Zitronen-Buttermilch-Torte

Seit Wochen riecht die Luft nach Winter, gestern hatten wir zum ersten Mal Schnee und in einigen Wochen ist schon wieder Weihnachten. Kein Wunder, dass ich da Lust bekomme zu backen. Denn schon seit ich ein kleines Fräulein war, gehörten Backen und die Adventszeit immer zusammen. Schon allein weil meine Mama nicht gerade das ist, was man eine begeisterte Bäckerin nennen würde, weshalb meine Schwestern und ich daher in den vergangenen Jahren vermehrt dazu übergegangen sind, den heimischen Plätzchenbestand für die Weihnachtstage herzustellen.

 

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Wenn es draußen also so richtig fies kalt wird, suche ich mir geradezu Gelegenheiten um leckere, süße Kleinigkeiten herzustellen. Da kam mir der Geburtstag einer ganz lieben Kollegin sehr gelegen. Da sie besonders gern Zitronenkuchen mag, bin ich natürlich auch dieser Leidenschaft gern nachgekommen und habe mich nach kurzem Überlegen für eine Zitronen-Buttermilch-Torte entschieden. Zugegeben weihnachtlich ist sie nicht gerade, dafür bringt sie einen Hauch von Sommer in die heimische Küche – und das ist bei den momentanen Temperaturen ja auch ganz fein :).

Die liebe Kollegin ist gemeinhin übrigens auch unter dem Namen Ellebil bekannt und zaubert mir mit ihren herrlichen Blogeinträgen über den Wahnsinn, den wir allgemein Leben nennen regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht. Wenn ihr den Blog noch nicht kennt, kann ich ihn also nur wärmstens empfehlen. Genau wie das folgende Rezept:

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Ihr braucht für die Böden:

125 g Butter oder Margerine
3 Eier
175 g Zucker
125 ml. Buttermilch
eine Prise Muskat (optional)
eine Prise Ingwer (optional)
180 g Mehl
1/2 El Backpulver

…und für die Creme:
200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Zitronensaft
Puderzucker
ca. 1 El San Appart oder Gelantine Fix

 

Der Kuchen ist wirklich super einfach. Ihr braucht nicht einmal ein Rührgerät, wenn ihr nicht mögt. 
Zuerst gebt ihr die Butter und den Zucker in eine Rührschüssel und rührt alles so cremig wie möglich. Gebt nach und nach die Eier, die Buttermilch, die Gewürze – sofern gewünscht – mit hinein und verührt alles zu einer dickflüssigen Masse. Nun vermischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt dieses Löffelweise hinzu, bis ein glatter Teig entsteht.

Ich habe den Kuchen in zwei Durchgängen in einer 18 cm Springform gebacken, da ich nicht wusste, wie stark der Teig beim Backen aufgehen wird. Tatsächlich ist er zwar recht luftig und locker geworden, aber nicht sehr hoch gebacken. Ich würde also tatsächlich zu zwei Durchgängen raten, anstatt auf einen hohen Boden zu spekulieren, den man teilen kann.

Wenn ihr einen Backofen zu euer Verfügung habt, fühlt euch frei diesen zu benutzen. Den Ofen auf etwa 180° vorheizen und jeden Boden etwa 15 Minuten backen. Da ich den Kuchen allerdings, wie gewohnt nicht mit der Hilfe eines Backofens hergestellt habe, könnt ihr natürlich auch gerne die Topf-Methode benutzen. Die Anleitung dafür findet ihr hier.

Während eure Böden backen, könnt ihr euch an die Creme machen. Ich habe allerdings – Hand aufs Herz – das Festigungsmittel, sprich San Appart, vergessen zu der Creme zu geben. Es hat allerdings trotzdem ganz gut hingehauen.

Den Frischkäse mit einem Teigschaber, oder Kinderschreck, wie man ihn im Volksmund so schön nennt, vorsichtig mit dem – vorher gesiebten – Puderzucker verrühren. Ich habe bewusst keine genauen Angaben über den Zucker- und Zitronensaftanteil gegeben, da ich denke, dass man das besser nach dem eigenen Gusto tun sollte.
Je mehr Puderzucker man dem Käse beigibt, desto fester wird die Creme später. Da ich, wie schon gesagt, vergessen habe San Appart oder Gelatine Fix beizumischen, dürfte ich etwa 5-10 Esslöffel verwendet haben, aber das ist echte Geschmackssache! 

Da ich für die Deko einige Zitronenscheiben verwendet habe, habe ich schlicht den Rest der  Frucht über dem Frischkäse ausgepresst und noch ein bisschen Zitronenschale abgerieben. Zuletzt rührt ihr noch das Festigungsmittel unter und fertig ist die Creme. Wenn ihr nicht so gern tierische Produkte verwendet, kann ich nur das San Appart empfehlen. Es wirkt ähnlich wie Gelantine Fix, ist allerdings rein pflanzlich und kostet auch nicht so viel mehr als das tierische Pendant.

Die Böden können nun großzügig mit der Frischkäsecreme bestrichen und, wenn es beliebt, mit den Zitronenscheiben verziehrt werden. Anschließend solltet ihr den Kuchen in jedem Fall etwa 1 Stunde und noch besser über Nacht kalt stellen, damit sich die Creme richtig setzen kann.

Der zeitliche Aufwand für diese Toerte hält sich defintiv in Grenzen und birgt so die Möglichkeit für ein paar Winterbegeisterte noch genug Zeit für Zimtsterne, Christstollen und Co. zu erübrigen – und auch ich werde mich wohl demnächst verstärkt diesen Rezepten zuwenden.

In diesem Sinne eine schöne erste Adventswoche euch!

 

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