in einer Springform bei 180° etwa 15-20 Minuten (unbedingt die Stäbchenprobe machen, falls der Teig früher gar ist) backen oder den Tarteboden in einer Pfanne wie hier beschrieben zubereiten.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch an die Ganache machen.

Zuerst hackt ihr die Schokolade in möglichst gleichgroße Stückchen und gebt sie in eine Glas- oder Plastikschüssel. Metall geht auch, empfiehlt sich aber nicht. Die Sahne füllt ihr in einen kleinen Topf und kocht sie auf. Vorsicht dabei, da es nur eine sehr kleine Menge ist und die Sahne daher schnell anbrennen kann!

Wenn sie aufgekocht ist, gießt ihr die heiße Flüssigkeit über die Schokostücke und macht etwa 1-2 Minuten einfach gar nichts. Dann könnt ihr die Schokolade vorsichtig mit der Sahne verühren. Am Anfang flockt es immer, das ist aber völlig normal und legt sich schnell. Wenn alles eine homogene Masse ist, könnt ihr den Whisky nach persönlichem Gusto dazumischen.

Die Ganache könnt ihr nun zur Seite stellen.

Sobald euer fertig gebackener Tarteboden ausgekühlt ist (das geht relativ schnell), könnt ihr die halbflüssige Ganache darüber geben. Lasst an den Rändern am besten ein bisschen Platz, da es sonst leicht tropfen kann. Lieber noch einmal etwas nachbessern, wenn die Masse sich ein wenig verfestigt hat. Da es in meinem Fall draußen schön kalt war, habe ich meine Tarte zum abkühlen nach draußen gestellt, ihr könnt sie aber natürlich auch in eurem Kühlschrank zwischenlagern und etwa eine Stunde ruhen lassen. In dieser Zeit kann sich die Schoko-Whiskycreme richtig verfestigen.

Ihr könnt die Wartezeit nutzen und euer Toping vorbreiten.

Dafür schlagt ihr die Sahne mit dem Puderzucker steif. In einem Schüsselchen verührt ihr den Whisky mit der Mascarpone. Macht das aber am besten mit einem Teigschaber und nicht mit dem elektrischen Rührgerät, da die Mascarpone sonst leicht flüssig werden kann. Zuletzt hebt ihr die Sahne unter die Mascarponemischung.

Das Topping lässt sich sehr einfach in wellenartigen Bewegungen über der festen Ganache auf euer Tarte verteilen.
Zum Garnieren habe ich einen Teil des Toppings zurückbehalten und in kleinen Tupfern auf dem Kuchen verteilt. Optional könnt ihr auch noch Schokoraspeln über eure Tarte streuen – der Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt.
Ich kann sie mir die Tarte übrigens auch super mit anderen Alkoholsorten, wie Cointreau oder Malibu vorstellen. Wie ist das bei euch? Habt ihr da bestimmte Vorlieben?

Der Kuchen ist übrigens auch gar nicht mal soooo süß, was ich persönlich immer ganz angenehm finde, und obwohl er ganz bestimmt nicht in die Kategorie „Kalorienarm“ fällt, schmeckt er so locker und leicht, dass da locker noch ein ganz, ganz kleines Stücken mehr rein passt ;).

In diesem Sinne,

Bon appetit!

Euer

Fräulein Kleinigkeit

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